Yaghnob Valley, Tajikistan - Adriaan Devillé
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Yaghnob Valley, Tajikistan - Adriaan Devillé
Anfang der 1990-er Jahre
Ist die Vergangenheit farbig oder schwarz-weiß?
Der Anfang der 1990-er Jahre ist selbst denen ein Begriff, die zur der Zeit geboren wurden – oder vielleicht auch erst danach: Die deutsche Einheit, die Vereinigung von Bundesrepublik und DDR (obwohl korrekt: Der Beitritt der DDR zur Bundesrepublik Deutschland) als einschneidender Moment der deutschen Geschichte ist in der kollektiven Erinnerung präsent.
Allerdings, Moment. Mir als zeitgenössischem Beobachter der Ereignisse sind die wesentlichen Momente in Farbe in Erinnerung. Ungefähr so:
Und so dürfte es den meisten gehen: Die Fernsehbilder jener Jahre waren bereits farbig, die ARD-Tagesschau wurde ja auch bereits seit März 1970 in Farbe ausgestrahlt. Die Farbfotografie gab es schon viel länger, und nach dem Zweiten Weltkrieg hielten die farbigen Bilder auch Einzug in den Fotojournalismus.
In den Wochenblättern und Magazinen gab’s ja auch die bunten Bilder vom Fall der Mauer, aus der DDR, von der deutschen Vereinigung zu sehen. In den aktuellen Tageszeitungen jener Tage dagegen überwiegend noch schwarz-weiße Fotos, wie das von Bundeskanzler Helmut Kohl und seiner Frau Hannelore am 3. Oktober 1990, dem Tag der deutschen Einheit, in Berlin (oben). Warum eigentlich – und weshalb nicht alles schon in Farbe, die Technik war doch längst da?
Die Antwort darauf ist zweigeteilt. Eine Erklärung: die meisten Tageszeitungen druckten bis weit in die 1990-er Jahre die Fotos noch in schwarz-weiß. So veröffentlichte zum Beispiel die Süddeutsche Zeitung 1996 das erste Farbfoto auf ihrer Titelseite. Die Zeitungsleser*innen waren also daran gewöhnt.
Zu der fehlenden Nachfrage der gedruckten Medien kam die technischen Hürden für die Farbfotografie in der aktuellen Berichterstattung. Die Bilder wurden auf klassischem Film aufgenommen, der nach der Belichtung erst einmal entwickelt werden musste, ehe es ein weiter nutzbares Foto gab. Diese Filmentwicklung dauerte – und sie war (und ist) für Schwarz-Weiß-Film einfacher und schneller als für einen Farbfilm. Wenn die Aufnahmen noch dazu weit entfernt von der Redaktion und damit vom eigenen Fotolabor entstanden, musste zudem die ganze Ausrüstung für die Entwicklung mitgeschleppt werden; auch das war für einen Schwarz-Weiß-Film einfacher als für einen Farbfilm.
Die Entwicklung war aber nur der halbe Weg, das Foto zum End-Konsumenten zu bringen: Die Bilder mussten schließlich auch übertragen werden, also vom Ort der Aufnahme und/oder der Entwicklung zu den Zeitungsredaktionen. Dafür gab es schon Jahrzehnte lang technische Verfahren, die seit den 1970-er Jahren auch für Farbfotos verfügbar waren:
Allerdings: Die Bildübertragung - mit einer Telefonleitung als Datenleitung - dauerte. An 30 Minuten (!) pro Bild erinnern sich die Fotografen jener Jahre. (Wer bei den Fotos aus seiner Digitalkamera mal die Dateigröße eines Farb- und eines im Schwarz-Weiß-Modus aufgenommenen Bildes verglichen hat, weiß zudem:) Die Übertragung eines Farbbildes dauerte die mehrfache Zeit eines Schwarz-Weiß-Fotos.
All das änderte sich erst Anfang des neuen Jahrtausends: Die Digitalfotografie machte nicht nur die Filmentwicklung überflüssig, sie vereinfachte und beschleunigte auch die Übermittlung der Bilder (die ja nichts anderes sind als digitale Daten). Aus den frühen 1990-er Jahren, der auf verschiedenen Ebenen von Übergängen geprägten Zeit, bleibt die gemischte Erinnerung in Farbe und Schwarz-Weiss.
