* * *
Der Wendigo träumte und sah eine Szene: Er kniete sich hin und er sprach zu der Huldra: "Du bist an der zitternden Bläue erfroren. An Rot wirst du dir deine Finger verbrennen. Und während du kämpfst, wird dein Gelb immer blasser."
"Doch wie kann das sein?", gab die Huldra ihm Echo. "Wir sind in dem Mittelpunkt jeglicher Dinge. Ich weiß, was zu lieben heißt, seit ich dich kenne. Ich schreibe beleuchtet vom Licht deiner Sonne. Es kann nicht gestürzt werden, was aus dem Fall kommt."
"Das meine ich nicht.", sprach er hungrig und müde. "Ich weiß, was wir sind. Das erhält mich am Leben. Doch alles, was ich in den Nächten berühre, gedeiht nicht und bleibt den Erwachten verborgen. Mein Licht ist am Ende. Es scheint nicht. Es flackert."
Die Huldra stand starr. Dann begann sie zu sprechen: "Du weißt von der Zeit und du weißt von der Dauer. Du weißt von der Endlosigkeit dieser Liebe. Du weißt von den Klängen, die suchen und finden. Du weißt von den Spuren im Moos meiner Seele.
Ich breche der Welt ihr verlogenes Rückgrat. Ich zünde die Städte an, die dich nicht kennen. Ich lote den Himmel, befrage die Meere und bringe dir Kunde, die tief in der Mitte sich schließt wie ein Ring um dein endloses Wesen.
Du hast meine Stimme. Du hast meine Wunde. Du hast mein Versprechen, das blutet und wach ist: Ich werde dich tragen durch Stürme und Moore. Ich bleibe bei dir bis zur dämmernden Stunde. Die Kerze wird brennen, solange sie Wachs ist.“













