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Panama-Gate – eine Sonderoperation Putins
Contra-Mag.:Die Wellen des Mossack-Fonseca-Skandals schlagen hoch. Mit einer unerwarteten Hypothese ist Clifford G. Gaddy, wissenschaftlicher Mitarbeiter des sehr einflussreichen amerikanischen Institutes Brooking Institution und Russlandspezialist, aufgetreten. Seiner Meinung nach steht hinter Panama-Gate der allmächtige Wladimir Putin. Von Thomas Roth Clifford Gaddy ist überzeugt, dass Wladimir Putin die Welt verwaltet – gerade hat er die Diskreditierung ... http://dlvr.it/L249th
Rezension: „Konspiration – Soziologie des Verschwörungsdenkens“ von A.Anton, M.Schetsche und M.Walter
Überzogenes Misstrauen? Kollektive Paranoia? Behandlungsbedürftiger Irrsinn? „Verschwörungstheorien“ besitzen einen eher zweifelhaften Ruf. Andreas Anton und seine Mitstreiter_innen prüfen in wie fern diese Bewertung zweifelhaft ist. Dabei bilden die Autor_innen der Aufsätze ein Spannungsfeld zwischen wissenschaftlicher Wahrheitssuche und Unsinn ab.
Anton,A.; Schetsche M.; Walter M. (Hrsg.): „Konspiration – Soziologie des Verschwörungsdenkens, Springer VS, Wiesbaden 2014 351 Seiten à 34,99 €
tm;dr: „Konspiration“ Anton: mit viel kritischer Distanz lesen These: Verschwörungsdenken = Wissen das noch nicht v.d. Gesellschaft anerkannt wird
Vor die sechs Fallstudien über bekannte Verschwörungstheorien, vier Einblicke in den medialen Diskurs von Verschwörungstheorien und vier Beiträge über „Theoretische Perspektiven“, haben die Herausgeber das Vorwort gesetzt. Und das solltest Du gelesen haben, um die folgenden Diskurse zu verstehen.
Anton identifiziert in diesem Vorwort Verschwörungstheorien als „heterodoxes Wissen“, und weiter als: „ein Überzeugungs- oder Erklärungsmodell, welches aktuelle oder historische Ereignisse, kollektive Erfahrungen oder die Entwicklung einer Gesellschaft insgesamt als die Folge einer Verschwörung interpretiert, wobei die Existenz dieser Verschwörung von der Mehrheit der Bevölkerung, den Leitmedien oder andere gesellschaftlichen Deutungsinstanzen nicht anerkannt wird.“ Demnach unterscheidet sich diese Definition in erster Linie durch ihre Schwerpunktsetzung von anderen versuchen Verschwörungsdenken zu definieren.
In den Fallstudien befassen sich die jeweiligen Autor_innen mit Sachverhalten, die Anlass zu diversen Spekulationen boten, so zum Beispiel dem Mord an Kennedy, dem Auftreten von AIDS oder Theorien zum 11.September. Was mir gleich ins Auge sticht, das sind die starken Unterschiede in Aufbau und Qualität.
Ganz konkret: Wie ernst kann ich eine Aufsatzsammlung nehmen, in der in der Fußnote eben mal kurz erwähnt wird, dass „Die Ritter vom Heiligen Grab zu Jerusalem“ oder die „Atlantik-Brücke“ die “parallel zur eigentliche Regierung” die Geschicke Deutschlands bestimmen? (S.83) Ziehe ich die (lesenswerte) Erklärung von Butter auf S. 271 des gleichen Buches heran, die beschreibt wie Verschwörungstheoretiker widersprüchliche Theorien zu „[s]uperconspiracies“ verschmelzen, wenn das opportun ist? Oder erträgt man so etwas nur noch mit der zynischen Bitte, dass man sich doch entscheiden soll, ob eine untergeordnete Körperschaft des Vatikan oder doch die Ostküstenjuden heimlich über Deutschland herrscht? Alles was ich weiß ist, dass mich solch steile Thesen am Autor und den Herausgebern zweifeln lassen.
