Manchmal ist die Wahrheit eine Art von Liebe die zu wenig Herzen ertragen können.
- Laura Chouette
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Manchmal ist die Wahrheit eine Art von Liebe die zu wenig Herzen ertragen können.
- Laura Chouette
If I knew than what I know now
Ich glaube es war 2002, in der 12 Klasse. Damals war ich 18 und ich wusste noch so vieles nicht. Ich war mir weder meiner Intelligenz bewusst noch war mir klar, dass ich durchaus zu den schönen Menschen gehören. Selbstbewusstsein war noch etwas von dem ich allenfalls gelesen hatte und der bewusste Einsatz meiner Reize, Vorzüge und all meiner Weiblichkeit wollten erst zwei Jahre später entdeckt und ausgereizt werden.
Aber eins war mir klar: ich war verliebt in Pepunkt. Und wie! Jede Nacht schlief ich ein, während ich mir vorstellte, ihn zu küssen, zu berühren, von ihm gewollt zu werden.
Er war schon mindestens einmal sitzen geblieben, zwei Jahre älter als ich und so verdammt cool, witzig und absolut heiß. Wir hatten beide Deutsch bei EO. Mein Highlight im Stundenplan. Ja, manchmal lächelte er mich offen und herzlich an, aber mir war klar, dass ich graue Maus nichts für ihn sein kann.
Dann kam DER Abend. Ich war wie jeden Samstag mit meinen Freundinnen tanzen. Pepunkt war auch da und ab und an lachten wir uns an. Ich war an diesem Abend die Fahrerin, aber das wusste er nicht und da ich mir ziemlich sicher war, dass er getrunken hatte, tat ich auch angesäuselt. Auf einmal kam er zu mir rüber, lächelte und sagte: "Ich muss dich einfach küssen!"
Und dann küsste er mich. Eins, zwei Sekunden lang berührten sich unsere Lippen so zärtlich und gleichzeitig intensiv, als hätten sie endlich ihre Bestimmung gefunden. Ich war so überrascht, glücksseelig und wusste nicht wie mir geschah. Er lächelte und ging einen Schritt rückwärts.
"Kannst du das auch besser?" fragte ich und lächelte frech. Ich war selbst ganz erstaunt, dass ich tatsächlich mal im richtigen Momemt schlagfertig war. Allerdings konnte ich nicht allzu lange darüber nachdenken, denn er sprang darauf an, kam zurück und küsste mich noch einmal. Diesmal so heiß, intensiv, innig und lange. Noch heute bekomme ich Gänsehaut, wenn ich an diesen Kuss denke. Selten danach hat sich ein Kuss so phantastisch angefühlt. Ich genoss jede Sekunde, saugte den Moment in mich auf. Mir war klar, wie einzigartig dies bleiben sollte und war dem Alkohol ein bisschen dankbar.
Vor der nächsten Deutschstunde hatte ich einfach nur Angst. Ich hatte Angst davor, wie es sich anfühlen würde, wenn ganz offiziell wahr werden würde was ich doch längst wusste - wenn Pepunkt mir erklären würde, dass er zu viel getrunken habe und alles nur ein Ausrutscher sei. Einen anderen Grund konnte ich mir beim besten Willen nicht vorstellen, warum jemand wie er jemanden wie mich küssen würde.
Ich wagte den Angriff nach vorne, fing ihn vor dem Unterricht ab und fragte, ob er damit einverstanden wäre, wenn wir das alles einfach vergessen. Ich hatte so Angst davor, als naives, dummes junges Fing dazustehen. Er schenkte mir sein umwerfendes Lächeln und sagte: "Einverstanden".
Die nächsten Wochen starb ich innerlich immer ein bisschen bei der Erinnerung an unseren Kuss und schwebte gleichzeitig, dankbar für diesen Moment.
Ein Jahr später steckten wir beide in festen Beziehungen. Als der große Abiulk anstand und unser Abschussjahrgang zusammen wild und bunt am See feierte, da kam Pepunkt zu mir. Er setzte sich zu mir ins warme Sommergras und wir tranken viel zu süßen, viel zu warmen Wein zusammen. Die Stimmung war entspannt, leicht und glücklich.
"Weißt du," sagte er zu mir, "ich muss dir was sagen." Ich war gespannt und befürchtete, er würde nun doch nachholen, was ich zu vermeiden versucht hatte. "Ich war damals nicht betrunken" fuhr er fort, "und ich war so unglaublich verliebt in dich!" Was? Das könnte doch jetzt bitte nicht wahr sein. Mir wurde schlecht, weil mir wie von einem Vorschlaghammer getroffen klar wurde, was ich da Großes vermasselt hatte. Er lächelte mich an. Irgendwie erleichtert. Ich nahm mir ei Herz und erzählte ihm auch alles. Von meinen Sehnsüchte und Ängsten. Er war genauso baff und irgenwie erleichtert.
Wir saßen noch sehr lange zusammen dort. Dieser Moment gehörte uns auch. Und irgendwie war uns beiden klar, dass diese Gefühle nie ganz verschwunden waren und sich nun wieder mächtig ihren Weg bahnten.
