A little bit of Leeds in L'Ampolla....

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A little bit of Leeds in L'Ampolla....
L'Ampolla
Spanien 2025/26 - Tag 9
Damas y Caballeros! Señoras y Señores!
Na also, es geht doch mit dem Wetter!
Dort, wo gestern noch Enten herum plantschten stehen heute wieder Camper.
Wir beschließen das schöne Wetter zu nutzen und eine Runde im Ebre Delta zu drehen.
Allerdings sind die Uferpromenade und der Strand noch stark in Mitleidenschaft gezogen.
Der Strand ist nicht mehr existent, einfach vom Meer weggespült ...
... dafür befindet sich der Sand jetzt auf der Straße.
Der direkte Weg ins Ebre Delta ist noch komplett gesperrt.
Kein Durchkommen durch das Wasser, das dort noch überall steht.
Da wir weder einen Panzer noch ein Amphibienfahrzeug haben ...
... müssen wir uns außer einen Weg drum herum suchen.
Überall steht das Wasser nach auf den Feldern.
Sehr zur Freude der unzähligen Wasservögel, die hier entweder zu Hause sind ...
... oder auf ihrem Flug in den Süden Station machen.
Das Ebre Delta ist von unzähligen Kanälen und Flussläufen durchzogen.
Jahrhunderte alte Fischfangmethoden haben hier Tradition.
Sie werden bis heute fortgeführt.
Es gibt eine Kooperative von etwa 1000 Fischern...
... die turnusmäßig die Flächen befischen dürfen.
Für Wanderer und Radfahrer wurde ein ausgedehntes Wegenetz angelegt.
Es geht über Brücken und Stege.
Zwischendurch gibt es immer wieder Aussichtspunkte, um die Wildvögel beobachten zu können.
Leider sind auch hier immer wieder Wege noch nicht wieder begehbar und zwingen uns zur Umkehr.
Da können die Schleusen und Pumpen soviel Wasser transportieren ...
... oder wegpumpen wie sie wollen.
Das dauert noch einige Zeit, bis diese Wassermassen verschwunden sind.
Mitten in diesem Naturschutzgebiet befindet sich ein bekanntes Fischrestaurant.
Leider haben die Unwetter der letzten Tage hier auch so manche Verwüstung angerichtet.
Mit dem Auto kommt hier zur Zeit kein Gast hin.
Da muss erst einiges wieder her gerichtet werden.
Auch hier geht es nur mit der Taktik "Try and Error" für uns weiter.
Mal geht hier ein Weg weiter, dann ist doch wieder Schluss ...
... aber irgendwie schaffen wir es mit einigem Vor und Zurück ...
... durchzukommen und finden unseren Weg zurück zum Campingplatz.
Buenas noches!
Angie, Micha, Honey und der Hasenbär
Spanien 2025/26 - Tag 8
Damas y Caballeros! Señoras y Señores!
Wasser, Wasser, Wasser.
Alles steht unter Wasser!
Die Uferpromenade ist gar nicht mehr begehbar...
... außer man hat ein Boot dabei.
Der Kinderspielplatz lädt ebenfalls zu Wasserspielen ein:
Um zu dieser Bronzeskulptur zu kommen ...
... müssen wir ein paar Umwege machen.
Irgendwie will keiner draußen sitzen:
Aber heute ist das Meer schon nicht mehr ganz so ungestüm.
An der Promenade finden wir eine Skulptur zu Ehren Papst Hadrian VI.:
bei uns bekannt als Adrian von Ütrecht.
1516 wurde er zum Bischof von Tortosa ernannt und 1522 zum Nachfolger von Papst Leo X.
Seine Abreise nach Rom fand hier in L'Ampolla statt.
An der Uferpromenade startet ein geschichtlicher Lehrpfad...
der die verschiedensten Ereignisse beleuchtet.
Das Flüsschen "Barranc de Sant Pere" ist auch gut gefüllt.
Wir gehen noch bis zum 2 km entfernten Spar Markt und kehren dann um.
Es fängt nämlich wieder an zu regnen!
Die Wasservögel des Deltas kommen jetzt schon zu uns auf den Stellplatz, da hier die Bedingungen so prächtig sind.
Ob sie auch 21 € für den Platz zahlen? Da muss ich noch einmal nachfragen.
Heute Abend muss sich der Hasenbär das Wetter schön saufen.
Und für uns gibt es die Pizza als Seelentröster.
Buenas noches!
Angie, Micha, Honey und der Hasenbär
Spanien 2025/26 - Tag 7
Damas y Caballeros! Señoras y Señores!
Es ist zum Mäuse melken. Es stürmt und regnet, wie aus Kübeln.
Nahezu die ganze Spanische Ostküste wird von einem Sturmtief heimgesucht.
Da machste nix!
Also, wird heute das Wohnmobil aufgeräumt und geputzt.
Als sich die Sonne ganz kurz zeigt, wird noch das ganze Geschirr und die Wäsche gewaschen.
Immerhin hat sich in der letzten Woche doch so einiges angesammelt.
Natürlich wird während einer der Regenpausen auch das Abwasser entsorgt.
