«Dienstbaum» im Dienstraum — ein Oltner Weihnachtsbaum in unserer Dependance im Bahnhof Olten / TEIL 5
Das Kunstmuseum Olten betreibt seit zwei Jahren eine Dependance in einem ehemaligen Dienstraum der SBB auf dem Perron 7 an zentraler Stelle im Bahnhof Olten.
Im Advent funkelt hier anstelle von Kunst der «Dienstbaum». Auf Einladung des Museums haben ihn Menschen geschmückt, die in der Aarestadt leben oder arbeiten. Ihr Oltner Weihnachtsbaum ist als Gruss an die Reisenden, Wartenden und Passant*innen gedacht. Viele von ihnen kennen von Olten nämlich nur den Bahnhof. Das wollen wir ändern. – Mit dem Dienstbaum möchten wir ihnen einen Eindruck davon vermitteln, wie lebendig, kreativ und vielfältig diese Stadt im Herzen der Schweiz ist.
Am und um den Baum sehen Sie Objekte, die mit ihren Leihgeber*innen oder mit der Stadt Olten etwas zu tun haben, die für die Donator*innen eine besondere Bedeutung haben oder mit einer speziellen Erinnerung verbunden sind. Mehr zu den Hintergründen der Auswahl sowie zu den Wünschen und Gedanken, welche die Beteiligten den Betrachter*innen des Baums mit auf den Weg geben möchten, erfahren Sie hier auf dem Blog. Mit dem «Dienstbaum» setzen wir ein Zeichen gegen die Vereinzelung und Isolation, die uns alle in Zeiten von Corona zu schaffen macht. Feiern und Zusammenkünfte sind derzeit kaum noch möglich, aber gemeinsam einen Baum schmücken, als symbolischen Akt, das geht.
Der Baum verdichtet sich weiter bis zum Heiligabend! Neue Beiträge werden in weiteren Blog-Beiträgen jeweils zuoberst ergänzt.
Falls Sie, geschätzte Leserin / geschätzer Leser, sich auch noch beteiligen möchten, können Sie uns bis am 22. Dezember 2020 Ihr Objekt ins Museum bringen. Wir würden uns freuen!
Wir danken den Beteiligten sehr, sehr herzlich und wünschen allen einen lichten Advent und einen guten Rutsch ins neue Jahr !
Der Baum ist vom 1. Advent bis am Dreikönigstag (6.1.2021) zu bewundern.
Die Objekte am Baum Teil 5 (Nr. 40–50)
Urspeter Meyer Corondue Warum haben Sie dieses Objekt ausgewählt? Selbergemacht. Blühende Fantasie Welchen Gedanken oder Wunsch geben Sie den Betrachter*innen mit? Dass sie die Corona-Geschichte gelassen nehmen. Gelassenheit
Ruth Schmid Weihnachts-Buch (Karl Heinrich Waggerl: Und es begab sich... Inwendige Geschichte um das Kind von Bethlehem)
Doris Känzig Bleiben Sie zu Hause (2 Holzobjekte, je 15 x 15 x 3.5 cm, beidseitig bemalt, Acryl)
Warum haben Sie dieses Objekt ausgewählt? Meine Inspiration sind die Bilder von Edward Hopper. Das zu Ende gehende Jahr 2020 ist geprägt von der Corona Pandemie und widerspiegelt die Leere und die Einsamkeit, die in Hoppers Bildern zu sehen sind. «Bleiben Sie zu Hause», «Halten Sie Abstand» – diese Worte haben uns nachhaltig geprägt. Menschen und Gebäude in Hoppers Bildern gaben mir die Idee für die beiden bemalten Holzkästchen.
Welchen Gedanken oder Wunsch geben Sie den Betrachter*innen mit? Bleiben Sie zuversichtlich und positiv. Geniessen Sie das Leben in unserer friedlichen, sicheren und schönen Schweiz. Tragen wir Sorge zur Umwelt, werfen wir getragene Hygienemasken nie auf den Boden.
Gabriele Bono Malerpinsel Warum haben Sie dieses Objekt ausgewählt? Der kleine Pinsel war ein Zufallsfund unter Weihnachtsbaumanhängern. Ich habe ihn ausgewählt, weil er zweifach zu den Vorgaben passt: «Baumschmuck» und «Ausdruck eines Wunsches». Welchen Gedanken oder Wunsch geben Sie den Betrachter*innen mit? Ich wünsche mir wieder mehr Farbe im Alltag! Ich wünsche mir all das zurück, was uns die Corona-Einschränkungen genommen haben: Spontane Begegnungen, kulturelle Aktivitäten, unbeschwertes Zusammensein.
Gabriele Bono «Döschwo» Warum haben Sie dieses Objekt ausgewählt? Vor 56 Jahren verliebte ich mich in Südfrankreich in einen jungen «Döschwo»- Fahrer und wir sind seither zusammen unterwegs. Mein Wunsch: eine weiterhin gute und interessante gemeinsame Reise.
Regula Stücheli und ihre Werkklasse, Schulhaus Bannfeld Wichteli-Socke
Warum haben Sie dieses Objekt ausgewählt? Ein Geschenk der Schüler*innen für’s KMO.
Rosemarie El Kamel Krippe der Grosseltern Warum haben Sie dieses Objekt ausgewählt? Ich habe die Krippe meiner Grosseltern gewählt,
weil sie über 100 Jahre alt ist. (Mein Vater hatte Jahrgang 1916.)
weil 1918–1920 bei uns die spanische Grippe wütete.
weil jetzt, 100 Jahre später, bei uns Corona wütet.
weil diese Krippe mir in ihrer Einfachheit zeigt, dass wir wieder bescheidener werden und wieder geerdet sein sollten.
weil wir nicht nur an Profit und Gewinn denken sollten.
weil wir mehr auf uns und unseren Körper hören sollten (dann hätten wir viel weniger Burnouts).
Welchen Gedanken oder Wunsch geben Sie den Betrachter*innen mit? Wir leben ja in einem Paradies und jammern trotzdem in höchsten Tönen. Wir haben eine warme Stube und immer noch genug zu essen. Weniger Lebensmittel wegwerfen – das wäre ein grosser Wunsch. – Ich denke, es kommt die Zeit, wo wir froh sind, trockenes Brot essen zu können...
Matthias Kunz Flyer und aktuelle Comedy-CD von Strohmann-Kauz
Jolanda Ludwig Glückskekse
Warum haben Sie dieses Objekt ausgewählt? Leftover vom Erzählabend mit Ines Henner im Rahmen der Schweizerischen Erzählnacht zum Thema «So ein Glück». Welchen Wunsch geben Sie den Betrachter*innen mit? GLÜCK!
Hier finden Sie weitere Objekte: >>> Nr. 1–10 (Teil 1) >>> Nr. 11–20 (Teil 2) >>> Nr. 21–30 (Teil 3) >>> Nr. 30–40 (Teil 4)
Veröffentlicht am 4.12.2020















