gascoyne ist der protagonist dieses romans, der zu gefühlten 99 prozent auf der straße stattfindet... es wird nie ganz klar, was gascoyne eigentlich macht, aber er macht es per telefon aus seinem alten wagen heraus, mit dem er unentwegt unterwegs ist (dass es in den 1950er jahren tatsächlich schon autotelefone gab,...). er scheint von hier nicht nur sein eigenes imperium zu regieren, sondern seinen einfluss über die ganze stadt geltend zu machen, mit für ihn reservierten parkplätzen an allen ecken und enden... rufus roughah, und das scheint niemanden traurig zu machen “hat gerade einen schuss zwischen die augen bekommen”. gascoyne bekommt am tatort mit, dass der polizeichef ohne weitere untersuchungen das ganze unter selbstmord abhakt, was für ihn nicht verständlich ist und für die witwe sehr unpraktisch, da sie bei selbstmord keine lebensversicherung kassieren kann. von ihr bekommt gascoyne nun den auftrag den mord zu beweisen (er ist scheinbar auch detektiv...), doch immer mehr seltsame dinge geschehen - angefangen von verschiedenen porsche, die ihn plötzlich verfolgen. dem souverän die stadt managenden gascoyne scheint nun alles aus den händen zu gleiten, sein einfluss scheint zu schwinden, während der polizeichef sich immer mehr herausnimmt - eine situation, mit der gascoyne noch nicht umzugehen weiss...
es ist ein verrückter roman mit ungewöhnlichen wendemanövern nicht nur auf den strassen von gascoynes stadt... der krimi - wenn man ihn denn in diese kategorie tatsächlich einordnen könnte - wurde bereits 1966 von crawford verfasst und nun ins deutsche übertragen. es ist ein skurriler roman, auch ganz abgesehen vom protagonisten, dessen beruf zwischen legalität und illegalität zu schweben scheint, doch ist es ein imperium, was sich absolut nicht im lebensstil von gascoyne widerspiegelt. absurditäten wie eine tintenfischtentakel im ohr, die man sich in irgendwelchen unbenannten kriegen geholt hat, biologische kriegsführung mit riesenregenwürmern, die man im feindesland aussetzt.. und nicht nur riesenregenwürmer, sondern eine menge anderer riesentiere der nahrungskette dazu. und das alles wozu? “zur abschreckung”. ein absurd-skurriler road-trip, der gleichzeitig eine verlogenene, vorurteilsbeladene konsumgesellschaft porträtiert.