Aber wir waren vergeben. In guten Beziehungenen mit Menschen, die wir nicht verletzen wollten. An einem Scheideweg im Leben, der uns beide in ganz unterschiedliche Richtungen führen wollte. Und so blieb es bei diesem zweiten Moment, der nur uns gehören sollte.
Ab und an haben wir uns in den letzten 17 Jahren auf Festen und Feiern gesehen. Vielleicht fünf mal, nicht viel öfter. Und jedes Mal wieder werde ich ein wenig wehmütig, rufe die Erinnerungen auf, genieße sie und fühl mich mit Pepunkt tief verbunden. Und inzwischen weiß ich, dass es ihm auch so geht.
Und wenn er lächelt, gerate ich in Panik.
Trailblazzer
Ich will nur einmal so verliebt sein,
dass ich mich nicht mehr daran erinnern kann,
warum ich mich überhaupt auf sie eingelassen habe.
- Laura Chouette
Wir verlieben uns so leicht
während wir unsere eigenen Herzen vergessen
die nicht einmal wissen,
wie man fliegt.
- Laura Chouette
Sterben fühlt sich für alle gleich an - nur die Liebe macht einen Unterschied in unserem Leben.
- Laura Chouette
Junge Liebe & Junges Baby: Eure Beziehung meistern – Ein Herzensweg 💖
Stell dir vor, es ist kurz nach der Geburt. Dein kleines Wunder schläft friedlich in deinen Armen, und du blickst deinen Partner an. Ein Moment der innigen Verbundenheit, durchzogen von purer Erschöpfung und grenzenloser Liebe. 🥰 Doch dann kommt der Alltag, und mit ihm die Herausforderungen. Windelwechsel, schlaflose Nächte, das Gefühl, sich selbst zu verlieren… Wie könnt ihr als junges Paar…
Der Fluch von Scarborough Fair 40, 41, 42: Waulking Song
40
Als das Geschöpf, das sich Padraig Seeley nannte,
O.o
pünktlich um drei Uhr nachmittags, wie mit Soledad abgesprochen, vor dem Haus der Familie Markowitz in Waltham vorfuhr, war ihm sofort klar, dass niemand daheim war.
Padraig hat offenbar magische Fähigkeiten und ärgert sich, dass diese bei Soledad und Leo nur dann funktionieren, wenn sie in seiner Gegenwart sind. Andernfalls hat ihre Liebe zu Lucy Vorrang. Padraig will auch Zach loswerden.
Er ist der „Elfenritter“, dem sich Fenella Scarborough anno dazumal in Schottland* widersetzte und der seither seinen Spaß daran hat, ihre Nachfahrinnen scheitern und wahnsinnig werden zu sehen. Arsch.
Er spürt eine gewisse Magie um das verlassene Haus und bricht magisch ein, nur um das ziemlich unförmige gefilzte (aha!) Hemd zu sehen, das Lucy geschaffen hat. Ohne Nadel, Saum und Naht. Offenbar zählt das, denn er kann es nicht berühren. Aufgabe 1 ist damit erledigt.
* Hier ist das Buch ärgerlich amerikanisch. Scarborough ist eine englische Stadt, kein Nachname. Wieso sollte ein schottisches Mädchen einen schottischen Vornamen (Fenella = Fionnualla) haben, aber einen englischen Nachnamen (der aus dem Altnordischen stammt)?
41
Während Soledad, Leo, Lucy und Zach auf dem Weg zum McLean Hospital sind, einer psychiatrischen Klinik (?), macht sich Zach Gedanken über das Heiraten und ob sie finanziell auskommen, sollten seine Eltern nicht zustimmen.
Anyway. Ein Privatdetektiv hat Miranda aufgespürt und im McLean gibt es wohl einen Arzt, der eine Prämie dafür bekommt, Patienten mit bestimmten Bedürftigkeitsvoraussetzungen kostenlos zu behandeln. Oder so. Gute Neuigkeiten also für Miranda.
In der Klinik will Lucy zuerst alleine mit Miranda sprechen.
42
Lucy folgt einer Ärztin (?) quer über das Klinikgelände, das sie an einen Unicampus erinnert.
Sie fragte sich, was die Frau in beige wohl denken würde, wenn sie erklärte: „Das Problem meiner Mutter ist, dass unsere Familie vor langer Zeit von einem dämonischen Elf verflucht wurde.“
Es beschäftigt sie, dass sie mit niemandem über ihre tatsächliche Situation reden kann, weil sie ihren guten Ruf einer verständigen Person wahren muss. Außer mit ihrer Familie natürlich. Und Zach, haaaachja.
Lucy darf in Mirandas Zimmer, eine Frau namens Janis wartet draußen. Miranda schläft. Als sie aufwacht, erkennt sie Lucy nicht so wirklich. Lucy legt sich neben sie, nimmt ihre Hand und legt sie auf ihren Bauch. Sie sagt Miranda, dass sie jetzt versteht; dass sie weiß, dass Miranda ihr eine gute Mutter war (solange es ging), und dass sie sie liebt.