Alle Jahre Wieder... //Julian&Sam
Words: 750 Words
Characters: Julian Rushforth, Samuel Kingston
Author´s Note: ...in denen Laura langsam wirklich die Titel ausgehen xD Merry Christmas! @farsael
Eigentlich war Sam ja selbst schuld.
Mr. Frost hatte ihm aufgetragen, den Bereich hinter dem Haus vom Schnee zu befreien, da die Lieferanten sonst Probleme hätten alles für das bevorstehende Weihnachtsessen anzuliefern. Eigentlich war das nicht seine Aufgabe, aber dank einer schlimmen Erkältung lag die halbe Belegschaft von Wainwood House im Bett, und so hatte Sam seine Hilfe angeboten.
Nun stand er schon seit einer geschlagenen Stunde in knöchelhohem Schnee, der einfach nicht weniger zu werden schien. Die zwei Männer, die die Weihnachtsgans geliefert hatten, hatten ihn mit einem mitleidigen Blick bedacht, und waren dann wieder abgezogen.
„So werde ich ja nie fertig…“ murmelte er frustriert. Wahrscheinlich würde er sich auch gleich noch eine Erkältung holen, und ins Bett verfrachtet werden. Dann konnte Mr. Frost das Weihnachtsessen alleine ausrichten, und auch wenn er das dem resoluten Mann durchaus zutraute, so musste es ja nicht unbedingt dazu kommen.
Sam war so in Gedanken versunken, dass er den ankommenden Schneeball erst bemerkte, als er gegen seinen Hinterkopf prallte, und die Hälfte des Schnees ihm in den Nacken rutschte.
Mit einem Schrei begann er, von einem Fuß auf den anderen zu hüpfen, und drehte sich um. Der Ärger auf seinem Gesicht schmolz jedoch sofort dahin, als er in das Gesicht des Übeltäters blickte.
„Julian.“
Niemand hatte den jungen Mann vor heute Abend, oder eher noch morgen früh, zu Hause erwartet. Sam wollte gerade noch etwas sagen, als ihn der nächste Schneeball mitten im Gesicht traf.
„Na warte!“ rief er mit einem Lachen, ließ die Schaufel fallen, und griff in den Schnee, um sich selbst zu bewaffnen. Julian schaffte noch einen weiteren Treffer, bevor es Sam gelang, ihn mit einem Schneeball mitten auf der Brust zutreffen.
Sam lachte und warf einen weiteren Schneeball, bis Julian schließlich genug hatte und sich mit einem erneuten Lachen auf den anderen Mann stürzte. Die Beiden landeten mit einen lauten „Uff!“ im Schnee, und lachten noch immer.
Sam, der nach oben in das rote Gesicht, und die leuchtenden Augen, von Julian sah, griff halbherzig nach mehr Schnee und ließ ihn auf Julian hinabrieseln.
„Ich hab dich vermisst.“ Flüsterte er schließlich, und Julians Lächeln wurde sanfter.
„Ich dich auch, aber jetzt bin ich ja hier.“ erklärte er mit einem Nicken, und Sam hätte schwören können, dass er immer näherkam. Darüber nachdenken konnte er allerdings nicht, denn ein Räuspern ließ die Beiden auseinanderfahren.
Mr. Frost stand, die Hände hinterm Rücken verschränkt, in der Tür zum Lieferanteneingang, eine Augenbraue nach oben gezogen.
„Mr. Rushforth. Wundervoll sie zusehen. Ich denke allerdings nicht, dass es dem gnädigen Herren gefallen würde, wenn sie sich durch den Lieferanteneingang hineinschleichen,“
„Dann sagen sie ihm noch nicht, dass ich da bin?“ Schlug Julian mit einem Grinsen vor, als er sich aufsetzte.
„Sehr wohl. Samuel, ich brauche Sie in…“ Er sah auf seine Uhr, „In zehn spätestens fünfzehn Minuten im Speisesaal. Sagen wir zwanzig. Dann aber bitte vollständig angezogen, und wenn es geht ohne Schnee in den Haaren.“ fügte er dann hinzu und Sam, dessen Gesicht nicht nur von der Kälte rot geworden war, nickte.
„Natürlich, Mr.Frost.“ antwortete er schnell, und meinte fast, ein Lächeln auf dem Gesicht des älteren Mannes zu erkennen, als er sich umdrehte und die Tür hinter sich schloss.
„Das hätte auch schief gehen können.“ Erklärte Sam, als er sich schließlich auch aufrichtete und zu Julian hinübersah.
„Ach, Mr.Frost ist in Ordnung. Außerdem haben wir ja nichts verfängliches getan,“ antwortete der, und sein Grinsen schien nur noch breiter zu werden. „Noch nicht.“
Sam rollte mit den Augen und boxte den anderen Mann in die Seite, konnte sich aber ein Lächeln nicht verkneifen.
„Ich glaube,“ fuhr Julian dann fort, „Ich sollte dir unbedingt aus der nassen Kleidung helfen. Nicht, dass du dich erkältest.“
Sam, dessen Gesichtsfarbe noch röter geworden zu sein schien, griff sich eine Hand voll Schnee, und warf sie nach Julian. Der lachte jedoch nur, als er sich erhob und schließlich Sam die Hand reichte.
„Wir haben noch achtzehn Minuten, bis ich fertig angezogen bei Mr, Frost stehen soll.“ Erinnerte Sam seinen Freund mit einem Lachen.
„Was, traust du mir etwa nicht zu, dass ich dich in achtzehn Minuten ausgezogen bekomme?“
„Doch, aber nicht, dass du mich wieder angezogen bekommst.“ Grinste Sam, wurde dann jedoch plötzlich wieder ernst. „Ich bin froh, dass du da bist.“ Lächelte er, und Julian tat es ihm gleich.
„Ich auch.“ Antwortete her, und seine Finger streiften die von Sam. „Und jetzt aber los, uns bleiben noch sechzehn Minuten,“ fügte er dann hinzu, was Sam nur noch mit einem Lachen bedachte.











