"Hetero ist keine Pflicht, doch homophob ist wiederlich."
-Swiss | linksradikaler Schlager
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"Hetero ist keine Pflicht, doch homophob ist wiederlich."
-Swiss | linksradikaler Schlager
Homeoffice ist ja eigentlich nichts anderes als Dauergebumse. Jedenfalls für uns Linksradikale.
Inhalt:
In ,,Freiheit gestreift'' wird das Knastsystem auf einer kritischen Weise thematisiert.
Dabei wird das System an sich in den ersten Kapiteln auseinandergenommen. In den Teilen spricht der Herausgeber bezüglich der Knäste von einer Aussortierung von ,,Unnormalen'' und ,,Unproduktiven'' und der fehlenden Transparenz für den normalen Bürger.
Auch klagt das Buch die Politik an, die sich nicht damit beschäftige, die Wurzeln der Probleme (wie zum Beispiel das der Klassenunterschiede) zu suchen und zu beheben, sondern nur weitere Gefängnisse baue, um zu Gehorsam und Disziplin zu zwingen.
Auch stellt man dem Leser die Frage, ob es nicht die Gesellschaft ist, die Kriminalität produziert.
Neben diesen Informationen werden in den darauffolgenden Kapiteln die Knastrevolte in Santa Fu um 1990 aus verschiedenen Perspektiven geschildert, um uns einen Einblick in das Knastsystem und in dessen Ablehnung zu ermöglichen.
Meine Meinung: Empfehlenswert (4/5)
Ehrlich gesagt, habe ich mir vorher nie wirklich darüber Gedanken gemacht, was an Knästen so falsch sein könnte. Und genau das ist das Problem, dass man die Knäste so an den Rand der Gesellschaft stellt, dass man sich am liebsten gar keine Gedanken machen sollte.
Somit hat mich das Thema anfangs nicht interessiert, da ich wie gesagt nie darüber nachgedacht habe, was man mit Verbrechern in unserer Gesellschaft tut.
Doch ich dachte, ich les mir das Buch mal durch. Ohne viel von dem Inhalt zu verraten, kann ich sagen, dass es sich gelohnt hat. Denn das Buch ist unglaublich interessant geschrieben und hinterfragt nicht nur Knäste an sich, sondern auch den Staat. Was mir (in meinem Fall) noch gefallen hat, war dass es einen starken Bezug zu Hamburg hatte (die Knastrevolte fand in Hamburg statt) und es deshalb noch erstaunlicher war, dass nie etwas davon hörte (Hamburgerin seit 18 Jahren).
Die spannendsten Kapiteln waren die, wo die Knastrevolte geschildert wurden, aber auch die Interviews zu der Knastrevolte haben dem Leser geholfen, die Situation besser zu verstehen und nachzuvollziehen.
Der einzige Minuspunkt war, dass die Interviews teilweise zu lang waren. Zu Erwähnen ist noch, dass das Buch an manchen Stellen zensiert wurde und trotz allem aussagekräftig blieb.
-Lisa
Es war ein Ende mit Ansage und kam dennoch zu plötzlich. Am Tag vor Silvester hast du uns verlassen: Thorsten Burkhardt, besser als der Egotronic-Frontmann Torsun bekannt. Mit 49 Jahren bist du gestorben, an Krebs. Du warst ein eher unwahrscheinlicher Verbündeter der jüdischen Communitys in Deutschland: ein linksradikaler Punk, drogenaffin und deutschlandfeindlich im besten Sinne.
Deutschlandfeindlich, weil du nie davor zurückschrecktest, deutsche Zustände anzuprangern – den Autoritarismus der sogenannten Mitte, Nazis in Sicherheitsbehörden, faschistische Kontinuitäten im postnationalsozialistischen Deutschland oder auch den Antisemitismus unter Linken. »Der Krieg ist längst vorbei / Fühlst dich als Deutscher frei / Was soll der Scheiß mit der Vergangenheit / Warst nicht dabei«, so sangst du etwa 2011 im Song »Tolerante Nazis«.
Und drogenaffin, weil es wahrlich genug Gründe für einen lähmenden Pessimismus gäbe, du dich aber nie von denen zermürben ließt und stattdessen immer einen Grund fandest, das Leben trotzdem regelrecht zu feiern: »Raven gegen Deutschland«, so lautet der Titel des vielleicht bekanntesten Songs deiner Band. Tanzen als Therapie. Du lebtest immer in dem Moment.
