Colour Globes for Copper, Aquatint and Watercolour by Philipp Otto Runge

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Colour Globes for Copper, Aquatint and Watercolour by Philipp Otto Runge
Farbphänomen Lila - Farblehre
Farbphänomen Lila · Johann Wolfgang von Goethe · Farblehre
Wie wir das Gelbe sehr bald in einer Steigerung gefunden haben, so bemerken wir auch beim Blauen dieselbe Eigenschaft. Das Blaue steigert sich sehr sanft ins Rote (Rotblau) und erhält dadurch etwas Wirksames, ob es sich gleich auf der passiven Seite befindet. Sein Reiz ist aber von ganz anderer Art als der des Rotgelben. Er belebt nicht sowohl, als dass er unruhig macht. So wie die Steigerung selbst unaufhaltsam ist, so wünscht man auch mit dieser Farbe immer fortzugehen, nicht aber, wie beim Rotgelben, immer tätig vorwärst zu schreiten, sondern einen Punkt zu finden, wo man ausruhen könnte. Sehr verdünnt kennen wir die Farbe unter dem Namen Lila; aber auch so hat sie etwas Lebhaftes ohne Fröhlichkeit. Farbphänomen Lila · Johann Wolfgang von Goethe · Farblehre Read the full article
Farbphänomen Gelb
Farbphänomen Gelb · Johann Wolfgang von Goethe · Farblehre
Gelb ist die nächste Farbe am Licht. Sie entsteht durch die gelindeste Mäßigung desselben, es sei durch trübe Mittel oder durch schwache Zurückwerfung von weißen Flächen. Bei den prismatischen Versuchen erstreckt sich Gelb allein breit in den lichten Raum und kann dort, wenn die beiden Pole noch abgesondert voneinander stehen, ehe sie sich mit dem Blauen zum Grünen vermischt, in ihrer schönsten Reinheit gesehen werden. Wie das chemische Gelb sich an und über dem Weißen entwickelt, ist gehörigen Orts meist umständlich vorgetragen worden. Das Gelb führt in ihrer höchsten Reinheit immer die Natur des Hellen mit sich und besitzt eine heitere, muntere, sanft reizende Eigenschaft. In diesem Grad ist sie als Umgebung, es sei als Kleid, Vorhang oder Tapete, angenehm. Das Gold in seinem ganz ungemischten Zustand gibt uns, besonders wenn der Glanz hinzukommt, einen neuen und hohen Begriff von dieser Farbe. So bewirkt ein starkes Gelb, wenn es auf glänzender Seide, zum Beispiel auf Atlas erscheint, eine prächtige und edle Wirkung. So ist es der Erfahrung gemäß, dass das Gelbe einen durchaus warmen und behaglichen Eindruck macht. Daher kommt es auch in der Malerei der beleuchteten und wirksamen Seite zu. Diesen erwärmenden Effekt kann man am lebhaftesten bemerken, wenn man durch ein gelbes Glas, besonders in grauen Wintertagen, eine Landschaft ansieht. Das Auge wird erfreut, das Herz ausgedehnt, das Gemüt erheitert; eine unmittelbare Wärme scheint uns direkt anzuwehen. Farbphänomen Gelb · Johann Wolfgang von Goethe · Farblehre Read the full article
Farbphänomen Rot · Goethe
Farbphänomen Rot · Johann Wolfgang von Goethe · Farblehre
Man entferne bei dieser Benennung alles, was im Roten einen Eindruck von Gelb oder Blau machen könnte. Man denke sich ein ganz reines Rot, einen vollkommenen, auf einer weißen Porzellan-Schale aufgetrockneten Karmin. Wir haben diese Farbe ihrer hohen Würde wegen manchmal Purpur genannt, ob wir gleichwohl wissen, dass der Purpur der Alten sich mehr nach der blauen Seite hinzog. Wer die prismatische Entstehung des Purpurs kennt, der wird nicht paradox finden, wenn wir behaupten, dass diese Farbe teils actu, teils potentia alle anderen Farben enthält. Wenn wir beim Gelben und Blauen eine strebende Steigerung ins Rote gesehen und dabei unsere Gefühle bemerkt haben, so lässt sich denken, dass nun in der Vereinigung der gesteigerten Pole eine eigentliche Beruhigung, die wir eine ideale Befriedigung nennen möchten, stattfinden könne. Und so entsteht bei physischen Phänomenen diese höchste aller Farberscheinungen aus dem Zusammentreten zweier entgegengesetzten Enden, die sich zu einer Vereinigung nach und nach selbst vorbereitet haben. Farbphänomen Rot · Johann Wolfgang von Goethe Read the full article
Farbphänomen Mennige
Farbphänomen Mennige · Johann Wolfgang von Goethe
Wie das reine Gelb sehr leicht in das Orange hinübergeht, so ist die Steigerung dieses letzten ins Mennige (Gelbrote) nicht aufzuhalten. Das angenehme heitere Gefühl, das uns das Orange noch gewährt, steigert sich bis zum unerträglich Gewaltsamen im hohen Gelbroten. Die aktive Seite ist hier in ihrer höchsten Energie, und es ist kein Wunder, dass energische, gesunde, rohe Menschen sich besonders an dieser Farbe erfreuen. Man hat die Neigung zu derselben bei wilden Völkern durchaus bemerkt. Und wenn Kinder, sich selbst überlassen, zu illuminieren anfangen, so werden sie Zinnober und Mennige nicht schonen. Man darf eine vollkommen gelbrote Fläche starr ansehen, so scheint sich die Farbe wirklich ins Orange zu bohren. Sie bringt eine unglaubliche Erschütterung hervor und behält diese Wirkung auch bei Dunkelheit. Die Erscheinung eines gelbroten Tuches beunruhigt und erzürnt die Tiere. Auch habe ich gebildete Menschen gekannt, denen es unerträglich fiel, wenn ihnen an einem sonst grauen Tag jemand im Scharlachrock begegnete. Farbphänomen Mennige · Johann Wolfgang von Goethe Read the full article
WeeklyPic - Monatsbild 11/2021
WeeklyPic – Monatsbild 11/2021
Und wieder ist ein Monat zu Ende und das Bild des Monats im WeeklyPic erscheint auf der Webseite. Für den Monat November wurden wieder 2 Bigger Picture-Cards gezogen und diese hatten die Themen “Ich-Perspektive” und “Farbkontraste”. Bei einem Spaziergang am 01. November hatte ich mein Monatsbild eigentlich schon fertig, habe dann aber doch eines aus dem Winterlicht in der Innenstadt…
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Farbphänomen Lila
Farbphänomen Lila – Johann Wolfgang von Goethe Farbphänomen Lila
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