Veganes Sushi vom Feinsten!
Sushi zu machen ist wie Entspannung für mich: Man muss sich Zeit nehmen und kann es gut vorbereiten, da es nicht direkt nach dem fertig stellen auf den Tisch muss. Außerdem kann man die fertigen Sushirollen als „Wraps“ gut für unterwegs mitnehmen, zur Arbeit, für’s Picknick…
Was bei der Zubereitung generell wichtig ist:
Der Sushi Reis muss gut gewaschen werden (und zwar mehrmals). Ich habe mal den Tipp gelesen, dass der Reis besser klebt wenn man ihn erst im Wasser einweicht. Doch ich muss sagen – der Reis ist dadurch nur matschig geworden. Nach dem kochen sollte der Reis unbedingt ruhen und zwar am besten in einer Glasschüssel – die Japaner garen ihren Reis meist in Holzdampfgaren wodurch der Reis keinen metallischen Geschmack annimmt. Als ich das erste Mal Sushi machen wollte, habe ich mir zuerst ein paar Videos auf Youtube dazu angeschaut. Ein toller Tipp ist es eine Schüssel mit Wasser und einer Zitronenscheibe parat zu haben, damit zum Einen das Messer nach dem Schneiden der Rollen wieder sauber gemacht werden kann (die Zitrone dient als Schwämmchen) und zum Anderen die Finger immer wieder befeuchtet werden können, um den Reis auf den Algenblättern zu verteilen. Um den Reis zu süßen wird häufig eine sehr klebrige Paste angerührt, ich gebe aber den Zucker und das Salz direkt zum Reiswasser dazu. Der Geschmack ist derselbe und man spart sich diese klebrige Angelegenheit. Generell koche ich immer 1 Tasse Reis – egal ob ich nur zu zweit bin oder wir zu viert sind. Das übrig gebliebene Sushi hält sich wunderbar noch für den Tag danach!
So nun aber weiter zum Rezept (für ca. 4 Personen):
Zum Reiskochen benötigst du:
1 Tasse Reis + 2,5 mal so viel Wasser
Da du für die Füllung gut Reste verwerten kannst, habe ich die Zutaten dafür in Kategorien aufgeteilt. Denn schließlich hat auch jeder seine Favorisierungen- deshalb hier Beispiele für Kategorien, die meiner Meinung nach den großen Unterschied machen.
Etwas Scharfes, Lauchiges:
Sprossen aller Art (Radieschen, Soya)
Kresse und oder Schnittlauch
Etwas exotisch, fruchtiges:
Mango (geht auch aus der Dose)
Außerdem darf nicht fehlen:
Sesam zum dippen(geröstet)
scharfe Soße wie z.B. Sushi Mayo (gibts auch vegan) oder Sriracha
Soyasoße (die von Kikkomann ist besonders empfehlenswert!)
Den Reis nach Packungsangabe kochen und danach den Reis in eine Glasschüssel umfüllen. 1 EL Reisessig dazu geben und unterheben. Den Reis mit einem Küchentuch abdecken und ca. 20 Minuten ruhen lassen bis er abgekühlt ist und mit den Händen verarbeitet werden kann.
Dann schnippele ich alles was ich in die Sushirollen machen will klein, wickle die Sushimatte in Frischhaltefolie um ein Ankleben zu vermeiden, hole mir eine Schüssel Wasser mit einer Zitronenscheibe und natürlich ein scharfes Messer. Mein „Sushi-Altar“ sieht dann folgendermaßen aus:
Ich benutze mittlerweile immer die ganze Matte, dann passt auch viel mehr als Füllung rein ;) Wie genau die Matte verarbeitet wird zeigt das folgende Bild. Wichtig ist, dass ein ca. 2 Fingerbreiter Rand frei gelassen wird der dann als “Klebefläche” dient. Die Füllung auf der Matte so platzieren, dass die ca. 2 Fingerbreit vom unteren Ende entfernt ist. Um die Matte zu rollen mit den Fingern die Füllung etwas fixieren und die unterliegende Holzmatte zusammen mit der Matte zu einem erstem Rollen bewegen und zwar soweit bis das Ende der Matte wieder den Reis berührt. Dann gut festdrücken. Das schwierigste ist damit schon geschafft - anschließend die Matte einfach weiterrollen bis zum freistehenden Rand. Diesen mit einem Finger mit ein wenig Wasser befeuchten und weiterrollen, sodass die Matte aneinander kleben bleibt. Damit die Seiten auch „schön“ aussehen, stopfe ich diese mit einer Messerspitze noch mit ein wenig Reis aus.
Inside Out Rolls sind auch gar nicht so kompliziert wie es scheint: Du fertigst deine Matte ganz normal an – wichtig dabei ist das die GANZE Matte mit Reis bedeckt ist. Dann dreht man die Matte um (mit Hilfe eines Tellers), sodass die Algenseite oben ist. Dann wird wie gewohnt befüllt und dann geht es ans Rollen, der Reis dient ganz natürlich als Klebemittel. Falls an der Pfalz noch das Algenblatt zu sehen ist kannst du nochmal mit einem Messer und Reis nachhelfen.
Schneiden der Sushirollen
Zentral hierbei sind ein scharfes Messer, das stets mit Wasser befeuchtet ist und eine Citrusscheibe (zum Säubern des Messers). Um das Sushi in gleichmäßige Stücke zu schneiden zunächst die Rolle halbieren. Das Messer mit Hilfe der Citrusscheibe säubern (die Reisschmiere verhindert ein sauberes Schneiden). Die Hälften dann nebeneinander legen und nochmals halbieren, Messer säubern und wiederholen, sodass 8 gleichmäßige Stücke entstehen.
Um den restlichen Reis noch zu verwenden, kannst du folgendes tun: einfach 2 Teelöffel zur Hand nehmen und den Reis so zu kleinen eiförmigen platten Bällchen formen – ich platziere dann meist noch irgendetwas darauf wie z.B. einen Granatapfelkern. Außerdem können etwas größere Bälle mit der Hand geformt werden und darauf Scheiben von z.B. Mango drauf drappiert und mit einem schmalem Streifen Algen-Matte fixiert werden (mit Wasser kleben). Sieht schön aus und wird garantiert aufgegessen! Das restliche Geschnippelte kannst du wunderbar als Dekoration verwenden und darf natürlich auch gerne in Soße gedippt in den Mund wandern.
Aus dem restlichen geschnippelten Gemüse kann man zum Beispiel wunderbar ein veganes Omelett für das nächste Frühstück machen. Rezept dazu folgt...