Corona-Masken - der neue Müll
Als alter Waldläufer stößt man auf diversen Streifzügen durch Wald und Flur auf so manche Hinterlassenschaften. Manche sind pikant und bieten Raum für schlüpfrige Geschichten. Zum Beispiel BH s in Bäumen oder Schlüpfer im Gebüsch. Vermutlich war es zum Zeitpunkt des Stelldicheins so dunkel, dass die Utensilien nach vollzogener Aktion nicht mehr auffindbar waren, oder ein in der Nähe grunzendes Wildschein, hat das Paar so erschreckt hat, dass die holde Maid und ihr Lover Hals über Kopf die Flucht antraten.
Andere Hinterlassenschaften, die zum gleichen Genre gehören sind geradezu ekelhaft. Dazu gehören gebrauchte Präservative oder benutzte Tempo-Taschentücher mit entsprechenden Körpersäften oder Notdurft-Spuren, besonders rund um die Waldparkplätze.
Unabhängig davon findet man das ganze Jahr über in den Einmündungen von Waldwegen, Bauschutt, Teppichreste und Plastiktüten, und natürlich rund um die Ruhebänke Flaschen, Pappbecher und jede Menge Verpackungsmüll wie Zigarettenschachteln, leergefressene Kekstüten und Bonbonpapiere.
Seit knapp zwei Wochen ist eine neue bisher nie dagewesene Müllart dazugekommen: DIE CORONAMASKE. Allein auf meinem kurzen Spaziergang entlang der Waldränder meines Wohnortes fand ich drei Exemplare. Wieviel weitere benutzte Gesichtsmasken in anderen Wäldern, an Parkplätzen oder Straßenrändern inzwischen herumliegen, kann geschätzt und hochgerechnet werden. Mutmaßlich tausende, schließlich sind ja Millionen von Masken inzwischen im Umlauf und sollen nach den Willen der Virologen nach einer einmaligen Benutzung im Supermarkt „entsorgt“ werden. Scheinbar passiert das schneller als vermutet. Schließlich baumeln die Dinger in manchen Autos schon griffbereit am Rückspiegel. Also: hinterm Ortsschild Fenster auf, und raus damit.
So schließt sich der Kreislauf, könnte man jetzt sarkastisch formulieren. Der Böse Virus stammt angeblich von irgendwelchen Wildtieren, Marderhunden, Fledermäusen usw. und kehrt jetzt via vollgeschnaufter Virenschutz-Maske wieder dorthin zurück, wo er angeblich hergekommen ist. In die Natur. Natürlich denken die Leute so was nicht; sie verhalten sich nur genauso wie vor der Corona-Krise und betätigen sich als überzeugte Umweltsäue.