Der Halm ist gar kein Strohhalm, aber vielleicht ist er bald wieder einer
Der Sohn und ich gehen zum ersten Mal seit langer Zeit wieder gemeinsam ins Kino. Es gibt etwas zu feiern, darum gehört zu dem Kinobesuch für ihn eine Tüte mit Popcorn und ein süßes Getränk. Das Getränk gibt es in einem großen Pappbecher, der Pappbecher kann in einer Halterung an der Armlehne des Kinosessels abgestellt werden. Im Laufe des Filmes trinkt der Sohn immer wieder mit dem Trinkhalm von dem Süßgetränk. So ein Trinkhalm heißt umgangssprachlich oft Strohhalm, dabei wird er ja schon lange nicht mehr aus Stroh hergestellt.
Zum Ende des Filmes zeigt der Sohn mir, wie sich der Trinkhalm im Laufe des Filmes aufgelöst hat und das untere Ende des Trinkhalmes in dem Becher in einem kleinen Rest Brause schwimmt.
Mir fällt ein: Seit Juli 2021 ist aus guten Gründen Einwegplastik in der EU verboten. Bis vor nicht langer Zeit gab es im Kino zum Getränk selbstverständlich einen Trinkhalm aus Plastik. Nun werden Trinkhalme aus anderen Materialien hergestellt; in diesem Kino ist er aus Pappe, die natürlich in dem Getränk nicht über die Filmdauer stabil bleibt.
Nächstes Mal kaufen wir uns einen wiederbefüllbaren Becher und bringen den mit, versprochen. Ich hoffe, dass wir daran denken, zumindest werde ich mir große Mühe geben.