🍺 Franken bleibt Bierland! Beim großen Brauereien-Gipfel überzeugte Schanzenbräu mit Rotbier die Jury – das Publikum krönte Gampertbräu. Handwerk, Geschmack & Heimatgefühl in Bestform. #Bierkultur #Franken #Schanzenbräu #Gampertbräu #Consumenta
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🍺 Franken bleibt Bierland! Beim großen Brauereien-Gipfel überzeugte Schanzenbräu mit Rotbier die Jury – das Publikum krönte Gampertbräu. Handwerk, Geschmack & Heimatgefühl in Bestform. #Bierkultur #Franken #Schanzenbräu #Gampertbräu #Consumenta
Bierportrait Schwarzbier Schwarzbier ist – wie der Name schon sagt – ein sehr dunkles und fast schwarzes Bier mit einer langen Tradition und einem intensiven Aroma. Ganz sicher hast du schon Schwarzbier getrunken – möglicherweise hast du als Hobbybrauer auch bereits ein Rezept ausprobiert. Ganz bestimmt findest du hier ein paar spannende Fakten rund um das Schwarzbier, die du noch nicht kanntest. Denn Schwarzbier ist in der Tat ein ganz besonderes Bier – mit vielen Variationen. Was versteht man unter Schwarzbier? Schwarzbier ist ein sogenanntes Vollbier. Es zählt zu den untergärigen Biersorten. Die dunkle Farbe bekommt es durch die Verwendung von dunklen Spezial-Braumalzen. Teilweise wird bei der Herstellung auch noch Röstmalz hinzugefügt, das ebenfalls Einfluss auf die Farbe hat. Der Alkoholgehalt von Schwarzbier liegt zwischen 4,5 und 5,5 Prozent, die Stammwürze zwischen 11,5°P und 13°P und der IBU-Wert, mit dem die Färbung gemessen wird, zwischen 20 und 30. Warum ist Schwarzbier so dunkel? Für die dunkelbraune bis schwarze Farbe des Schwarzbiers sorgen die Röstmalze, die in der Regel aus Gerste hergestellt werden. Nach der Keimung werden diese zunächst bei niedriger Hitze und dann nochmal bei stärkerer Hitze gedarrt. Du kennst das Prinzip des Röstens. Wird beispielsweise Toast nur kurz geröstet, bleibt es blass. Je länger es der Hitze ausgesetzt wird, desto dunkler wird es. Mit dem Röstmalz verhält es sich ebenso. Durch die Röstdauer verändert sich die Farbe, mit direkter Auswirkung auf das Aroma des Bieres. Mumme: Der Ursprung des Schwarzbiers Das Schwarzbier hat seinen Ursprung im Osten Deutschlands – genauer gesagt in Braunschweig. Zunächst wurde es unter dem Namen „Mumme“ gebraut – noch ohne Reinheitsgebot. In mehreren Braunschweiger Brauereien wurde es bereits im Mittelalter hergestellt. Es war ein dunkles Bier mit hohem Malzgehalt, das im Jahr 1390 erstmals nachweislich auf einer Rechnung erwähnt wurde.Fast 300 Jahre später – im Jahr 1675 – gab es neben der einfachen Mumme noch die dickflüssige Segelschiff-Mumme, die länger haltbar war und einen deutlich höheren Alkoholgehalt vorzuweisen hatte – perfekt für lange Schiffsreisen. Die ursprünglichen Rezepte sind heute nicht mehr bekannt.Seit dem 18. Jahrhundert versteht man unter der Braunschweiger Mumme ein alkoholfreies Malzgetränk, das sich bis heute zu einem süßen und zähflüssigen Extrakt ohne Alkoholgehalt weiterentwickelt hat. Verwendet wird es heute vor allem zur geschmacklichen Verfeinerung von Wurst, Käse, Gebäck und auch Bier.In der DDR war das Schwarzbier dann ein echter Exportschlager und wurde später als Brauspezialität des Ostens bekannt. Besonders beliebt war das Schwarzbier in Ungarn. Wie