Discounter · Zurich 2025
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Discounter · Zurich 2025
Ewes and lambs coaxed out of store in Burgsinn after about 20 minutes, leaving trail of destruction in drinks section
@thatswhywelovegermany
at the empty Big A parking lot
A Penny supermarket in Salzgitter, Nordrhein-Westfalen
Penny aka Penny Market or Penny Markt is a German discount supermarket chain, headquartered in Köln (Cologne), which operates about 3,550 stores in Europe. It was founded by the Leibbrand Gruppe in 1973; since 1989 it has been owned by Rewe. There are stores in Germany, Austria, the Czech Republic, Hungary, Romania, Bulgaria, and Italy. Number of employees: 43,773 (in 2010). Website: www.penny.de
17. Oktober 2017 | Hamburg
Die Balsamico-Debatte
Ich schleiche mich mit einer Salatbox ans Ende der Schlange der Discounter-Kasse. Der Mann vor mir mustert mich. Ich hab’s nicht eilig, versuche ich ihm verständlich zu machen, damit er nicht in die Versuchung kommt, mich vorzulassen. Stattdessen wirft er einen kritischen Blick auf das Paket in meiner Hand, das mehr aus Plastikverpackung als aus Salat besteht.
„Das können Sie aber auch ganz einfach zu Hause machen“, sagt er.
„Das stimmt“, sage ich, muss man aber nicht, denke ich und lächle brav.
„Gehen Sie doch ruhig vor“, sagt er dann doch und ich bedanke mich ohne Protest, weil ich keine Lust auf weitere Diskussionen habe.
„Ein bisschen Salat schneiden und Essig drauf, ein bisschen Balsamico-Creme, das geht ganz schnell“, setzt er noch einen nach.
„Naja, jetzt ist es eh zu spät.“
„Jaja, immer noch besser als nichts.“
Ich lache verlegen und hoffe, dass ich jetzt wieder in Ruhe meinen Gedanken nachhängen kann.
„Entschuldigen Sie, aber Balsamico-Creme geht ja mal gar nicht“, mischt sich jetzt der Herr vor uns an der Kasse ein. „Lassen Sie lieber die Hände von diesem Chemie-Zeug.“
„Das ist doch keine Chemie!“, empört sich der andere.
„Doch, glauben Sie mir, ich war jahrelang Koch, ich weiß das.“
„Aber Balsamico schmeckt gut.“
„Ja, Balsamico-Essig. Aber nicht die Creme. Das ist schreckliche Chemie, was man hier in den Läden kaufen kann.“
„Aber kann man bestimmt selber machen.“
„Ja, kann man schon.“
„Ich mach ja gern alles selber“, sagt mein neuer Kumpane in meine Richtung, während er den abgepackten Aufschnitt auf das Kassenband legt. „Aber ich bin halt viel zu viel unterwegs, um das zu machen. Jetzt zum Beispiel bin ich auch die ganze Woche unterwegs und hab eine Kühlbox im Auto, da muss ich jetzt halt die Reserven wieder auffüllen.“ Sein Blick ruht immer noch auf mir auf der Suche nach ein paar anerkennenden oder wenigstens verständnisvollen Worten. Ich schenke ihm ein mitleidiges Lächeln.
„Wie viel kostet sowas denn eigentlich?“, fragt er dann und deutet auf die Salatbox auf dem Kassenband.
„Einsachtzig.“
„Na, das geht ja noch.“
Ich nicke und krame in meinem Portemonnaie nach dem passenden Kleingeld.
Als ich später im Büro die Salatblätter von den tausend Plastikschichten befreie und mir dabei das Dressing auf die Bluse spritzt, vergeht mir dann doch der Appetit und ich wünschte mir ein paar Scheiben Aufschnitt.