Das israelische Mobiltelefon ist für internationale Gespräche gesperrt. Die T-Card hilft.
Ich sitze in Eilat im Süden Israels und kann nicht zuhause anrufen. Ich habe zwar ein örtliches, also israelisches Mobiltelefon, das mir die Kollegen im Büro in Jerusalem für ein paar Tage geliehen haben (offensichtlich gehört das sonst einer Kollegin, die in Urlaub ist, denn dauernd landen Anrufe für sie bei mir). Aber dieses Gerät ist nicht für internationale Anrufe freigeschaltet. Vermutlich, um Geld zu sparen. Und mein deutsches Handy tut nicht, entweder hat mein deutscher Provider hier noch keinen Roaming-Vertrag abgeschlossen oder hier gibt's gar kein GSM-Netz, sondern nur irgendeine amerikanische Mobilfunkvariante.
Da ist es auch nur ein geringer Trost, dass ich zusätzlich zum Mobiltelefon einen Pager bekommen habe, der auf die wichtigsten Nachrichtenkanäle des Landes geschaltet ist. Die Nachrichten kommen – mit wenigen Ausnahmen – in der Landessprache Ivrith, und selbst die Buchstaben-Kenntnisse aus meinem Hebraicum während des Studiums sind rückstandslos verdampft. Auch mit den Eilmeldungen des Militärs kann ich deshalb wenig anfangen.
Um mich rum telefonieren alle mit ihren Handys – das scheint hier ohnehin eine Art Nationalsport (auf dem Flug im Armeehubschrauber über die Negev-Wüste hier runter haben auch an Bord alle seelenruhig telefoniert). Nur ich kann nicht. Ich wüsste nämlich nicht, wen ich in Israel anrufen sollte, außer dem Büro in Jerusalem natürlich. Aber warum sollte ich das tun?
Plötzlich fällt mir ein, dass meine T-Card, also die Calling-Card-Variante der Deutschen Telekom, doch bestimmt auch in Israel funktioniert. In der Tat, ich finde sogar die kostenlose israelische Einwahlnummer, die das Handy natürlich akzeptiert. Ganz leicht, nach Eingabe von Kartennummer und Geheimzahl, bin ich dann wenige Minuten später mit Deutschland verbunden.