Wenn man mal wieder selbst ran darf....
Die nationale Saison ist rum, dass heißt für mich eigentlich Wettkampfpause, jedenfalls als Delegate. Da es ab Herbst fast an jedem Wochenende zig Möglichkeiten gibt, sich irgendwo klettersportlich zu messen, habe ich auch mal wieder selbst die Chance ergriffen und bei dem ein oder anderen Wettkampf mitgemacht. I sicher scho 3
Auf einen Wettkampf habe ich mich besonders gefreut: „I sicher scho 3“ im High East in Heimstätten, der Halle in der ich meine meisten Trainingsstunden am Seil verbringe. "I sicher scho" ist ein Teamwettkampf bei dem neben dem sportlichen Messen vor allem der Spaß im Vordergrund steht. Es wird immer in Teams zu zwei Personen (oder zwei Personen + Kind) geklettert. In der vierstündigen Quali gilt es so viele Punkte wie möglich zu sammeln, in dem man die bestehenden Routen klettert.
Anschließend gibt es ein Finale der besten fünf Teams in zwei brandneu geschraubten Routen. Besonders macht das Ganze, dass die die Teams zum Teil in Verkleidung antreten, oder sich zumindest die lustigsten Teamnamen ausdenken.
Mein Partner Flo Wientjes und ich waren „Die Buam“. Angetreten wurde standesgemäß in Lederhose, die sich als eine überraschend gute Kletterhose herausstellte. Nach 60 Routen und über 500 Klettermetern pro Nase, konnten wir uns für das Finale qualifizieren. Hier konnten wir uns sehr knapp gegen das Team „Krankengymnastik“ durchsetzen und uns den ersten Preis, ein Wochenende zu zweit im Ötztal ergattern.
„I sicher scho 3“ war ein riesengroßer Spaß und die Touren von Chefschrauber Steffen Hilger waren von der Marke Extraklasse. Hier ein großes Dankeschön an Steffen und das Team vom High East!Wir sehen uns bei einem der nächsten Trainings.
Die Tattoos gehören übrigens zum Outfit ;-)
Ex-Haus Cup 2013
Im Heimaturlaub hat es mich auch mal wieder zu der Geburtsstätte der deutschen Boulderwettkämpfe geführt: Das Ex-Haus in Trier. Bereits der Untertitel des diesjährigen Cups „spooky boulders since 1992“ weist auf die nunmehr zwanzigjährige Tradition des Cups hin.
Das Ex-Haus ist bekannt für seine knallhart geschraubten Boulder und der Leitspruch des Abends „Geschenke gibt’s an Weihnachten!“ hat man an dem Abend mehr als einmal von den grinsenden Schraubern hören können. Für mich war es vor allem ein Treffen mit alten Freunden und ich hatte viel Spaß beim Bouldern mit den alten Kollegen. Besonders Martin „Fleischberg“ Mayer lies es sich nicht nehmen, die Boulder selber zu demonstrieren und sorgte so für offene Münder bei den angereisten Athleten. Der Junge ist verdammt stark geworden und wenn man denkt, mit so einer Masse, wie der Martin sie rumschleppt kann man keine kleinen Griffe festhalten, man kann. Beziehungsweise, er kann!
Am Ende war es für mich ein knapper zweiter Platz hinter Johannes Hoffmann, somit blieb der Sieg beim Traditionswettkampf wenigstens wieder mal im Saarland. Bei den Damen konnte sich Florence Grünewald den ersten Platz sichern. Besonders gefreut habe ich über meinen Extrapreis, den 2 Litern Bier, die ich für das rausreißen eines gespaxten Griffes aus der Wand erhielt. So war dann die Heimfahrt auch nicht zu lange.
Hier noch ein kleines Video von Jean-Marc Winckel zum Ex-Haus Cup:
Am kommenden Samstag ist auch schon der nächste Bouldercup: Rocktown Originals in Kaiserslautern. Ich freue mich schon!
Fotos: HighEast, Vivian Boyer und Jean-Marc Winckel