gesund ist Schwarzbier? Regelmäßiger Alkoholkonsum ist und bleibt ungesund. Dennoch kann Schwarzbier mit Eigenschaften punkten, die sich positiv auf die Gesundheit auswirken können. Dunkles Bier enthält nämlich Kalium, Kalzium, Phosphor, Magnesium und Folsäure. Früher wurde Schwarzbier zur Stärkung und Kräftigung verwendet. Außerdem sollte es bei Magenbeschwerden, Zahnschmerzen und Gicht helfen.Grundsätzlich hört man immer wieder, dass dunkles Bier gesünder als helles Bier sein soll. Stimmt das? Nun, zumindest konnte nachgewiesen werden, dass dunkles Bier deutlich mehr Eisen enthält als es bei hellen Biersorten der Fall ist. Als gesündestes Bier gilt allerdings ein alkoholfreies und ungefiltertes Bier. Durch das Filtern gehen nämlich eine Vielzahl an Mineralstoffen, Vitamine und Polyphenole verloren, die an Hopfen- und Hefeteilchen gebunden sind. Was ist der Unterschied zwischen Dunkel- und Schwarzbier? Bis zum Ende des 19. Jahrhunderts wurde mehr dunkles als helles Bier getrunken. Erst nach und nach wurden die dunklen Biersorten verdrängt und das helle Bier, wie z.B. Pils oder Weizenbier, verbreitete sich mehr und mehr und gewann an Beliebtheit. Als Dunkelbier bezeichnet man verschiedene dunkle Biersorten wie auch das Schwarzbier, das dunkle Hefeweizen, das dunkle Bockbier, das Rauchbier und das Malzbier. Was ist der Unterschied zu Stout oder Porter? Zwar zählt das Schwarzbier wie auch das Stout und das Porter zu den dunklen, deutschen Lagerbieren, es unterscheidet sich von diesen dennoch in einigen Punkten. Zunächst einmal ist da der entscheidende Unterschied bei der Herstellung. Schwarzbier wird mit untergäriger Hefe gebraut, die keine hohen Temperaturen benötigt. Außerdem ist es zwar dunkel, aber nicht so schwarz wie beispielsweise das Stout. Hältst du ein Schwarzbier gegen das Licht, kannst du einen rötlichen Schimmer erkennen. Was ist das beste Schwarzbier? Das in Stralsund gebraute Störtebeker Schwarzbier wurde in den Jahren 2010 und 2011 mit dem European Beer Star ausgezeichnet und zählt somit zu den besten Schwarzbieren Europas. Am bekanntesten ist allerdings weiterhin das Köstritzer Schwarzbier, das bereits seit 1543 dort gebraut wird und somit eine lange Geschichte und Tradition vorweisen kann. Wie schmeckt Schwarzbier? Die Gerstenmalze im Schwarzbier – dunkle Braumalze und Röstmalz – dominieren den Geschmack des kräftigen Bieres. Im Vordergrund stehen dabei die Süße, sowie teils intensive Röstaromen. Das Schwarzbier gilt als malzig und nussig. Vielleicht fühlst du dich beim Genuss von Schwarzbier sogar ein wenig an Schokolade, Lakritz, Mohn oder Kaffee erinnert. Obwohl beim Brauen auch Hopfen zum Einsatz kommt, schmeckt es nur sehr dezent bitter.Im Gegensatz zu anderen dunklen Biersorten wie Stout, Starkbier oder Porter ist das Schwarzbier eher leicht. Die perfekte Trinktemperatur von Schwarzbier liegt bei ca. 8° C. So entfalten sich die Aromen am besten und du erfährst ein besonderes Geschmackserlebnis. Besonders beliebt ist das Schwarzbier in den kalten Wintermonaten.Tipp: Durch die lange Haltbarkeit eignet sich das Schwarzbier für die Lagerung über mehrere Jahre. In dieser Zeit entwickelt es sich auch geschmacklich weiter. In welchem Glas serviert man Schwarzbier? Schwarzbier