Tinguely dä Chnächt - Backstage und WC

seen from Bangladesh
seen from United States

seen from Malaysia
seen from United States

seen from Singapore

seen from Malaysia
seen from India
seen from China

seen from Singapore

seen from Singapore
seen from Germany

seen from United States
seen from Germany
seen from Germany

seen from Ireland
seen from China
seen from Bangladesh

seen from United States

seen from Switzerland

seen from Switzerland
Tinguely dä Chnächt - Backstage und WC
Chrieger feat. Indigo -Im Buch vom Beast (prod. 4Klassix) by MITTELFINGER RECORDS
Switzerland‘s Most Underrated MCs!
von Uğur Gültekin
Die Schweiz hat inzwischen eine über 20-jährige Raphistory vorzuweisen. In dieser Zeit haben sich MCs aus verschiedenen Landesteilen, zu unterschiedlichen Zeitpunkten, Legendenstatus erarbeitet: So ist EKR in Zürich der unbestrittene König auf Lebzeiten und Blacktiger geniesst über Basel hinaus Artenschutz. Rennie, Fetch, Bandit oder Gimma haben sich in das kollektive Gedächtnis der nationalen Szene gerappt und Samurai, Spooman, Shape oder Tibner haben Classics hinterlassen, die auch heute noch gefeiert werden. Greis, Diens & Baze sind aufgrund ihrer Skills und ihrem überdurchschnittlichen Talent stilprägend für Generationen und werden allmählich von MCs wie Manillio, Tommy Vercetti oder Skor abgelöst.
Rapper wie Bligg, Stress, Knackeboul oder Steffe la Cheffe haben sich, zwar unterschiedlich konsequent, für eine kompromissbereitere Herangehensweise entschieden und sind im Moment die einzigen, deren Arbeit auch finanziell Früchte trägt und ich rede nicht von Peanuts.
All die genannten Rapper haben etwas gemeinsam: Sie können von sich behaupten, zu einem bestimmten Zeitpunkt ihrer „Karriere“ in Form von Respekt, Anerkennung, Chartplatzierungen oder kommerziellem Erfolg angemessen entlöhnt worden zu sein.
Jedoch gibt es einige MCs des Landes, bei denen sich Aufwand und Ertrag, Talent und Erfolg nicht die Waage halten. Meine Damen und Herren unsere Liste der zehn meistunterschätzten MCs der Schweiz:
10. Vali (Breitbild)
Mit der überaus erfolgreichen Rap-Boyband Breitbild kriegte der inzwischen 30-jährige Jus-Doktorand natürlich unbestritten die Aufmerksamkeit, die er verdient. Aber Valis Beitrag an Breitbilds Erfolg wurde aufgrund seiner sprachlichen Fähigkeiten und seiner hoher lyrischer Intelligenz nicht gross genug eingestuft. Vali ist wohl der verspielteste und dadaistischste Rapper, den die Schweiz je zu hören bekommen hat. In verschiedenen Songs blitze seine kreative Genialität auf, und er liess es sich dabei nicht nehmen auch bei politisch brisanten Themen Stellung zu nehmen oder die Gesellschaft und das System in ein kritisches Licht zu rücken. Vali ist sozusagen der André3000 der Schweiz. Das wusstest Du nicht? Kein Problem, darum gibt‘s ja diese Liste.
9. Steezo
„Züri Nord Muetterfi**är“ - Steezo ist seit fast 15 Jahren aktiv und hat eine unglaubliche Diskographie vorzuweisen: Unzählige Mixtapes als Solokünstler, mit seiner Broken Mental Clique oder als Duo mit Skor. Kollaborationen mit den wichtigsten MCs des Landes und zwei ausgereifte, komplette Rapalben, die beide nicht die Aufmerksamkeit erhalten haben, die sie verdienen. Steezo hat sich vom Mixtape-King à la Lil Wayne zum ausgereiften MC gewandelt. Anzumerken bleibt, dass sich Steezo mit seinem exzessiven Lebensstil oft selber ein Hindernis war. Diese Zeiten sich jedoch vorbei: Steezo ist Daddy geworden und rapmässig ein Boss:
8. Chilli Mari
Chili Mari hat alles was es für einen vollständigen MC braucht: Eine satte, kräftige Stimme, die Gabe Geschichten zu erzählen, den nötigen Biss und eine angenehme und vereinnahmende Live-Präsenz. Seit Jahren veröffentlicht der Aargauer unablässig Mixtapes, Alben und Kollabo-Tracks, doch wird immer noch irgendwie als Newcomer wahrgenommen. Gemessen an seinen Fähigkeiten, kann man ihn jedoch seit einigen Jahren zu den ausgereiftesten MCs des Landes zählen. Es wird Zeit, dass Chilli Mari die Anerkennung bekommt die er verdient:
