Tag der Arbeit
Sagt man heute noch „Arbeiter“? Gott bewahre! Auch „Angestellter“ ist heute niemand mehr, dank gewerkschaftlicher Schönsprech-Glattbügelei. Alle sind nun Mitarbeiter. Genauer gesagt „Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen“. Auch wieder falsch, „Mitarbeitende“ soll es nun lauten, man kommt kaum noch hinterher So retten sich in den Ansprachen und Betriebsversammlungen die Verantwortlichen in die Welt der Political Correctness. Und leisten ihren Beitrag zu Verhunzung der Sprache ebenso wie zur Unklarheit, von was gerade geredet wird. Denn auch die Führungskräfte, Manager, Chefs und meist sogar die Leiharbeiter der Fremdfirmen sind nun alles „Mitarbeiter_innen“ (oder „Mitarbeiterx“?). Blöd ist das für die klassische Arbeiterpartei - die gute alte SPD. Ihr ist per Sprachregelung einfach die Basis verloren gegangen. Mitarbeiter- und Mitarbeiterinnenpartei klingt auch nicht richtig topp. Und so versucht die Sprachregelung irgendwie in eine unklare Zukunft zu springen und die Arbeiterpartei ist im vorherigen Jahrhundert hängengeblieben. Dumm gelaufen. Und die MitarbeiterX, MitarbeiterInnen oder Mitarbeitenden im Unternehmen? Glaubt ein Management wirklich, daß –wenn es Mitarbeiter so anspricht- noch ernst genommen wird?