Vorne an der Rezeption steht immer noch das Wasser.
Unsere Nachbarn auf den Stellplätzen zur Linken und zur Rechten haben die Nase voll ...
... sie reisen vorzeitig ab und lassen ihre Buchung verfallen.
Sie wollen versuchen irgendwo weiter unten im Süden unterzukommen.
Ob das von Erfolg gekrönt sein wird?
Es ist ihnen zu wünschen, aber ich fürchte, dort ist es auch nicht besser.
Die Infrastruktur hier ist ausgesprochen gut. Der Platz ist hübsch begrünt und es gibt ausreichend Sanitärmöglichkeiten für Alle, die sogar kostenlos sind. Das ist ja auch nicht überall der Fall.
Die Wlan Verbindung ist einigermaßen stabil und ebenfalls kostenlos. Für den Preis von 21 €, inklusive Strom, ist das ein günstiger Preis, so meinen wir.
Buenas noches!
Angie, Micha, Honey und der Hasenbär
Spanien 2025/26 - Tag 6
Merry Christmas! Frohe Weihnachten!
Damas y Caballeros! Señoras y Señores!
Nach zwei Übernachtungen in Empuriabrava starten wir gegen 9 Uhr zu unserer nächsten Etappe in Richtung Süden.
Doch zuvor müssen noch die weniger schönen Dinge bzw. Pflichten, die das Leben als Camper so mit sich bringt, erledigt werden ...
... die leidige Abwasserentsorgung.
Schnell noch die Tüte mit dem Restmüll am Eingang entsorgt und los geht es.
Leider kann von einer Besserung des Wetters nicht die geringste Rede sein.
Im strömenden Regen geht es zu unserem ersten Tagespunkt: der Teufelsbrücke.
Hierbei handelt es sich um die Reste eines Aquädukt aus der Römerzeit.
Im 1. Jahrhundert wurden zwei lange Aquädukte gebaut, die die Stadt Tarragona mit Wasser versorgten.
Das erste Aquädukt, das mit dem Namen Aqua Augusta (zu Ehren des damaligen römischen Kaisers) bezeichnet wurde, entnahm das Wasser aus dem Fluss Gaià und war ca. 50 km lang.
Das zweite, über 15 km lange Aquädukt schöpfte Wasser aus dem Fluss Francolí.
Der eindrucksvolle erhaltene Teil gehört zu diesem zweiten Aquädukt: eine circa 217 m lange und bis zu 26 m hohe Brücke über eine Schlucht.
Ihre Baustruktur besteht aus großen Quadersteinen, die ohne Mörtel zusammengesetzt wurden und eine doppelte Arkadenlinie bildeten.
Volkstümlich kennt man sie als Pont del Diable (Teufelsbrücke), weil sie der Legende nach vom Teufel erbaut wurde, nachdem er eine Wette gewann, bei der ein Mädchen ihre Seele verwettet hatte.
Das Aquädukt ist Teil des UNESCO Weltkulturerbe.
Direkt an der A9 gibt es einen Ratsplatz mit Aussichtspunkt, von dem sich die Teufelsbrücke hervorragend ausschauen lässt.
Etliche Wanderwege verführen dazu sein Auto dort, trotz eindringlicher Warnungen, unbeaufsichtigt stehen zu lassen.
Leider ist das eine sehr schlechte Idee, wie dieses brandaktuelle "Mahnmal" zeigt.
Die Scheibe des Autos wurde eingeschlagen, alle Wertsachen gestohlen und damit die Opfer keine Hilfe holen können, werden zudem noch die Reifen platt gestochen.
Jetzt sind es nur noch wenige Kilometer bis zu unserem heutigen Endziel.
Auf der Autobahn überholt uns dieses geländegängige Wohnmobil in dezentem Camouflage. Sehr schick!
Wir fahren von der Autobahn ab und in Richtung L' Ampolla am Meer.
Überall sieht man die Überflutungen der üppigen Regenfälle der letzten Tage.
Am Monument für das Ebre Delta rechts ab und an der Uferpromenade entlang.
Das Meer ist total aufgewühlt und immer wieder klatschen große Wellen über die aufgestellten Betonbarrieren auf die Straße.
Da wird einem schon ziemlich mulmig, wenn man das so sieht.
Wir fahren bis an die Rezeption, checken ein und lassen uns unseren vorgebuchten Platz zuweisen.
Nachdem wir uns angeschlossen und eingerichtet haben, gehen wir rüber in das zum Platz gehörende Restaurant.
Heute kochen wir Mal nicht selbst, sondern nehmen die Gelegenheit dankbar war, um uns bedienen zu lassen.
Natürlich ist der Hasenbär mit von der Partie, das ist ja klar.
Unser Katzenmädchen passt in der Zwischenzeit auf unser Wohnmobil auf. So hat jeder seine Aufgaben.
Wir gehen heute ausgesprochen früh ins Bett, denn wir sind wirklich kaputt.
Buenas noches!
Angie, Micha, Honey und der Hasenbär
L’Ampolla
L’Ampolla (Terres de l’Ebre, Catalonia).
Photos from ampollaturisme