Leaving home for Christmas
Nichts erinnert mich an Weihnachten. Nicht das dreckige Grün der Wiesen, nicht der schmutzig-schwarze Bauch der dickwolligen Schafe auf den Weiden, nicht der lautlose Schwung der Windräder im tosenden Wind, der sich dem Rauschen des Zuges fügt und ein paar einzelne, dünne Regenlinien auf die Scheiben wirft. Ein heller Lichtstreifen tut sich am Himmel auf, verleiht dem Weidevieh ein fast goldenes Kleid, die andere Hälfte der Herde bleibt im Schatten, grast unbeirrt weiter, als hätte ihr die Sonne nicht gerade einen ihrer letzten freundlichen Dezembergesten angeboten.
Alles erinnert mich an Weihnachten. Der weite Blick durch das Fenster, das Kitzeln im Mundwinkel, das Kribbeln in den Fingerspitzen. Die Ungewissheit in der Vertrautheit, die Vertrautheit des Ungewissen. Kurz blitzt die in der Ferne geglaubte Nähe im Spiegelbild auf, der heilige Gral zeigt sein Gesicht – löst sich auf und hinterlässt ein Schmunzeln.













