Frühling 2019
Der Fernseher meiner Eltern ist jetzt weniger problematisch
Meine Eltern haben sich schon vor längerer Zeit einen Fernseher gekauft und sind sowohl mit der Fernbedienung als auch mit der vorbelegten Senderreihenfolge deutlich unzufrieden (das Techniktagebuch berichtete). Seit ein paar Monaten haben sie einen neueren, schöneren Internetanschluss und seitdem ist der Fernseher auch nicht mehr mit dem WLAN verbunden.
Beim letzten Besuch nehme ich mich der Sache endlich an und bringe die Sender in eine von meinen Eltern gewünschte Reihenfolge. Im Wesentlichen bedeutet das, dass sie mir die Sender nennen, die sie auch häufiger gucken und ich diese in der Reihenfolge nach vorne schiebe. Es geht vor allem darum, dass man mit der doofen Fernbedienung nicht mehr auf Senderplatz 75 weiterschalten muss, sondern nur noch auf Senderplatz 8 oder so. Die genaue Reihenfolge ist dann nicht mehr so wichtig, auch wenn ich aus Nostalgiegründen die ARD auf Platz 1 und das ZDF auf Platz 2 schiebe. Das funktioniert auch tatsächlich alles problemlos, die Funktion ist nicht unauffindbar versteckt, man braucht keine Anleitung, um zu verstehen, was man tun muss, es muss halt nur einmal erledigt werden.
Dann versuche ich noch, das Internet wieder einzurichten, scheitere aber kläglich, die Gründe sind nicht nachvollziehbar.
Ein paar Wochen später bin ich alleine bei meinen Eltern, weil ich nach einem Abitreffen nicht mehr mit dem Zug den Weg nach Essen antreten möchte und dementsprechend in meinem Elternhaus übernachte. Ich beschließe, es noch mal mit dem Internet zu versuchen, fotografiere das WLAN-Passwort von der Unterseite des Routers mit meinem Smartphone und gebe das Passwort am Fernseher ein. Um sicherzugehen, dass ich auch wirklich nichts falsch mache, deaktiviere ich die Sternchenanzeige für das Passwort am Fernseher, so dass ich noch mal kontrollieren kann, dass ich mich nicht vertippt habe. Tatsächlich funktioniert es jetzt auf Anhieb. Ich teste kurz, dass man auch Zugriff auf die Mediatheken hat, gucke noch zehn Minuten ein italienisches Roadmovie auf arte und packe dann meine Sachen, um nach Hause zu fahren.
(Anne Schüßler)











