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#Claqueur is the term for a #PaidAudience person. There are multiple occurances of #Trump hiring a #claque (organized paid audience) #LOSER @arianebellamar
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Rent a Fan - Mit Klatschen Kasse machen
Kann man mit ansteckend guter Laune gutes Geld verdienen? Ja, das funktioniert! Denn modernes Marketing setzt zunehmend auf die positive Kraft von nicht wirklich so ganz spontanen Flash-Mobs 😉 oder anders gesagt: Kauf Dir einen überzeugend agierenden Fan, und es werden ihm viele Freiwillige willig in die gewünschte öffentliche Begeisterung folgen 😆
Auf der Webseite „Rent a Fan“ kann sich jeder anmelden, der ein natürliches Talent zum fröhlichen Mitreißen, gewisse schauspielerische Qualitäten und absolute Diskretion anzubieten hat. Ist man bei „Rent a Fan“ erst einmal als „Fan zum Mieten“ gelistet, kann schon bald der erste Anruf eines potenziell interessierten Auftraggebers eintrudeln. Das ist in aller Regel eine Person oder eine Institution, die für die eigene publikumswirksame Werbung die Anwesenheit aktiver Akteure, Teilnehmer, Zuschauer oder Besucher sicherstellen will. Dazu wird vom Miet-Fan erwartet, dass er glaubwürdig applaudieren und mitklatschen kann, oder dass er als engagierter Statist zur Bildung einer wohlwollenden Menschenmenge beiträgt. Von A wie Animateur bis Z wie Zuhörer kann hier alles geboten und gebucht werden. Das verlangt natürlich vom gemieteten Fan gelegentlich einiges an Toleranz. So wird beispielsweise nicht jeder Liebhaber klassischer Konzerte ohne einen gewissen Hang zum schauspielern bei der Punk-Rock-Darbietung einer Schülerband in wahre Ekstase geraten können
Sollten Sie also
ein fröhliches und kommunikatives Wesen haben,
hinsichtlich Ihrer ganz persönlichen Vorlieben und Abneigungen auch mal Fünfe gerade sein lassen können,
weder Berührungsängste noch Schüchternheit kennen,
gerne auf den diversen Bühnen des prallen Lebens agieren sowie, ganz wichtig:
absolut diskret und verschwiegen sein,
dann könnte Ihnen das Marketing-Konzept hinter „Rent a Fan“ ein erkleckliches Zusatzeinkommen bescheren. Mit einem abwechslungsreichen Nebenjob, dem man buchstäblich Beifall zollen muss 😀
Und wenn Sie als Auftraggeber auf der anderen Seite des Marketingkonzepts stehen, auf der Sie dringend und Hände ringend zuverlässig freundliche Teilnehmer, Zuschauer, Besucher oder Claqueure für Ihre Veranstaltungen benötigen, dann wissen Sie ja jetzt auch, wo Sie diese hoch motivierten Freizeit-Entertainer und Mitmach-Zuschauer im Netz suchen und finden können 😛
– Milla Münchhausen –
my girlfriend karen as a clicker
Iphigenie auf Tauris
Applaus für die Bemühung um jugendliche Vermittlung eines sperrigen Stoffes, für distanzloses Spiel auf Tuchfühlung und für zwei Schauspieler die sich redlich ihr Brot verdienen. Am 24. Februar Applaus für das Prinz Regent Theater Bochum.
Foto: Birgit Hupfeld
Hiob
Applaus für ein labyrinthisches Bühnenbild, für die klischeearme Darstellung eines jüdischen Milieus vor dem ersten Weltkrieg und für eine überzeugende schauspielerische Ensemble-Leistung. Am 21. Februar Applaus für das Grillo-Theater in Essen.
Nathan der Weise
Applaus für das Bohren dicker Klassiker-Bretter, für eine stimmungsvoll-ernste Inszenierung und für große Schauspielkunst am kleinsten Stadttheater Deutschlands. Am 19. Februar Applaus für das Schlosstheater Moers.
Field Works-Hotel
Applaus für eine unerwartete Erfahrung, für 25-minütige Züruckgeworfenheit auf das Alleinsein gegenüber einem mysteriösen Mitspieler und für ein leises Experiment im Grenzraum zwischen Realpräsenz und Virtualität. Am 19. Februar Applaus für PACT Zollverein im Maritim Hotel Gelsenkirchen.
Allein über den Dächern Gelsenkirchens in einem frisch gemachten Hotelzimmer: Man öffnet die Balkontür, setzt sich vor den Fernseher und versucht sich zu entspannen. Während der Verkehr von draußen hereinrauscht, finden sich Spuren ehemaliger Gäste: Kleine Figuren bevölkern versteckte Winkel des Zimmers, eigenartige Notizen liegen auf dem Schreibtisch parat und unter dem Bett findet sich tatsächlich eine aufgerissene Kondompackung. Plötzlich löst die Klospülung aus. Bist Du wirklich allein hier?
Wie soll man über diese Arbeit schreiben, ohne ihren Reiz zu zerstören? Ganz dick müsste man das, was hier Ungewöhnliches passiert mit SPOILER auszeichnen, denn der zögerliche Lernprozess, die individuelle Aneignung der Situation, in die man in “seinem” Zimmer auf der 9. Etage geworfen wird, macht den eigentlichen Reiz dieser kunstvollen Ortsaneignung aus. Dazu gehört auch das vergebliche Suchen und die Frustration darüber, dass hier erstmal irgendwie nichts passiert. Denn gerade aus dieser Situation speist sich die notwendige Aufmerksamkeit für einen besonderen Moment.
Halten wir es einfach so: Am Sonntag, wenn das Duo Heine Avdal und Yukiko Shinozaki weiterzieht, berichte auch ich weiter. Bis dahin rate ich jedem mit Interesse an neuen Erzählformen, partizipativem Theater und Formexperimenten, diese kleine, ausgesprochen feine Arbeit zu besuchen und bin gespannt, wie ihr diese Versuchsanordnung wahrnehmt…
Termine bis Samstag unter +49(0)201.28947-20 http://www.pact-zollverein.de/buehne/programm/field-works-hotel
Das sagt die Begleitung (Marco): Eine Arbeit in der du kriegst, was du bist. Formalistisch höchst experimentell und exklusiv, empathisch eine Herausforderung. Wie die Inszenierung funktioniert hängt zu mehr als 50% von der eigenen Lust ab, aktiver Teil der Performance zu werden.