Heute Abend bei Frontal 21: Shell bei Köln! Wir berichteten http://arbeitsunrecht.de/frontberichte-45-kw-kauth+shell/#anker02 darüber, dass die Leitung, aus der 1,2 Millionen Liter Kerosin ins Erdreich sickerten, 1942 (!!!) verlegt wurde. "Alter habe mit Sicherheit nichts zu tun", sagte Shell-PR-Mann Constantin von Hoensbroech dazu. Auch auf das Grundwasser sollen die 1,2 Millionen Liter keinerlei Auswirkungen haben. Das ist toll, wenn man bedenkt, dass jedes Schulkind lernt, dass 1 Tropfen Öl 600 Liter Wasser vergiften kann. * Zu den im November 2013 verunglückten "Fremdarbeitern" liegt nach wie vor keine Information über deren Gesundheitszustand und Verbleib vor. Von welcher Firma kamen sie? Leben sie noch? Sicher ist nur, dass ein Arbeiter mit dem Rettungshubschrauber nach Köln gebracht wurde. * Im Januar 2014 ging bei Shell ein Toluol-Tank in Flammen auf. Freudvoll wurde verkündet, dass in der Umgebung kein Toluol gefunden wurde. Wie denn auch??? Das war ja schließlich verbrannt!
Das Hauptproblem bei der Verbrennung von Toluol ist die starke Rußbildung. Es dürften sich auch Kondensationsprodukte von Toluol mit mehreren Benzolringen im Molekül (im Chemikerdeutsch "annellierte Aromaten") gebildet haben, die fast alle kanzerogen sind. Wer die Fotos der pechschwarzen Rauchwolke, die über einigen Kölner Stadtteilen niederging kennt, mag sich seine Gedanken machen. * Es wird Zeit, dass die benachbarten Gemeinden aus ihrem Dornröschenschlaf erwachen! Es wird Zeit, dass der Shell-Betriebsrat sich endlich zu den Arbeitsumständen und der Sicherheit bei Shell Rheinland äußert.