Stark und eigenständig zu sein, bedarf Mut und harter Arbeit.

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Stark und eigenständig zu sein, bedarf Mut und harter Arbeit.
Macht kaputt, was euch kaputt macht
Ton Steine Scherben
Das Recht auf Selbstbestimmung
Wir Menschen sind für gewöhnlich so gestrickt, dass wir es allen Recht machen wollen.
Aber wieso?
Wieso ist es so wichtig, Menschen zu gefallen?
Warum will man mit jedem gut stehen?
Wo ist der Sinn dahinter, es allen Recht machen zu wollen, wenn es doch letztenendes niemals funktionieren wird?
Wir wollen keine Feinde.
Wir denken, das macht das Leben einfacher, unkomplizierter.
Aber das stimmt nicht.
Man wird unglücklicher.
Der Mensch kann nicht autonom leben, wenn er versucht, die Anforderungen anderer zu erfüllen.
Und wenn der Mensch nicht autonom leben kann, hat das Auswirkungen auf seine Psyche und somit sein Wohlbefinden.
Es macht den Menschen nicht glücklich, sich so zu verhalten, wie es andere von ihm erwarten.
Egoismus ist zu einem gewissen Grad überlebenswichtig.
A: "Finden Sie es ok, dass man da einen Mercedes anzündet?” B: “Das ist ein BMW!”
<4
Inhalt:
In ,,Freiheit gestreift'' wird das Knastsystem auf einer kritischen Weise thematisiert.
Dabei wird das System an sich in den ersten Kapiteln auseinandergenommen. In den Teilen spricht der Herausgeber bezüglich der Knäste von einer Aussortierung von ,,Unnormalen'' und ,,Unproduktiven'' und der fehlenden Transparenz für den normalen Bürger.
Auch klagt das Buch die Politik an, die sich nicht damit beschäftige, die Wurzeln der Probleme (wie zum Beispiel das der Klassenunterschiede) zu suchen und zu beheben, sondern nur weitere Gefängnisse baue, um zu Gehorsam und Disziplin zu zwingen.
Auch stellt man dem Leser die Frage, ob es nicht die Gesellschaft ist, die Kriminalität produziert.
Neben diesen Informationen werden in den darauffolgenden Kapiteln die Knastrevolte in Santa Fu um 1990 aus verschiedenen Perspektiven geschildert, um uns einen Einblick in das Knastsystem und in dessen Ablehnung zu ermöglichen.
Meine Meinung: Empfehlenswert (4/5)
Ehrlich gesagt, habe ich mir vorher nie wirklich darüber Gedanken gemacht, was an Knästen so falsch sein könnte. Und genau das ist das Problem, dass man die Knäste so an den Rand der Gesellschaft stellt, dass man sich am liebsten gar keine Gedanken machen sollte.
Somit hat mich das Thema anfangs nicht interessiert, da ich wie gesagt nie darüber nachgedacht habe, was man mit Verbrechern in unserer Gesellschaft tut.
Doch ich dachte, ich les mir das Buch mal durch. Ohne viel von dem Inhalt zu verraten, kann ich sagen, dass es sich gelohnt hat. Denn das Buch ist unglaublich interessant geschrieben und hinterfragt nicht nur Knäste an sich, sondern auch den Staat. Was mir (in meinem Fall) noch gefallen hat, war dass es einen starken Bezug zu Hamburg hatte (die Knastrevolte fand in Hamburg statt) und es deshalb noch erstaunlicher war, dass nie etwas davon hörte (Hamburgerin seit 18 Jahren).
Die spannendsten Kapiteln waren die, wo die Knastrevolte geschildert wurden, aber auch die Interviews zu der Knastrevolte haben dem Leser geholfen, die Situation besser zu verstehen und nachzuvollziehen.
Der einzige Minuspunkt war, dass die Interviews teilweise zu lang waren. Zu Erwähnen ist noch, dass das Buch an manchen Stellen zensiert wurde und trotz allem aussagekräftig blieb.
-Lisa
Renault macht weiter Tempo in Sachen "Autonomes Fahren"
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Der Traum ist aus!
Aber ich werde alles geben, daß er Wirklichkeit wird.
Ton Steine Scherben