Es dreht sich alles im Kreis. Es macht mich nicht kaputt, es verändert mich nur. Du lügst oder du hast nicht Recht, wie auch immer. Veränderung ist gut und Veränderung ist abgrundtief böse. Veränderungen in meiner Jeansgröße mag ich, Veränderungen in meinem Teekannenhaushalt dagegen gar nicht. Kaputtgehen ist ziemlich in zur Zeit, deswegen bin ich okay. Es gibt immer einen, dem es schlechter geht, denk doch mal an die kenianischen Blähbauchneger.
Anstatt zu versuchen, besonders melancholisch in Zugfenster zu schauen, könntest du dir mal die Beine rasieren, das ist wenigstens produktiv. Hör auf, zusammenhangslose Sätze zu bilden und ordne mal dein Gehirn, das hält ja keiner aus, diese Messiebude hier. Neurodermitis ist psychosomatisch, das weiß ich von Onmeda und Clickclickdecker. Du siehst also nur aus wie eine Qualle, weil in deinem Kopf ein Fegefeuer tobt und deine übrig gebliebenen grauen Zellen durch sinistre Heilungsversuche auf sich aufmerksam gemacht haben. Wenn du zuviel Cortison verwendest, wirkt es irgendwann nicht mehr, und dann musst du sterben. No risk, no fun. Lieber heute oder morgen oder übermorgen gut aussehen, als in zwanzig Jahren gesund zu sein.
Denk doch mal an all die Leute, die nicht solche Luxusprobleme haben wie du, sondern um ihre Existenz kämpfen müssen. - Ja, aber deren existenziellen Probleme sind für sie genauso schlimm wie meine Luxusprobleme für mich. Wie furchtbar etwas erscheint, ist allein subjektive Wahrnehmung.
Ich wäre gerne ein Eisbär oder ein Tiger oder ein Orang-Utan, dann könnte ich mich beruhigt auf den Tod durch Ertrinken/Gehäutetwerden/Zwangsabreißen meines Hauses einstellen. Außerdem müsste ich dann nicht reden. Oder zuhören. Oder mir die Beine rasieren.