Du sagst: hier fängt mein Leben an. In der Wohnung mit den ungespülten Tassen, in dem Freundeskreis voll Laster. Du sitzt in Kneipen und glaubst alles zu wissen, du philosophierst über Bier und wenn du am nächsten Morgen aufwachst und es liegt wieder niemand neben dir, dann nennst du dein Alleinsein Unabhängigkeit. Unabhängig vom Alter, nur von den Alten die noch deine Miete überweisen. Du studierst die Dinge, die in den Büchern stehen. Gehst in die Clubs, in die alle gehen. Stehst an der Bar, redest über Leben, sagst so “ja das werde ich dann schon noch sehen, erst Mal Job und Sicherheit und dann, Familie könnt ich mir schon vorstellen irgendwann, also… Vielleicht.”
Jule Weber / Überleben









