Ca. 2012
Abschied vom Shuffle-Mobil
Ich verabschiede mich vom Konzept MP3-Player, als ich – schätzungsweise 2012 – keinen mehr bekomme, der shuffeln kann. "Keinen mehr bekomme“ heißt sowas wie: als es bei Saturn keinen mehr gibt. Ich habe vage vor Augen, wie ich dort danach suche; Amazon scheint keine Einkaufsoption zu sein. Später kümmere ich mich nicht mehr darum, es besteht irgendwie kein Bedarf mehr.
Von iPods halte ich mich fern, nachdem sich (2006) der eines Freundes einmal mit meinem MacBook synchronisiert hat. Die Erinnerung daran ist nicht zuverlässig, aber ich meine, dass der Vorgang mit dem Einstöpselm automatisch startete und meine große Sammlung von in den frühen Nullerjahren mit Limewire raubkopierten MP3s bedrohte. Vielleicht fand ich auch nur den kleinen iPod mit 99 € unangemessen teuer und den großen in jeder Hinsicht – Maße, Speicherplatz – zu groß. (Ich will nur etwa 70-80 Einzeltitel von meist verschiedenen Künstler*innen in zufälliger Reihenfolge immer wieder vorgespielt bekommen; nach vielleicht einem Monat tausche ich das „Programm“ aus, indem ich andere Musik draufkopiere. Ähnlich verfahre ich auch beim Musikhören vom Rechner aus, wozu ich zu späterem Zeitpunkt noch etwas aufschreiben werde.) Seitdem habe ich jedenfalls Bedenken, dass an den Computer angeschlossene iGeräte Apple verraten, was ich besitze, ohne es im iTunes-Store bezahlt zu haben.
Mein letzter MP3-Player überlebt nicht, dass ich mehrmals beim Musikhören einschlafe und er immer weiter shuffelt, bis der Akku komplett leer ist und auch Aufladen nichts mehr daran ändert. Wo und mit welcher Sorte Kabel wurde der Akku von MP3-Playern aufgeladen? Für Zeiten, in denen noch mehr Erinnerung fehlt: Saturn war eine Ladenkette für Elektro- und -nik-Geräte.
(Undine Löhfelm)













