Ich gebe Fremdes nicht als meins aus, ich schmücke mich nicht mit fremden Federn.
seen from United States
seen from China

seen from United States

seen from Malaysia
seen from Italy
seen from Netherlands
seen from China
seen from China

seen from Malaysia

seen from Malaysia
seen from China
seen from Maldives

seen from India
seen from United States

seen from United States

seen from Malaysia

seen from Australia
seen from Australia
seen from United States
seen from China
Ich gebe Fremdes nicht als meins aus, ich schmücke mich nicht mit fremden Federn.
Kein Vogel schmückt sich mit fremden Federn. Das machen nur Spezies der Gattung „Überflieger“.
Aphorismen/Lebensweisheit
Wer zum Henker hat das geschrieben?!
Wer zum Henker hat das geschrieben?!
Es begab sich zu jener Zeit, in der das Jahr des Feuerhahns noch in naher Ferne, als der Mann, der in unserer Wohnung lebt, ein neue Ära einläutete, indem er – seit jener Zeit höchst regelmäßig – aufbrach in eine nicht weit entfernte Stadt, um Texte und andere Wunder zu erschaffen. Und so geschah es, dass die Frau, die in unserer Wohnung lebt, tagtäglich alleine (neuerdings mit dreiköpfigem,…
View On WordPress
Wer sich mit fremden Federn schmückt, dem wachsen keine Flügel; und sollte er wieder Erwarten abheben, so verbrennen sie, sobald er sich der Sonne nähert
“Geflügelte Worte” des Autors
Man kann sich mit fremden Federn schmücken, aber nicht mit ihnen fliegen.
Gerhard Uhlenbruck
Fremde Federn: Zwischen Welt und ihrer Widerspiegelung
Ein Lob der Zustände ist es, das Malte Fischer auf der "Achse des Guten" all den Zweiflern und Meckerern entgegenhält, die vom Umgang der Politik mit der Wirklichkeit immer noch nicht überzeugt sind. "Eigentlich läuft es ja in der bunten Republik", schreibt er, "Flüchtlinge finden im Wochentakt vierstellige Geldsummen und melden sich sofort auf der nächsten Polizeidienststelle. Dort erklären sie den gerührten Beamten mit Händen und Füßen, dass sie wüssten, wie schlimm es ist,etwas Wertvolles zu verlieren." Klingt logisch und nachvollziehbar, vor allem aber ist es unbedingt berichtenswert, weshalb Stern, Focus und deutsche Tageszeitungen nach Fischers Zählung allein im Juli vier derartige Geschichte verbreiteten. "Das törichte Geschwätz von der Lügenpresse dürfte dank dieser Meldungen endgültig vom Tisch sein", folgert der Autor. Und steigert sich von diesem zielgenauen Auftakt in einen Furor, der den hanebüchenen Graben zwischen Welt und Widerspiegelung in der gesamten Medienlandschaft geradezu amüsant überspringt. "Zeit und Spiegel Online rechnen unbestechlich vor, wie Migration unsere demographischen Probleme löst und die von Pleite-Ossis strapazierten Sozialsysteme saniert", heißt es da, und "Menschenverachtung in sozialen Netzwerken ist ja sowieso eine exklusive Domäne deutscher Rechter" - woraufhin Wortmeldungen von Taz-Lesern zum Abschied von Erika Steinbach zitiert werden: „Eigentlich kann die sterben gehen.“ „Wenn jetzt noch Kohl, Koch und De Maiziere tot umfallen, war der Tag trotz des Scheißwetters ok.“ „Weg mit der alten Schlampe.“ „Guten Rutsch (in die Urne)." Eine Dekonstruktion des schiefen Bildes der Gegenwart, das eine Propagandamaschine zu vermitteln versucht, die im Einzelnen nicht einmal begründen könnte, warum sie die Realität nur noch auf eine Art darzustellen wagen. Wer etwas über "Aber-Nazis" erfahren will, die schlimmer sind als echte Nazis, weil sie eine eingebildete Meinungsfreiheit dazu nutzen, Meinungen zu äußern, die zweifelsfrei nicht geäußert werden dürfen, sollte hier weiterlesen. Wir sprechen zwar verschiedene Sprachen. Meinen aber etwas völlig anderes. http://dlvr.it/BsKxtr
Fremde Federn: Vom Abflauen der Eurorettung
