8. März 2020
Den Schlüssel zur Dose gibt's fast nur noch für Corned Beef
Der TT-Eintrag über die Dosenöffnungslaschen statt Dosenöffner führt dazu, dass wir in der TT-Redaktion versuchen, aus eigener Erinnerung und aus Quellen wie Wikipedia die Entwicklung der Dosenöffnungstechniken zu rekonstruieren. Dabei kommt unter anderem heraus:
• Viele erinnern sich an die Kondensmilchdosen, die mit einem eigens dafür vorgesehenen Werkzeug zwei (oft dreieckige) Löcher eingestanzt oder einfach runde Löcher eingedrückt bekamen. Inzwischen scheint die Kondensmilchdose weniger verbreitet als Kondensmilch, gerne gesüßt, aus der Tube. Aber die Werkzeuge dafür haben in einigen Küchenschubladen überlebt:
• Niemand kann sich an eine Zeit erinnern, in der Getränkedosen nicht mit einer Aufreißlasche versehen waren. Kein Wunder, denn Wikipedia weiß dazu:
Seit 1962 gab es Getränkedosen auch mit Trinköffnungen, die ohne Werkzeuge zu öffnen waren – ein Metallstreifen, Lift-Tab genannt, ließ sich direkt mit der Hand von der Trinköffnung abreißen.
• “Und habt ihr schon das Thema Fischdosenöffnungsschlüssel besprochen?”, mahnt Kathrin, und in der Tat: haben wir nicht. Das mag damit zusammenhängen, dass auch Fischdosen inzwischen in der Regel eine Aufreißlasche haben.
Aber: Das Schlüssel-artige Werkzeug, mit dem die Dose durch Aufziehen eines umlaufenden Metallstreifens geöffnet wird, gibt es immer noch – bei den traditionellen Dosen mit Corned Beef (Foto oben) und seiner Schweinefleischvariante, die meist als Frühstücksfleisch vermarktet wird. Die haben nicht nur weiterhin diesen Öffnungsschlüssel, sondern auch die typische viereckige Form, in der sonst Konserven angeboten kaum werden.
(Thomas Wiegold)













