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Greenhouse gases dropped just 0.1% last year as environment minister criticises lack of improvement
Irgendwer wirklich davon überrascht?
Noch 5 Tage bis zur Bundestagswahl.
Ungeachtet der Tatsache, dass es im öffentlichen Wahlkampf kaum eine Rolle spielt, ist das Klima für die Parteien zumindest in den Programmen Thema. Einen vergleichenden Abriss in aller Kürze findet ihr zum Beispiel hier:
Am 23. Februar ist Bundestagswahl. Was planen die Parteien beim Klima- und Umweltschutz? Wie steht es um erneuerbare Energien, Verbrenneraus
(Und ich finde es ja hart gruselig, wie klimafeindlich und wissenschaftsfern insbesondere die FDP unterwegs ist.)
Was haben Orangen und ihren Schalen mit Klimaschutz zu tun?
Die Erderwärmung zu reduzieren und das Klima zu schonen, heißt auch, möglichst wenige Lebensmittel wegzuschmeißen und möglichst viele Bestandteile davon zu nutzen. Etwa 1/3 aller Lebensmittel landen in der Tonne. Das muss nicht sein! Die Lebensmittelproduktion verursacht eine Menge Kohlendioxid und ist daher für den Klimawandel mit verantwortlich. Die Verwendung von Orangen und Schalen ist ein wunderbares Beispiel für Klimaschutz im Alltag - das wir alle leicht umsetzen können. Schalen braucht ihr künftig nicht mehr wegzuschmeißen. Und leicht schrumpelige Früchte mit kleinen Druckstellen solltet ihr ebenfalls noch essen.
Stellt Getränke aus dem Fruchtfleisch her: Orangensaft, Orangen-Ingwer-Aufguss, Orangen-Zitronen-Sirup.
Bereitet aus den Schalen Delikatessen zu: Orangenschalen-Tee oder kandierte Orangenschalen.
Verwendet die Schalen zum Reinigen und Spülen für euren Haushalt: Orangenschalen als Klarspüler für die Geschirrspülmaschine oder als selbstgemachtes Putzmittel in Form von Orangen-Essig-Reiniger.
Mehr Informationen, Tipps und Rezepte gibt es in dem Buch "Wirf mich nicht weg - Das Lebensmittelsparbuch" oder auf der Nachhaltigkeitsplattform Smarticular (https://www.smarticular.net/).
Mehr als 333 nachhaltige Rezepte und Ideen gegen Lebensmittelverschwendung Lebensmittelverschwendung geht uns alle an - und wir alle können…
Geflickt und Zugenäht
Schönheit liegt im Auge des Betrachters
Als Mordindustrie bezeichnet Kathrin Hartmann die Kleidungsindustrie, und wenn man sich ein bisschen mit den Techniken dieser Branche beschäftigt, stellt man schnell fest, sie hat recht. Nicht nur, dass unsere Kleidung tausende Kilometer, mit vielen Zwischenstationen quer über den gesamten Globus verteilt, zurücklegt bis sie bei uns ist und nicht nur dass sie mit hochgiftigen Chemikalien arbeitet die vor Ort die Flüsse, die die Menschen zum Leben bräuchten, vergiften und umbringen, auch die Arbeitsbedingungen kann man leider nur als Menschenfeindlich bezeichnen.
Für den Kunden ist es schwer, da durchzublicken und richtig zu kaufen, fair zu kaufen, umweltfreundlich zu kaufen, und auch teure Marken, müssen nicht unbedingt fair oder umweltfreundlich sein nur weil sie teuer sind. Jedes Teil das bei uns in Geschäften hängt, kommt einzeln in Plastik verpackt dort an – der Müllberg ist gigantisch, und wenn die viel zu viele Kleidung nicht gekauft wird bis die nächste Kollektion auf den Markt kommt, ist sie ebenfalls Müll. Weil jeder immer das Neueste haben will, können Altkleidersammler die Mengen fast gar nicht mehr stemmen mit denen sie sich konfrontiert sehen und weil vieles schlicht zu billig produziert wird, ist die Kleidung von heute auch schnell der Müll von morgen. Sollte man heute die gesamte Kleidungsproduktion spontan anhalten, könnte man die gesamte Menscheit noch 5 Jahre lang mit Kleidung versorgen - hieß es in einer Doku die ich kürzlich gesehen habe. Wir produzieren also viel zu viel und weit mehr als wir jemals tragen können.
Prinzipiell gilt also, das beste Kleidungsstück ist das, was nicht produziert wird! Damit weniger produziert wird, müssen wir wieder lernen das zu schätzen und zu pflegen was wir haben und im Zuge dessen auch weniger kaufen. Wieder lernen, Kleidung zu reparieren, zu tauschen oder bei Second Hand Läden einzukaufen.
Ich möchte den Fokus heute speziell auf die Jeans lenken, auch ihre Herstellung ist, wie bei allen Textilien, äußerst umweltschädlich und schmutzig. Für die Herstellung einer Jeans werden im Durchschnitt 8000 Liter Wasser benötigt, dazu kommen noch jede Menge giftige Chemikalien zum Einsatz, für den “gebraucht” Look z.B. das so viel kritisierte Sandstrahlen. Vor Ort werden die Arbeiter krank und die Chemikalien töten die Flüsse, was wiederum schlecht für Bauern und Fischer ist, die ihre Lebensgrundlage daraus beziehen.
Die Stoffe sind – so Industrie will – meistens auch noch sehr billig und dünn, mir fällt es zumindest schwer Frauenjeans mit einem robusten, langlebigen Material zu finden, was ich bisher an Jeans sah, schien darauf getrimmt schnell kaputt zu gehen, damit man schnell neu kaufen muss.
Unsere Politik lässt all diese Missstände kommentarlos zu, und Konzerne dürfen machen wie sie wollen. Weil für mich die schöne Mode dadurch ziemlich hässlich wird, ist es mir persönlich ein Anliegen, das was ich habe zu reparieren. Daher sind meine Jeans auch geflickt – mehrfach!
Das sieht auf den ersten Blick vielleicht nicht so schön aus (falls es denn jemandem auffällt), würde man aber wirklich einmal sehen wie boshaft und schmutzig die Modeindustrie arbeitet, würden wir alle wahrscheinlich die Mode als das sehen was sie ist – einfach abgrundtief hässlich und würden die Schönheit im Erhalt von Dingen sehen.
Schönheit ist eigentlich nur ein subjektives Empfinden, und die Industrie gibt meist vor, was wir als schön zu sehen haben. Auch hier müssen wir wieder lernen umzudenken und prüfen ob Ausbeutung und Umweltvergiftung wirklich jemals schön sein können, oder ob es nur der Schein ist der uns so gefällt. Tatsächlich empfinde ich es inzwischen als viel schöner, Dinge zu hegen, zu pflege, zu flicken und zu reparieren. Sprich – zu bewahren was man hat. Denn selbst das Nachhaltigste Stück verbraucht dennoch Ressourcen und Energie. Und wenn gut gesetzte Löcher in Jeans, die den Verschleiß meist sogar noch beschleunigen, modern sein können, warum dann nicht auch irgendwann ein paar gut gesetzte Flicken, die ihnen ein langes Leben ermöglichen? 😉
Berlin, Germany 2019
Together then, together now!
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