Die kritisch-materialistische Sichtweise von Klöckner zum Bilderberger-Treffen steht dazu im krassen Gegensatz und gehört mit zu dem ernsthaftesten und glaubwürdigsten, was ich bislang über diese Treffen gelesen habe.
Das Wechselspiel zwischen Behörden und Verschwörungstheoretiker wird in der Fallstudie von Ingbert Jüdt über die Bennewitz-Affäre famos aufgearbeitet. Das könnte einigen die Augen öffnen!
In den darauf folgenden Texten über mediale Diskurse gehen die Autoren auf die „Mainstream-Medien“, die Gatekeeper-Funktion von Google und der Wikipedia, sowie Film und Comis ein. Das ist interessant zu lesen, birgt aber wenig neues. Was komplett ausgeklammert wird, ist das aufgreifen des Verschwörungsdenkens durch Neonazis, Rassisten und Querfrontler. Für ein Werk, dass im ersten „Friedenswinter“ 2014 erscheint, währen etliche Akteure angewandtes Verschwörungsdenken nutzten um gegen Verfassung und Ausländer zu hetzen, ist das verwunderlich.
Den Abschluss bilden vier Politik- oder Kommunikationstheoretische Einordnungen, ein Grundlagenwissen, das für die weitere Beschäftigung mit dem Thema sinnvoll ist. Gerade in diesen Artikeln bin ich jedoch an die Grenzen meines Wortschatzes gestoßen. Für Normalbürger sind diese Kapitel schwer zu verstehen.
Während sich immer neue Autoren bemühen das Thema „heterodoxes Wissen“ in unterschiedlichen Facetten darzustellen und dabei Lanze um Lanze für die 'unterdrückte' Meinung brechen, stelle ich mir die Frage, ob es nicht doch Wissensbestände gibt, die zurecht bekämpft werden.
Eugenik und Rassenlehre, das sind Wissensbestände, die sich nicht nur als wissenschaftlich falsch erwiesen haben, sondern aufgrund des Unheils, welches sie ausleben bekämpft werden. Und das – meiner Ansicht nach – völlig zurecht.
Eine kritische Diskussion über dieses Thema findet sich nicht. Stattdessen findet man aufgeladene Begriffe und Behauptungen, wie die, dass der Mainstream die Verschwörungstheorie verfolge wie einst die Kirche den Häretiker. Selbst der Begriff heterodoxes Wissen lässt sich so lesen, schließlich bedeutet heterodox laut Duden „von der herrschenden Kirchenlehre abweichend“. Diese Selbstinszenierung als heldenhafte Streiter gegen den Mainstream, die einige Autoren befällt befremdet mich.
Fazit:
Nach einer anfänglichen Begeisterung über die ungewöhnlich differenzierte Aufarbeitung des Themas stellte sich schnell eine Ernüchterung ein. Da ist zum einen die fehlende Distanz einiger Autor_innen zu ihrem Thema zum anderen die gefährlich weit geöffneten rechten Flanke und die Selbstwahrnehmung einiger Autoren als willkürlich unterdrückte Häretiker. Das ist schade, weil damit die vielen guten Ansätze der anderen Autor_innen für eine angedeutete ideologische Schlacht in Geiselhaft genommen werden.
Dieses Buch sollte man nicht unkritisch lesen und ständig prüfen, ob die Autoren versuchen einen neutralen Standpunkt einzunehmen.
Slutstenen af A. M. Dean
Slutstenen af A. M. Dean
Historieprofessor Emily Wess er tilbage A. M. Dean er tilbage med en selvstændig fortsættelse af “Det forsvundne bibliotek“. Gensynet med Emily Wess byder igen på en hæsblæsende, velskrevet og spændende konspirationsthriller. Mordet der ikke giver mening Emily Wess bliver vidne til det uforklarlige drab på sin fætter. De ukendte gerningsmænd er på jagt efter et gammelt gnostisk manuskript som…
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Greetings/Hälsningar!