Immer war die Rettung nahe, es brauchte nur eine einzige weitere, letzte Anstrengung, und das große Friedensprojekt Europa würde wie vor Jahren geplant doch noch die dynamischste Wirtschaftsregion der Welt werden, die all ihren Bürgern das höchste Wohlstandsniveau überhaupt bietet. Wolfgang Schäuble, einer der führenden Rettungspolitiker, sagte es schon 2012 voraus: 2013 werde es zu einer Abschwächung der Eurokrise kommen. "Ich glaube, wir haben das Schlimmste hinter uns", war Helmut Kohls früherer Spendenkofferträger sicher. Seitdem ist viel geschehen und die Eurorettung ist tatsächlich ebenso abgeflaut wie die Berichterstattung darüber. "Die Trennung der realen Welt von der Modellwelt der Zentralbanken wird immer deutlicher", analysiert eine Rettungsbilanz des Bankhauses Rottmeyer: "Während man im Elfenbeinturm munter mit Modellen spielt, kommt die Realwirtschaft nicht auf die Beine." Zwölf Jahre nach der Einführung des Euro steht Europa vor einem Scherbenhaufen. Die Arbeitslosigkeit ist rekordhoch, die Jugendarbeitslosigkeit übertrifft sie noch und die deutsche Volkswirtschaft, bisher die Lokomotive, die den Rest Europas unter Dampf hielt, stottert dank Russland-Embargo langsam in die Wachstumsflaute. Über den gemeinsamen Kurs sind die Mitgliedsstaaten so zerstritten, dass nicht einmal mehr um ihr gestritten wird. Länder wie Griechenland steuern auf die Unregierbarkeit zu, Großbritannien steht vor dem Abfall, Frankreich und Italien nehmen Kurs darauf, die Gemeinschaftswährung – ohnehin aufgebläht mit der Notenpresse - durch neue Schulden noch energischer zu inflationieren. Die Europäische Zentralbank regiert den Kontinent, sie folgt dem klaren Kurs, die Sparer für die angerichteten Schäden zahlen zu lassen. Gebracht hat es nichts, aber "die Theoretiker stört dies nicht, sie tun weiterhin „whatever it takes“", heißt es bei Rottmeyer. Bringt nichts, aber "man begegnet dem Problem nun mit dem immer gleichen Mittel: Wenn das vermeintliche Medikament nichts bringt, dann nehme mehr davon. Wer mit der Unterhose im winterlichen Regen also eine Erkältung bekommt, der hat vermutlich einfach noch nicht genug Kleidung abgelegt." Eine bemerkenswerte Herangehensweise, ebenso bemerkenswert wie der Umstand, dass deutsche Zeitungen und Magazin nach Monaten der hektischen Krisenberichterstattung weitgehend aufgehört haben, überhaupt noch über das Thema Euro, Schuldenkrise und wirtschaftliche Misere zu berichten. "Zeit", Berliner Zeitung, Handelsblatt und FAZ nutzen den Begriff im Dezember 2014. Drei Jahre zuvor waren es noch sämtliche Leitmedienredaktionen, jeweils mehrfach. Die Berichterstatter haben aufgegeben, das Publikum hat sich abgewandt. Die Politik spricht nicht mehr über das Thema; sie hofft einfach, dass "eher symbolisches Herumspielen an der Zinskurve" (Rottmeyer) die Sache schon richten wird, irgendwann. Durchhalten ist die Parole, Ablenken und auf bessere Zeiten hoffen. Der ganze schöne Erklärtext von Rottmeyer steht hier. Wir sprechen zwar verschiedene Sprachen. Meinen aber etwas völlig anderes. http://dlvr.it/7x0nnv
Fremde Federn: Postdemokratische Wirklichkeit
Schon geraume Zeit ist es her, dass Volker Zastrow in der FAZ einige hellsichtige Zeilen zum allgegenwärtigen Trend zur widerspruchlosen Diskussion geschrieben hat. Dank Diskurskorrekt haben wir den Text vom 3. Oktober 2009 wiederentdeckt - damals, am 19. Republikgeburtstag, klang er düster und prophetisch. Heute schon beschreibt er die postdemokratische Wirklichkeit eines Landes, dass es sich gestattet, tabulos, engagiert und ohne Denkverbote nur noch über Dinge zu debattieren, bei denen vorab sichergestellt ist, dass sie weder für Gegenwart noch für Zukunft relevant sein werden. Zastrow hat es geahnt. Unserer Gesellschaft scheint inzwischen etwas vorzuschweben wie ein moderierter Diskurs, in dem jeder Inhalt sich der Etikette zu beugen hat. Wobei Etikette längst in Wahrheit nicht wirklich meint, wie etwas gesagt wird, sondern was. Das erkennt man daran, dass denen, die dagegen verstoßen, sofort mit dem Berufsverbot gedroht wird, dem Strafrecht gar, dass ihnen nicht widersprochen wird, sondern dass sie nicht mehr sprechen sollen. Es soll Redefreiheit nur im Rahmen dessen geben, was man hören möchte. Der Zusammenhang zwischen Redefreiheit, Meinungsfreiheit und Demokratie: den meisten scheint er gar nicht mehr bekannt. Aber auch der zwischen offenem Wort, offenem Denken, Einsicht oder gar Umkehr. Jahre nach der großen Kulturrevolution der sechziger Jahre ist an die Stelle der geschleiften Autoritäten ein anonymer, konturenloser Schleim getreten, die verallgemeinerte Autorität, aus dem je nach Bedarf wie Formwandler Gestalten springen und Verdikte verkünden, gegen die keine Berufung eingelegt werden kann. So wird aber auch die Gedankenfreiheit untergraben, das unabhängige Urteil entmutigt. Wir sprechen zwar verschiedene Sprachen. Meinen aber etwas völlig anderes. http://dlvr.it/55vXqd