5. März 2024
Schlüssel, Schlösser, Türen, Fort Knox
Ich benutze seit vielen Jahren für alle halbwegs relevanten Zugangsdaten eine Mehrfaktor-Authentifizierung. Eine Zeitlang war der geforderte "zweite Faktor" bei vielen Logins ein Code, der mir per SMS an mein Handy zugesandt wurde. In den letzten Jahren wurde dieser nahezu überall von einer Smartphone-App, einem Authenticator, abgelöst.
Nur mein Arbeitgeber konnte bisher keine solche Mehrfaktor-Authentifizierung implementieren; es scheint schwierig zu sein.
Ich habe mich darüber in den letzten Jahren oft beschwert und habe dringend darum gebeten, dass auch wir gängige IT-Standards befolgen sollten. Nun wurde unsere IT tätig und hat – endlich – auch bei uns MFA eingeführt.
Das Einloggen funktioniert seit heute also folgendermaßen:
Schritt 1: Ich logge mich an meinen Laptop mit Benutzernamen und Passwort (erster Faktor) ein. Schritt 2: Dann starte ich das VPN-Programm am Laptop. Dort logge ich mich mit einem anderen Benutzernamen und Passwort (zweiter Faktor?) ein. Schritt 3: Nun öffnet sich ein Browser mit einem weiteren Authentifizierungs-Fenster. Dort gebe ich einen weiteren Benutzernamen und das zugehörige Passwort (dritter Faktor?) ein. Im Browserfenster wird jetzt eine zweistellige Zahl angezeigt, gleichzeitig meldet sich die Authenticator-App an meinem Smartphone. Schritt 4: Ich entsperre mein Smartphone (zweiter Faktor!) mit meinem Fingerabdruck (noch ein Faktor) und öffne die Authenticator-App. Schritt 5: Dort muss ich die auf meinem Laptop im Browserfenster angezeigte zweistellige Zahl eingeben. Schritt 6: Nun muss ich die Freigabe des Logins noch einmal mit meinem Fingerabdruck auf dem Smartphone in der Authenticator-App bestätigen (weiterer Faktor?) - und schon bin ich am Laptop eingeloggt.
Jaja, IT-Sicherheit kann in Fort Knox schon als unbequem empfunden werden.
(Molinarius)