wird traditionell aus einem sogenannten Schwarzbierpokal getrunken. Optisch ähnelt er der Pilstulpe. Kann man Schwarzbier zum Kochen verwenden? Allerdings kannst du das. Schwarzbier eignet sich tatsächlich hervorragend zum Kochen von deftigen Gerichten wie zum Beispiel Biergulasch oder einer würzigen Schwarzbiersauce, die sowohl zu Steaks als auch zu einem saftigen Schweinebraten passt. Auch mit Wild harmoniert das dunkle Bier perfekt. Die dezente Bitterkeit des Hopfenanteils stört kaum. Die malzige Süße kommt beim Kochen wunderbar zur Geltung und eignet sich auch als Marinade für das nächste Grillfest.Und sogar zum Backen kannst du das Schwarzbier verwenden. Selbstgebackene Schwarzbierbrötchen oder ein frisches Vollkornbrot mit Schwarzbier schmecken sowohl zum Frühstück als auch zum Abendbrot und bringen Abwechslung auf den Tisch. Schwarzbier selber brauen? Probiere doch als Hobbybrauer mal deine eigenen Schwarzbierrezepte aus. Das Schwarzbier ist ein ideales Winterbier und es passt zu vielen festlichen Gerichten. Dem Schwarzbier sehr ähnlich ist unser beliebtes Hobbybrauer Dunkel.Wir finden, hiermit kannst du dich gut in die hohe Kunst des Schwarzbierbrauens herantasten. Das dunkle Hobbybrauer ist mild und natürlich malzig und aromatisch. Die Rezeptur hat eine Stammwürze von 12,5 Prozent und einen Alkoholgehalt von 4,9 Prozent. Es passt ideal zu Rinderbraten, saftigen Steaks, zu Wildgerichten – aber auch zur würzigen und abwechslungsreichen Käseplatte. 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Welches Bier trinkt man in Belgien? Faszination belgisches Bier! Kaum jemand kann sich der Vielfalt dieser Bierkultur entziehen. Bis heute stehen die über 1.000 Sorten für Freude an der Braukunst. Auf ein Reinheitsgebot wie hier in Deutschland wird dezent gepfiffen und stattdessen der Nase nach gebraut. Diese vogelfreie Fantasie der Braumeister*innen führt zu einer nie gekannten Fülle. Es verwundert dadurch nicht, dass belgisches Bier seit 2016 zum UNESCO-Weltkulturerbe gehört. Irgendwo zwischen Lambic, Champagner-, Stark- und Witbier findet hier jeder Mensch schnell einen Favoriten, der den eigenen Geschmack bereichert. Warum ist Belgien für Bier bekannt? Bis heute werden zur Herstellung der schmackhaften Gerstensäfte alle vier Varianten der Gärung genützt. Anders würde sich die optische und geschmackliche Fülle der belgischen Biere nicht bewerkstelligen lassen. - Niedrige Gärung: Pils und Lager sind typische Vertreter untergäriger Biersorten. Beide lieben es kühl und langsam. Und obwohl die belgische Craftbier Szene reich an Experimenten ist, führt das gute alte Pils immer noch die Verkaufslisten an. - Gärung mit belgischer Spezialhefe: Alkoholtoleranz lautet das Stichwort. Anders könnten Starkbiere wie das Tripel nicht gebraut werden. - Wilde Gärung: Das Lambic wird nicht mit extra zugegebener Hefe vergoren. Stattdessen lagert der Trunk in offenen Trögen mit großer Oberfläche. Die Umgebungsluft transportiert auf natürlichem Weg genügend wilde Hefen, um eine spontane Gärung in Kraft zu setzen. - Gemischte Gärung: Ein fertig vergorenes Bier wird in Holzfässern für mehrere Monate bis Jahre gelagert. Dadurch säuert sich das Gebräu leicht an, ähnlich wie bei der reinen wilden Gärung.Wie