7. Sulaya Anfang der 00er-Jahre galt Sulaya als eines der grössten Talente, welches die Schweiz zu bieten hatte. Vor allem seine Qualitäten als Freestyler waren berühmt-berüchtigt, was ihn zusammen mit dem Glarner Bandit, zum König dieser Sparte machte. Sein Featurebeitrag auf dem legendären Sektion Kuchikäschtli Song „Swiss Date“ heizte den Hype um den Schaffhauser MC an. Danach versuchte Sulaya krampfhaft den Erwartungen gerecht zu werden, was ihm nur teilweise gelang. Aber dennoch war immer wieder von Suli zu hören: Entweder weil er mit Beefgeschichten für Unruhe sorgte oder auf Songs seine Drogenprobleme zu bewältigen versuchte. Inzwischen ist Sulaya samt seinen überdurchschnittlichen Fähigkeiten vergessen gegangen. Zu unrecht:
6. Krust (PVP) Bei Krust ist es einwenig wie bei Vali: Auch er kann sich nicht über ausgebliebenen Erfolg beschweren, ist er doch Mitglied von PVP und hat mit seiner Crew in den letzten 15 Jahren alles erreicht, was es mit kredibilem Rap in der Schweiz zu erreichen gibt. Er wird jedoch einwenig überschattet von seinem Crewmitglied Greis, der alles in allem halt doch eine Nummer grösser und eine kleine Portion extrovertierter ist. Trotzdem war Krusts zynische Attitüde, sein unverkennbarer Stil und seine einzigartige Art über den Beat zu flowen, stilprägend für PVP und die ganze Chlyklass. „i bi albe zwäg für in rollstuhl, zeyge no paar schnell schritt ufem bodä voll oldschool. PVP mir verdienets bestimmt, im kommunismus wäremer helde mitärä villä uf dä krim“
5. Shpoiz (Luut & Tüütli) Neben einem Titan-MC wie es Bandit ist, zu bestehen ist nicht einfach. Shpoiz, neben Bandit und DJ Aldäwaldä der dritte „Chillin‘ Drilling“, wie Luut & Tüütli auch gennant wird, ist dieses schwere Unterfangen über Jahre hinweg gelungen. Er komplettierte Bandits Battle- und Competitionskills mit seinem mal smoothen, mal hammerharten und präzisen Flow und gab durch seine ehrlichen und intelligenten Lyrics vielen Luut & Tüütli Songs ein persönliche Note. Bandit hat in der Zwischenzeit bereits zwei Soloalben veröffentlicht - wir warten auf eine erste Shpoiz Veröffentlichung. Oder: Wie wäre es mit einem zweiten Luut & Tüütli Longplayer?
Übrigens: Unsere Nummer 6. (Krust) hat zusammen mit Shpoiz auf der Stägehuus Compilation einen Beitrag abgeliefert, der zu Unrecht in Vergessenheit geraten ist: Krust & Sphoiz – Churz & Bündig:
4. Rookie aka Rokator Ende der 90er Jahre tauchte ein 15-jähriger auf, der mit seinen übermässigen Skills in der Szene für Aufruhr sorgte. Die „Chriegsspiel“-EP ist und bleibt das stärkste Debut, das es je in der Schweiz gegeben hat. Rookie zeigte auf dem Klassiker „Supermega“ mit wieviel Wortwitz ein Battleraptext gespickt sein kann, änderte seinen Namen zu Rokator und übertraf mit seinem Album „Frög nöd so gschissä“ alle Erwartungen. Danach entschloss er sich im zarten Alter von ca. 23 Jahre aus persönlichen Gründen das Mic an den Nagel zu hängen. Nicht auszumalen, was Rokator noch alles abgeliefert hätte, wäre er jetzt noch aktiv. Show some respect, mamischieber:
3. Lexx „Ich lernte Lexx an einer Party kennen und wir gingen noch in der selben Nacht in seine WG um zusammen zu rappen.“ So beschreibt Bligg die erste Begegnung mit Alex Storrer, der besseren Hälfte von Bligg‘n‘Lexx. Lexx bestach durch seine glasklare Stimme und seinen butterweichen Flow. Er ist wohl immer noch einer besten Storyteller des Landes, dies obwohl er sich schon vor über zehn Jahren dazu entschied, nicht mehr zu rappen. Zu seinem Abgang veröffentlichte er den Battle-Track „Lexxodus“, worauf er sich mit den Worten „Ich han das ganze Szenario scho es paar mal under D Lupe gno, us minä Auge nöd meh als en animierti Puppeshow“ von der Szene verabschiedete. In vielen Belangen bis heute unerreicht und immer noch ganz vielen aktuellen Rappern um Längen voraus:
