So oder so ähnlich war wohl fast jeder Kommentar von Freunden und Familie, die vorab von der Einführung unserer Hanfschuhe Wind bekommen haben.
Leider verhält es sich bei uns Menschen manchmal so, dass wir Mutter Natur falsch verstehen oder einfach nur anders interpretieren. Bei hochwertigen Tees werden beispielsweise junge Blätter (der sog. first flush) verwendet, die für ihren eigenen natürlichen Schutz höhere Konzentration an Stoffen wie Koffein oder Theanin enthalten. Der gewünschte Säuregehalt beim Wein wird durch eine gezielte Defizitbewässerung, also einer Stressreaktion der Pflanze, hervorgerufen. Für uns sind dies Qualtätsmerkmale.
Hanf produziert natürliche „Abwehrstoffe“, sogenannte Cannabinoide. Zu diesen gehören auch THC (Tetrahydrocannabinol) und CBD (Canabidiol). Kern des Ganzen ist also, dass für den Hanfanbau kaum Insektizide und Pestizide benötigt werden. Außerdem ist die einjährige Pflanze relativ anspruchslos und kann nach 100 Tagen mit bis zu 4 Metern Höhe geerntet werden. Wer Näheres zum Hanfanbau in Thailand/Laos sowie zur Verarbeitung für unsere Textilien erfahren will sollte unseren Blog im Auge behalten. Wir werden euch dieses Jahr durch unsere Hanf-Wertschöpfungskette führen.
Abseits von den ökologischen Eigenschaften wollten wir Hanf für unsere Hanfschuhe und T-Shirts aufgrund der Materialeigenschaften verwenden. Hanffasern können bis zu 30% mehr Feuchtigkeit aufnehmen als bspw. Baumwolle und Hanfkleidung und Hanfschuhe fühlen sich trotzdem angenehm trocken auf der Haut an. Durch die bessere Feuchtigkeitsregulierung wird auch die Geruchsbildung bei übermäßigem Schwitzen an heißen Tagen reduziert. Außerdem sind Hanffasern widerstandsfähig, schmutzabweisend und reißfest. Gibt es also ein besseres Material für Schuhe? Die Frage dürfte also nicht lauten, warum wir Schuhe aus Hanf herstellen, sondern warum wir mit dieser Idee fast alleine sind?
Für ein angenehmes Tragegefühl haben eine weitere Zwischensohle integriert und als Sohle gehärteten Gummi.