viele belgische Biere gibt es? Die kurze Antwort lautet: unzählige! Die belgische Braukunst strotzt nur so vor Vielfalt und kreativen Namen. Der Grund dafür ist schnell erklärt. Im Jahre 1919 trat das berüchtigte Vandervelde-Gesetz in Kraft. Es verbot den Bars den Verkauf von Spirituosen und anderen Getränken mit über 18 % Alkohol. Selbstverständlich war die Empörung groß und eine Alternative musste her. Warum nicht eine eigene Bierreihe mit erhöhtem Alkoholgehalt kreieren? Gesagt, getan und das Schlupfloch kreativ genützt! Und ohne Rum, Whiskey und Co. konnten sich die drehzahlreichen Biersorten schnell ein Monopol erarbeiten. Dies legte den Grundstein der Starkbierkultur. Zwar wurde das Gesetz 1983 wieder aufgehoben, die Sortenvielfalt blieb aber bestehen.Heute regieren in Belgien zwei Platzhirsche die Brauereilandschaft: zum einen die weltweit bedeutsamste Brauereigruppe ABInBev und zum anderen Heineken, das dir als Biertrinker*in ohnehin ein Begriff sein wird. Obwohl beide das größte Stück vom Kuchen abbekommen, existieren daneben noch rund 280 Kleinbrauereien. Diese produzieren etwa 500 Sorten belgisches Bier. Rechnest du nun alles zusammen und ergänzt die Liste um Spezialbiere und Craftbier, erhältst du sage und schreibe über 1.000 Varianten!Warum ist belgisches Bier so teuer? Diese Frage erübrigt sich beim Blick auf den Aufwand, den manche Brauereien betreiben. Um sich gegen die Großen zu behaupten, ist ihnen kein Experiment zu schade und kein Geschmack zu abgefahren. Diese brautechnische Handwerkskunst und Finesse wollen auch entlohnt werden. Dementsprechend hoch sind die Preise für Craftbier und belgische Bierspezialitäten in den Kneipen und Bars: Zwischen 4 und 10 Euro musst du rechnen – je nach Region und Exklusivität. Was es mit dem berühmten Trappistenbier auf sich hat Wer in Belgien Urlaub macht, kommt am Trappistenbier nicht vorbei. Viele Menschen bezeichnen es fälschlicherweise als Bierstil. Dabei ist dieser Name eine besondere Auszeichnung, die mittlerweile nur mehr zwölf Brauereien weltweit führen dürfen. Wer das sechseckige „Authentic Trappist Logo“ auf seiner Tür prangen sehen will, dessen Gebräu muss folgende Auflagen erfüllen: - Der Brauprozess muss innerhalb von Klostermauern erfolgen. - Die Trappistenmönche müssen diesen beaufsichtigen. - Der Verkauf des Gebräus darf keinen Gewinn erzielen, sondern lediglich die Kosten des Klosters decken. Überschüsse gehen zu 100 % an karitative Einrichtungen.Das erklärt, warum Trappistenbier als Rarität gehandelt wird und dabei so vielfältig sein kann. Obwohl es noch rund 40 Kloster gibt, brauen davon nur 12. Allein sechs davon befinden sich in Belgien. Deswegen ist Trappistenbier aus der Biergeschichte dieses Landes nicht wegzudenken. Wie schmeckt belgisches Bier oder: die wichtigsten Stile der Braukultur! - Pils – hell, bis 5 % Alkohol, deutlich bitter mit dezenter Frucht - Dubbel – dunkel, bis 8 % Alkohol, malzig bis leicht fruchtig - Tripel – hell, bis 100 % Alkohol, malzig mit geringer Süße und Bitterkeit - Quadrupel – bis 15 % Alkohol, stark malziger Geschmack - Witbier – helles Weizenbier, bis 5 % Alkohol, fruchtig und leicht säuerlich - Amber/belgisches Ale – bernsteinfarben, bis 5 % Alkohol, süffig und vollmundig mit