Du hast Antisemitismus bekämpft wie kein anderer in der deutschen Punkszene: unermüdlich, standhaft, konsequent. Du wurdest zur Ikone der israelsolidarischen Linken. Schon 2003 schriebst du im Song »Möllewahn«, 2015 auf dem Album Egotronic c’est moi! erschienen, vorausschauende Zeilen, die so klingen, als wären sie erst am 8. Oktober 2023 geschrieben worden, dem Tag nach dem Massaker der Hamas gegen Israel: »Deutschland schreit auf gegen Israel / Sie haben dort einen Völkermord entdeckt / Und gegen Fakten völlig resistent / Nur dürftig das Ressentiment versteckt.«
Thorsten Burkhardt, ein "unwahrscheinlicher Verbündeter der jüdischen Communitys", ist tot
Bei Razzien gegen die Neonazigruppe "Aryan Circle Germany" stellte die Polizei zahlreiche Beweismittel sicher. Nach SPIEGEL-Informationen gingen einige davon wieder verloren.
Verfolgung auf Lebenszeit und bis nach Caracas
Deutscher Linksradikaler wird nach über 20 Jahren in Venezuela trotz laufenden Asylantrags von Interpol festgenommen
"An ihrem Verfolgungswillen lässt die BAW auch 25 Jahre nach den Taten keine Zweifel. Am 19. August 2019 haben die Bundesanwälte einen neuen internationalen Haftbefehl erlassen, der zur Festnahme Krauths führte. Dabei sind fast alle Schuldvorwürfe wie etwa Brandstiftung und die Mitgliedschaft in einer terroristischen Vereinigung längst verjährt. Die BAW hält jedoch an einem fragwürdigen Straftatbestand fest: der Verabredung zu einem Sprengstoffverbrechen. Dieses Verbrechen hat eine absolute Verjährungsfrist von 40 Jahren. »Es ist absurd, dass die Frist für die Verabredung länger ist, als die aller anderen Taten, die zeitlich später stattfanden«, kritisiert die Rechtsanwältin Silke Studzinsky, die in dem Verfahren Heidbreder vertritt. Doch davon lässt sich die BAW nicht beeindrucken."
Luftblase
Wie so oft in den vergangenen Wochen, frage ich mich an diesem Tage; ist die Veränderung doch noch viel weiter entfernt als erhofft? Schlafen immer noch mehr, als das aufgewacht sind?
Ist in meinem Freundes-Freundes-Kollegenkreis die Veränderung so oft spürbar und ziehen die Wellen sichtbar immer weitere Kreise, egal ob still und leise oder laut und deutlich. Der Point-Of-No-Return ist bei vielen von ihnen erreicht. „So geht es nicht weiter“, lautet die Devise und man packt an. Ändert sich, verändert Gepflogenheiten und schreibt vielleicht sogar seine Lebensgeschichte etwas um. Was für eine wunderbare Luftblase, aus der ich gar nicht aussteigen möchte.
Und dann hört man sie wieder. Die Schlafenden. Beim Warten in der Arztpraxis, im Café um die Ecke, die Kollegen im Pausenraum. All dieses Gedankengut, diese Wortfetzen; so unglaublich furchteinflössend. Und ich bange wieder um unsere Zukunft, unserer Kinder und Kindeskinder Zukunft. Und ich möchte euch schütteln, euch alle, damit ihr endlich aufwacht!
Auch wenn ich dafür aus meiner Luftblase aussteigen muss. Vielleicht setze ich meinen Fuss dieses Mal noch alleine zu euch Schlafenden, aber beim nächsten Mal wird mir jemand die Hand reichen, um mit mir aus der Luftblase zu steigen. Um gemeinsam Veränderung zu bringen und euch aus euren wütenden Träumen zu reissen. Vielleicht auch, um einige von euch in unserer Luftblase aufzunehmen. Bis diese berstend platzt und spätestens dieser Knall wird euch alle aufwecken.
Arbeit wird stressiger, sagt SPD-Generalsekretär Lars Klingbeil. Er fordert ein Grundeinkommensjahr: eine Auszeit, in der Beschäftigte 1.000 Euro pro Monat bekommen.
Noch ein #linksradikaler in der #spd #grokoderliebe