2. Aman (Tafs) Aman bildet zusammen mit Taz und DJ Flink die legendären TAFS. Als Crew waren die drei Liestaler vorallem für ihre Liveshows landesweit bekannt und spielten in den letzten 15 Jahren soviele Konzerte, dass sie wohl selber irgendwann aufgehört haben zu zählen. Während Crewpartner Taz für sein Soloablum „Introspektion“ und seinem Kollaboalbum mit Greis, Claude und Curse massig Respekt und Aufmerksamkeit einheimste, ging Amans Album „Juli / November“ einwenig unter. Dies obwohl Aman technisch sogar international mithalten könnte, ein rundes Konzeptalbum abgeliefert hat und der erste in der Schweiz war, der den sogenannten „Swag“ hatte, lang bevor dieser Begriff hierzulande überhaupt verwendet wurde:
1. Dein Homeboy Dein Homeboy ist einfach die Nummer eins. Seine Lyrics reichen von sozialkritisch bis tiefgründig, was in seinem Pressetext im ersten Absatz erwähnt wird. Dass er ein unerreichter Lyricist ist, beweist eben dieser Pressetext, den er selbst verfasst hat. Dein Homeboy ist ein Riesentalent und es ist unverständlich, dass er bis jetzt noch unentdeckt geblieben ist, dies trotz seinen unzähligen Social Media Accounts, Youtube-Videos und Freedownload-Releases. Es ist nur eine Frage der Zeit, bis er den Respekt bekommt, den er verdient. Wir wünschen ihm alles Gute!
Steezo - Es gaht scho
Falschi Verbindig - Zirkus Vom Läbe "Live" (Beat: Bushdakkta)
Die 10 schlechtesten Mundart Rap-Songs ever!
Die 10 schlechtesten CH-Rap Songs aller Zeiten...
…aus unserer Sicht. Wir haben uns durch die unendlichen Weiten der CH-Rap Landschaft gekämpft und sind auf Einiges gestossen, was lieber unentdeckt geblieben wäre. Doch wir können es nicht ungesehen machen! Wir wussten manchmal nicht, ob wir lachen oder weinen sollen - doch wir können es euch nicht vorenthalten. Wir übernehmen keine Haftung - ansehen und anhören auf eigene Gefahr. Eltern haften für ihre Kinder.
Platz 10 - First Lady Chill feat. Reimrammler „Thurgau mini Heimat“
„Lebe und Sterbe im Thurgau...“ An sich ist die Produktion gar nicht mal so schlecht. Aber irgendwie trotzdem: Fremdscham.
Platz 9 - Subzonic „Titelgschicht“
Dass die Hitparade kein Gradmesser für gute Musik ist, beweist dieser Song. Der Track war 33 Wochen in den Single Charts. „Emotione steigeret d‘Uflag/ d‘Uflag steigere das isch min Uftrag...“. Ziel erreicht.
Platz 8 - Ibo Majestro „Verkackt“
Ähm, ja: Der Titel ist Programm! Voll verkackt, homeboy. Wenigstens ehrlich, Keep it real.
Platz 7 - CMD + Deger „Sie und Er“
Soundtrack zur schnulzigsten Liebesromanze aller Zeiten. Jööö, so herzig. So klingt es wenn Mama‘s Darling ans Mic stept. Sie & Er sind definitiv kein Paar geworden. NEEEEXT!
Platz 6 - Muulwärch Prättigau „Hey Babe“
Jungs, habt ihr keine Freunde die euch sagen, dass das SCHEISSE klingt? Flow, Delivery, Präsenz - Fehlanzeige! Besser ihr verschliesst euch in eurem Rümli im Prättigau. Bitte.
Platz 5 - Zoro MC „Schwäbe“
Lassen wir die ersten Zeilen für sich sprechen: „Hey ho, i kick dä flow/ i bi dr zoro mit dä horror piktschär show// hey mi kennt jedi sou/ mi liebt jedi frou!" Totale Whackness.
Platz 4 - Alex Frei „Zeig Gsicht“
„Da isch none Rap“ (Alex Frei Voice) - Classic. Wir sind immer noch sprachlos.
Platz 3 - Unflätig Dee „sit dr ready“
"Siiter ready für die Party, hey yo homie heb dis Glas..." WOW! Was für ein Pimp, was für eine Party und vorallem: Was für eine grandiose Hook! Auch das Video ist eine Perle für sich. P. Diddy erblasst vor Neid.
Platz 2 - Räpuzen feat. GA „Slow Flow Show“
„Räpuzen und G.A., das findsch nöd uf Ebay“ - Besser so. Üüüberwhack - Nicht mal die Mädels im Video sind hübsch. Hiroshima für die Ohren.
Platz 1 - Anian Liebrand „Liebrand fürs Heimatland“
Epic Fail aka MC Durchfall aka Anian Liebrand, halt den Rand!
Habt ihr weitere Vorschläge? Na, los: Postet sie unten in die Kommentarleiste!