You have arrived to a blog that shows appreciation for the Swedish dub of Steven Universe! You can call me Ronaldrik, it’s like a super scandinavian version of Ronaldo hahaha lol! Don’t worry, I’ll translate all my posts for your convenience =)
Välkommen till KSSW, nordiska nästet för näsvis nyfikenhet! Min identitet måste förbli hemlig, men till dess kan ni kalla mig R.
Innan ni fortsätter måste ni veta vad ni ger er in på. Detta är ingen hyllning till den svenska dubben. Detta är en semipublik utredning av ett mysterium och en konspiration!
Ni kanske undrar varför jag spelar fårson (får-person. Typ som s-h-e-e-p-l-e fast utan att ge efter för den engelsktalande konspirationens korruption) i den engelska översättningen. Jo, mina vänner... jag har goda skäl att tro att den engelsktalande befolkningen är med i konspirationen!
“Men R, vilken konspiration?”
Det ska vi upptäcka tillsammans, på denna blogg. Till nästa gång, håll svenska dubben konstig!
A. M. Deans Det forsvundne bibliotek
A. M. Deans Det forsvundne bibliotek
Viden er magt og magt kan dræbe Så har jeg læst endnu en bog med titlen “Det forsvundne bibliotek”. Denne gang er bogen skrevet af A. M. Dean, dette navn er dog et pseudonym og denne forfatter er lidt af et mysterium. Det man med sikkerhed ved er, at han er en førende autoritet inden for gamle kulturer og religion, har haft en del prominente positioner på nogle af verdens mest prestigefyldte…
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Konspiratonsteorier om terrorangrebet i Paris
Radio24syvs eftermiddagsprogram Reporterne undersøger nogle af konspirationsteorierne om tragedien i Paris.
Mange er utilfredse med den officielle udlægning af begiverhederne i Paris -konspirationsteorier ulmer - vi gennemgår nogle af de alternative teorier.
Lyt til indslaget
Helden und geheime Eliten
„Die Wahrheit ist irgendwo da draußen“ lautet die ikonische Selbstbeschreibung der Serie Akte X um zwei FBI-Agenten, die in einer Unterabteilung der amerikanischen Kriminalpolizei paranormale Phänomene untersuchen. Das antagonistische Ermittlerduo besteht aus der skeptischen Medizinerin Dana Scully und dem Verschwörungsgläubigen Fox Mulder, an dessen Wand ein UFO-Poster mit dem sehnsuchtsvollen Satz „I want to believe“ hängt.
Fünfzehn Jahre später, zu Zeiten der Enthüllungsgeschichten um den amerikanischen Geheimdienst NSA, mutet ein sehnsüchtiges „Ich möchte glauben“ regelrecht anachronistisch an. Denn der NSA-Skandal zeigt, dass die Realität die Fantasie vieler Verschwörungstheoretiker längst überholt hat.
Der erste geisteswissenschaftliche Sammelband zum Thema „Verschwörungsdenken“ möchte nun zur Klärung und Erhellung des umfangreichen Feldes beitragen („Konspiration. Soziologe des Verschwörungsdenkens“, hrsg. von Andreas Anton, Michael Schetsche und Michael Walter, Springer VS, Wiesbaden, 2014).
So divergent, wie sich die Gegenstände von Verschwörungsdenken darstellen – Gibt es UFOs? Wer ist für 9/11 verantwortlich? Beherrschen Freimaurer-Logen die Welt? – so vielseitig sind auch die Herangehensweisen im Sammelband.
Regine Igel macht in einem glänzenden historischen Abriss marginalisierte Fakten zugänglich, die die Verbindungen der NATO mit der „Elite-Loge“ Propaganda Due und deren illegale Einflussnahme auf die italienische Nachrkiegspolitik beleuchten (Regine Igel, „Die P2-Loge und die geheimen Gladio-Truppen in Italien“).