Karamell - Lambic – variable Farbe, bis 5 % Alkohol, säuerlich-ursprünglicher Geschmack - Geuze – Mischung aus zwei unterschiedlich alten Lambic Sorten - Faro – Geuze mit Kandiszucker, gärt in der Flasche weiter - Fruchtbier: Lambic oder Geuze mit ganzen Früchten vergoren, z. B. Kriekbier - Rotbier – rötlich, bis 5 % Alkohol, fruchtig-sauer durch Reifung im Eichenfass - Bière de Champagne – Jungbier mit Weinhefe vergoren, von hell bis dunkelBelgische Biere trinken und genießen Wie du belgisches Bier am besten trinkst, ist vom jeweiligen Stil abhängig. Während ein Pils ganzjährig bei Kühlschranktemperatur einem klassischen Bierglas ideal sein Aroma entfaltet, sollte ein Tripel zwischen 6 und 10 °C aus einem Kelch genossen werden. Wild Vergorenes wie Lambic und Geuze mögen es um die 5 °C am liebsten. Ihre säuerlichen Noten erfrischen deine Kehle im Sommer und freuen sich über fischige Begleitung aus dem Meer.Dubbel, Tripel und Quadrupel als Starkbiere lassen sich am besten genießen, wenn es draußen ungemütlich wird. Der malzige Geschmack harmoniert wunderbar mit weihnachtlichen Keksen oder winterlichen Eintöpfen. Lass dich nicht hinreißen und trinke einen dieser Gesellen gegen den Durst! Er wird dir sofort zu Kopf steigen und der Genuss ist dahin! Trinke diese belgischen Biere ganz bewusst und lasse dir jeden Schluck langsam über den Gaumen gleiten.Generell musst du dir aber keine Sorgen über den optimalen Genuss belgischer Bierspezialitäten machen. Denn wenn du in einem der zahlreichen Biercafés Platz nimmst, bekommst du dein Gebräu immer passend temperiert und im idealen Glas serviert. Welches ist das beste belgische Bier? Diese Antwort kann dir nur dein Gaumen geben. Fakt ist: Die belgische Bierkultur lebt und wird in Städten wie Brüssel oder Brügge täglich gepflegt. Es ist nicht einfach nur ein beliebtes Getränk, sondern prägt das Lebensgefühl einer ganzen Nation. Wir sagen Proost und freuen uns auf den nächsten Ausflug quer durch die Vielfalt der hiesigen Bierkarte! Braustart jetzt! Mit deinem kostenlosen Bierbraubuch dein eigenes Bier brauen! Hier klicken
Winterbier nach Wikinger Art Der Winter ist da – und mit ihm die kalten Temperaturen. Während du im Sommer gern ein kühles und erfrischendes Bier im schattigen Biergarten genießt, ist dir in den dunklen Wintermonaten womöglich eher nach einem wärmenden Glühwein zumute. Du bist kein Weintrinker? Dann steig auf das Winterbier um. Denn das schmeckt und wärmt auch bei kühlen Temperaturen. Immerhin hat es seinen Ursprung bei den Wikingern – und die Nordmänner kannten sich mit Met, köstlich gewürztem Winterbier und Minusgraden aus. Winterbiere boomen übrigens schon seit ein paar Jahren. Praktisch jede Brauerei hat ihr eigenes winterliches Bockbier, Weihnachtsbier oder Adventsbier. Stellt sich natürlich die Frage, was denn nun ein echtes Winterbier ausmacht? Denn das sollte ja mehr sein, als das Wort Winter auf dem Etikett? Hier lohnt sich ein Exkurs zu den Wikingern und ihrer ganz speziellen Braukunst. Und wie kannst du dein eigenes Winterbier nach Wikinger Art herstellen? Alles dazu hier: Was macht ein Winterbier aus? Winterbiere – also die Biersorten, die im Winter besonders gern gebraut und getrunken werden – haben schon einen deutlich