(Foto oben: Bundesarchiv, Bild 183-1990-1003-010 / Grimm, Peer / CC-BY-SA 3.0, Bundesarchiv Bild 183-1990-1003-010, Berlin, Reichstag, Hannelore und Helmut Kohl, CC BY-SA 3.0 DE ; Foto unten: Bundesarchiv, Bild 183-1990-1003-400 / Grimm, Peer / CC-BY-SA 3.0, Bundesarchiv Bild 183-1990-1003-400, Berlin, deutsche Vereinigung, vor dem Reichstag, CC BY-SA 3.0 DE)
(Thomas Wiegold)
Disko: Lithuanian photography project by Andrew Miksys
“The discos of Lithuania were once Soviet offices, detention centers, weapons storage, rare Lithuanian mushroom-packing plants… who knows? One can dream of their former incarnations and feel that, no matter how grim, they are being violently shoved into history by the hungry young bodies Andrew photographs. These fashionably thin embodiments are literally the heirs of hunger. Poured into Western jeans and poses, they look like bewildered time-travelers who emerged in these shifting prisons to liberate them for dance. Andrew’s photographs capture a generation born to bewilderment: the disko kids still carry the past in their eyes and hard-to-maintain indifference, but they are the creatures of a very brief moment in time, one that will never ever exist again except in these pictures. Miksys has caught a fleeting world that emanates death and hope in the pulses of ephemeral disco lights.” – Andrei Codrescu from DISKO
Chechnya - Stanley Greene
Vor 20 Jahren- Urteil zum Fall Motassadeq wegen der 9/11 Anschläge
Foto: Markus Hansen | Vertrieb: actionpress Mounir El Motassadeq mit seinen Anwälten bei der Urteilsverkündung des 3. Strafsenates des Hanseatischen Oberlandesgerichts am 19.Februar 2003. Mounir El Motassadeq wird als Komplize der Attentäter vom 11. September 2001 beschuldigt und erhielt 15 Jahre Haft. Diese verbüßte er in JVA Fuhlsbüttel und seit 2018 lebt er in Marrakech. Nach Deutschland…
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Here we go. Karen Fromm @_karenfromm . Danke für dieses wundervolle Gespräch. Über Fotografie und wirklich fast alles was damit zu tun. Dabei kommen Arbeiten von Andrea Grützner genauso vor wie die Suche nach einer Antwort auf die Frage: Was wird Fotografie? Die Antwort ist groß und führte uns über die sogenannte Bilderflut und den angebliche Tod der Fotografie. Wir versuchen zwar, das Gespräch über Begrifflichkeiten nicht Überhand nehmen zu lassen, glücklicherweise gelingt das nicht immer. Dass es auch um die Image-Matters-Plattform @imagemattersdiscourse , das Fotografiestudium in Hannover und Visual Journalism geht versteht sich von selbst. Das alles in etwas mehr als einer Stunde. Könnte man fast kompakt nennen. Karen Fromm ist seit 2011 Professorin im Studiengang „Fotojournalismus und Dokumentarfotografie“ an der Hochschule Hannover @fotostudenten.de . Sie studierte Kunstgeschichte, Literaturwissenschaften und Kultur- und Medienmanagement in Heidelberg, Hamburg und Berlin, sie promovierte an der Humboldt-Universität zu Berlin zum Thema ‚Das Bild als Zeuge. Inszenierungen des Dokumentarischen in der künstlerischen Fotografie seit 1980‘. Von 1995 bis 1997 leitete sie die Galerie Pfefferberg in Berlin und ab 1999 das Referat für Ausstellungen und Corporate Design bei Gruner+Jahr. Bis 2011 war sie auch Mitglied der Geschäftsleitung bei der Photo- und Presseagentur FOCUS. Überall wo es Podcasts gibt. Oder dem Link in der Bio oder der Story folgen. #KarenFromm #Fotografie #HochschuleHannover #Fotojournalismus #Dokumentarfotografie #VisualJournalism #Bilderflut #Andrea Grützner #Fotostudium #Fotopodcast #Fotografiepodcast #Photopodcast #visuellerjournalismus #Bildkommunikation #Sichtbarkeiten #Fototheorie #ImageMatters #ImagesinConflict #Diskurs #imagemattersdiscourse https://www.instagram.com/p/Ci12G38s_MT/?igshid=NGJjMDIxMWI=
03.07.2020, Photos by Michael Gründel for @noz_de #freitagsgebet #osnabrück #religion #moschee #fotojournalismus https://www.instagram.com/p/CCMM-DiK8Uj/?igshid=hemxco33axkk
Steven. Dec.2019 For a story with @sdorn_sdo for @noz_de Photo by Michael Gründel #fotojournalismus #newspaper #portrait https://www.instagram.com/p/B6u6SAECQyB/?igshid=1ge8ew9y3ad3e