Filmischen Darstellungen des Verschwörungstopos’ hingegen widmet sich Matthias Hurst (Matthias Hurst, „Verschwörungen und Verschwörungstheorien im Film“). Anhand Steven Spielbergs „Munich“ von 2005 und Oliver Stones „JFK“ von 1991 werden basale medienwissenschaftliche Konstruktionen vorgeführt. Interessanterweise stellt sich genau dadurch mehr Klarheit im Verständnis realer verschwörungstheoretischer Wirkungsmechanismen ein. Denn die binnentypischen Elemente eines Films, der Verschwörungstheorien verarbeitet, weisen erstaunlich viele Parallelen zu typischen „Verschwörungsnarrativen“ auf, wie sie beispielsweise im Internet häufig anzutreffen sind. So gibt es eine bestimmte Exposition, meist die Heldenerzählung eines einsamen, ungehörten Rufers in der Wüste. Darüber hinaus wird eine bestimmte Dramaturgie etabliert: Die Dringlichkeit des Anliegens ist absolut und nicht zu hinterfragen, ganz gleich, ob es sich um einen Bombenangriff handelt oder die Übernahme der Weltherrschaft. Die zielgebundene, manipulatorische Darstellung bestimmter Sachverhalte wird als oberstes Gut gehandelt; Der verschwörungstheoretische Diskurs handelt nicht von Freiheit, sondern von Befreiung.
Gerd Hövelmann wirft in einem weiteren Beitrag grundsätzliche Systemfragen im Umgang mit dem Thema Verschwörung auf (Gerd H. Hövelmann, „Ach, wie gut, dass niemand weiß…! Ortho- und heterodoxe Perspektiven auf die Ermordung John F. Kennedys“). Darin attestiert er Akademikern und Intellektuellen große Vorbehalte, mit nicht-orthodoxem Wissen und Verschwörungsdenken überhaupt „in Verbindung gebracht zu werden“. Ausschließlich der schlechten Reputation im akademischen und massenmedialen Diskurs sei es zu verdanken, dass auch bei begründeten Argumentationen, Nachweisen und Zweifeln Zusammenhänge mit dem Etikett „Verschwörung“ geschasst und nicht öffentlich diskutiert würden.
Infolgedessen leistet Oliver E. Kuhn in seinem Beitrag vorbildliche Arbeit, indem er soziologische Umgangsweisen mit Verschwörungen und Verschwörungstheorien mit philosophischer Begriffsgenauigkeit auf ihre Plausibilität hin untersucht (Oliver E. Kuhn, „Spekulative Kommunikation und ihre Stigmatisierung“).
Darin entwickelt er verschiedene Typologien im Umgang mit Verschwörungstheorien, wie z.B. repressive oder gänzlich offene. Hierbei wird erneut deutlich, wie erbittert in Teilbereichen um Wissenshoheit in der Gesellschaft gestritten wird. Kuhn überwindet die Problematik jedoch elegant, die der „verbrannte“ Begriff der Verschwörungstheorien mit sich bringt, indem er ihn durch den einer „spekulativen Kommunikation“ ersetzt.
Durch all diese ernstzunehmenden Auseinandersetzungen mit dem Gegenstand gelingt es dem Sammelband, Verschwörungsdenken aus dem dämonisierten Bereich des populären Halbwissens herauszulösen. Auch für ein breiteres Publikum und nicht zuletzt Wissensvermittler, wie es auch Journalisten und Akademiker sind, gelingt es, Verschwörungen, Verschwörungsdenken und spekulative Praktiken als gesellschaftliche Teilbereiche wissenschaftskonform zu erschließen.
In einer gekürzten Fassung erstmals erschienen in der F.A.Z. vom Mittwoch, 14. Mai (S. N3)