anderen Geschmack als das Bier, das du im restlichen Jahr bevorzugen würdest. Als Bierkenner schmeckst du das heraus. Doch warum ist das so? Nun, das hängt auch mit der Tatsache zusammen, warum du im Winter lieber deftiges Essen verspeist als im Sommer. Rund ums Jahresende, wenn es draußen kalt und dunkel wird, schmecken uns Suppen, Eintöpfe oder der gute alte Sonntagsbraten der Oma mit Klößen und Rotkohl. Deftig und schwer darf auch das Bier im Winter sein. Das dachten sich schon die alten Wikinger. Bestimmte Gewürze kamen ins Bier, aber auch Honig, Nüsse oder Früchte. Viele dieser Aromen erinnern uns an Weihnachten. So wie Zimt, Lebkuchengewürze und Koriander. Du als Bierkenner und Hobbybrauer denkst sicher: “Winterbier ist kein eigener Bierstil.'' Klar, vielmehr beschreibt der Begriff Winterbier (oder auch Weihnachtsbier und Festbier) die Biersorten, die speziell für die kalten Tage im Jahr gebraut werden und auch nur dann erhältlich sind. Meist nur für wenige Wochen im Jahr. Typisch für das Winterbier ist dabei der hohe Alkoholgehalt und der kräftige Geschmack. Winterbier ist in der Regel dunkel, malzig und würzig. So wie Bockbier, Irish Stout, Gewürzbier oder Rauchbier. Auch warm lässt sich Bier im Winter genießen – als wärmendes Glühbier. Dieses wird auf den Weihnachtsmärkten immer beliebter und löst je nach Region schon fast den Klassiker Glühwein ab. Die Geschmacksrichtungen beim Gühbier sind vielfältig, sie reichen von fruchtig über herb bis honigartig süß und laden zu aromatischen Experimenten ein. Welches Bier haben die Wikinger getrunken? Die Wikinger stammten aus Skandinavien und waren mit dem rauen, kühlen Klima vertraut. Nicht nur das Klima war rau – sie galten auch als raues Volk. In den Legenden und Geschichten waren die Wikinger groß, stark, ausdauernd und aktiv. Außerdem verbrachten sie viel Zeit auf dem Wasser. Meistens waren sie wochen-, monate- oder sogar jahrelang unterwegs. Eine Fahrt ohne Bier kam nicht infrage. Die Wikinger nahmen ihr eigenes, selbst gebrautes Bier nicht nur mit an Bord, weil sie es gerne tranken (und natürlich taten sie das!). Das hatte auch ganz praktische Gründe. Gebraute Getränke, die Alkohol enthalten, sind länger haltbar als beispielsweise einfaches Frischwasser. Außerdem war das Bier ein wertvoller Energielieferant – es versorgte die Wikinger mit den nötigen Kalorien für lange Reisen. Energie konnten die Nordmänner brauchen, für die körperliche Arbeit an Bord und natürlich die legendären Kämpfe. Doch wie schmeckte das Bier der Wikinger? Wikinger brauten mit Gerste oder auch Hafer. Und sie fügten ihrem Bier oft Kräuter hinzu. Koriander soll zum Beispiel ein beliebtes Kraut der Wikinger gewesen sein. Außerdem tranken sie gerne Met und Honigwein. Sie unterteilten ihre Biere in Dünnbier und Starkbier. Das Dünnbier wurde im Grunde täglich getrunken und war auch eben dieses Bier, das sie bevorzugt auf Schiffsreisen mitnahmen. Das Starkbier floss dann zu besonderen Anlässen und Festen in Strömen. So wird es jedenfalls überliefert. So schmeckt ein modernes Winterbier nach Wikinger Art Du hast nun Lust auf ein köstliches Winterbier nach Wikinger Art? Das kann ich mir denken. Doch wie könnte so ein Bier schmecken? Vielleicht nach Honig und verschiedenen