Der Bischofsring des neuen Weihbischofs
Einen Ring am Finger eines Bischofs finden wir nachweislich zum ersten Mal im Jahre 511 nach Christus. Der damalige König Chlodwig (gest. 511) gewährte den Bischöfen des Frankenreiches das Recht einen Siegelring zu tragen. So konnten sie ihre eigenen Dokumente besiegeln, was ihnen Macht aber zuallererst Unabhängigkeit vom Fürsten verlieh. Bei Isidor von Sevilla (gest. 636) findet sich in den Texten ein “signaculum secretorum”.
Zur Bischofsweihe gehört der Ring, der zusammen mit dem Bischofsstab überreicht wird, seit dem 9. Jhdt. Zeugnisse dazu finden wir im gallisch-fränkischen Raum jener Zeit.
Neben dem Symbol von Herrschaft war der Ring von Anfang an ein Zeichen der Bindung, und ein Zeichen (beim geschlossenen Ring), das zeigt, da kommt nichts rein, auch keine bösen Einflüsse. Später wird der Ring zum Trauring, der zeigt, dass der Bischof mit seiner Kirche verbunden ist. In diesem Kontext ist dann der Bischofsring Ausdruck der Treue und Beständigkeit des Amtes als Weihbischof. Bei der Weihe empfängt Weihbischof Würtz den Ring mit folgenden Worten: „Trag diesen Ring als Zeichen deiner Treue. Denn in unverbrüchlicher Treue sollst du die Braut Christi, die heilige Kirche, vor jedem Schaden bewahren.“ Damit wird die Verbundenheit zur Erzdiözese und zu Erzbischof Stephan Burger sichtbar.
Der Ring wurde im Erzbistum Freiburg hergestellt. Goldschmiedemeister Thomas Landwehr aus Elzach hat den Ring hergestellt. Der Ring besteht aus zwei Metallen, verziert ist der Ring mit den Symbolen, die der neue Weihbischof auch auf seinem Wappen hat: Balkenkreuz/Münsterkreuz, Fisch, Salzkristalle und der Wahlspruch: „Dein Reich komme“. Der Ring selbst besteht aus Gelb-Gold, das Elz-Gold genannt wird, weil die Legierung in den 1950iger Jahren im Elztal entwickelt wurde . Die Zeichen/Symbole sind aus Weißgold hergestellt.