winterlichen Gewürzen? Eine gute Idee ist sicherlich das Honigbier, das auch den meisten Nicht-Wikingern unter uns schmeckt. Übrigens machte auch der ehemalige amerikanische Präsident Barack Obama das Honigbier wieder populärer. So wird gemunkelt, dass er sich während seiner Amtszeit eine eigene Brauanlage ins Weiße Haus liefern ließ, um dort sein eigenes Honigbier zu brauen. Sein persönliches Rezept veröffentlichte er sogar im Jahr 2012 und seitdem gibt es bestimmt so einige Hobbybrauer, die es ausprobiert haben. Honig macht das Bier haltbarer Lässt du ein übliches Pils eine Weile stehen, ohne es zu trinken, wird es schnell schal und verliert seinen guten Geschmack. Der Honig im Honigbier wirkt dem entgegen und macht das Bier länger haltbar, nimmt ihm die Bittere und betont das Aroma. Bereits im Mittelalter hatte man dies erkannt und nutzte die Vorteile, die dadurch entstanden. Rezept: Winterliches Honigbier Nun kann es also losgehen. Von der Theorie zur Praxis. Unser winterliches Honigbier hätten sicherlich auch die Wikinger gerne getrunken. Hier eine einfache Schritt-für-Schritt-Anleitung. Tipp: Auf den Honig kommt es an. Geschmacklich und qualitativ gibt es auch beim Honig deutliche Unterschiede. Letztendlich musst du selbst probieren, welcher Honig dir am besten schmeckt und in deinem Bier am besten zur Geltung kommt. Wie wäre es mal mit dunklem Waldhonig, mit Kiefernhonig oder mit Kastanienhonig? Natürlich geht auch Lindenhonig, Rapshonig oder eben der Honig deiner Wahl. Die Zutaten (für etwa 10 Liter Honigbier): 1,5 kg Honig (die meisten entscheiden sich für den hellen Blütenhonig) 8,5 Liter Wasser 1 Zimtstange 1 TL pulverisierte Orangenschale 3 – 5 Gewürznelken 30 g Aromahopfen deiner Wahl obergärige Bierhefe einen Braukessel oder Glühweintopf ein Maischethermometer ein Gäreimer einen Weinheber Filterung Flaschen zum Abfüllen Befülle deinen Braukessel (oder Glühweintopf) mit dem Wasser und füge eine kleine Menge des Aromahopfens hinzu. Das Ganze wird für ungefähr eine Stunde aufgekocht. In den letzten Minuten des Aufkochens kommt auch der Rest des Aromahopfens, so wie die verschiedenen Gewürze (Zimtstange, Orangenschale und die Gewürznelken) dazu. Ist das Aufkochen abgeschlossen, lässt du die Mischung abkühlen – und zwar bis auf ungefähr 25 Grad Celsius. Nun fischst du die Zimtstange und die Gewürznelken heraus und ziehst den Bodensatz mit einem Weinheber ab. Den Honig und die obergärige Bierhefe rührst du im nächsten Schritt gut ein. Ab damit ins Gärbehältnis an einen dunklen und kühlen Standort. Nach zwei bis drei Tagen ziehst du den Bodensatz erneut ab. Nun darf dein winterliches Honigbier in Ruhe gären. Dies dauert ungefähr sechs Wochen. Sind die sechs Wochen vorbei und die Gärung zeigt keine bedeutende Aktivität mehr, ziehst du noch einmal den Bodensatz mit dem Weinheber ab. Im nächsten Schritt filterst du dein würziges Honigbier und füllst es in saubere Flaschen ab. Wir empfehlen dir, das Honigbier in den Flaschen noch nachgären zu lassen. Dazu lagerst du es am besten wieder an einem dunklen und trockenen Ort. Lass es dir schmecken! Braustart jetzt! Mit deinem kostenlosen Bierbraubuch dein eigenes Bier brauen! Hier klicken
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