15 Jahre Leuengold - 10 Jahre Leuengold Rhein-Main
Diesmal werfen wir nicht den Blick nach vorn, sondern es wird ein wenig in die Vergangenheit geschaut - 15 Jahre Firmengeschichte bedeuten letztendlich, dass Leuengold tatsächlich ein Relikt des letzten Jahrtausends ist.
Ob es schlau ist, als begeisteter Rollenspieler und junger BWL-Student mit großen Interesse für Geschichte, nicht nur einen Businessplan zu schreiben, sondern diesen dann direkt auch umzusetzen, sei einmal dahingestellt.
Das war jedoch der Beginn von Leuengold. Im Rahmen seiner Diplom-Arbeit stellte der Leuengold-Gründer Michael Schaad einige Jahre später zudem fest, dass ein großes Mittelalter- und LARP-Geschäft mit Komplettangebot und gewissen Voraussetzungen erfolgversprechend sein könnte. Damit war der Weg zum Umzug ins Alte Rathaus von Taunusstein geebnet, kurz darauf stand der Kauf des Gebäudes an und machte Leuengold damit zum größten Geschäft seiner Art in Deutschland. 2013 schließlich wurden die Nachbargebäude erworben, wo nun eine rustikale Scheune für Tavernenabende und ein Fotostudio eingerichtet sind.
Leuengold war weder das erste, noch das einzige Geschäft in der Szene. 10 Jahre später ist
Leuengold jedoch einer der letzten Ladengeschäfte mit Komplettangebot überhaupt. Onlineshops gibt es genügend, Versender mit echtem Lager schon wenige, reale Läden aus Stein und Mörtel eine Rarität. Viele haben versucht etwas aufzubauen, dauerhaft Glück bzw. Erfolg hat es den wenigsten gebracht, typischer waren Privatinsolvenz oder die Rückkehr in ein Angestelltenverhältnis.
Was Leuengold dabei immer von nahezu allen Konkurrenten unterschieden hat, war der Standort, das Personal und die Konzentration auf Wesentliche. Der Standort lag nie in der Innenstadt, dafür was das Ladenfläche erheblich größer, Parkplätze vorhanden und die verkehrsgünstige Lage mitten im Rhein-Main Gebiet nahe Wiesbaden hat sich letztendlich auch als Vorteil herausgestellt.
Zum Punkt Personal kann man feststellen, dass andere Anbieter oft sehr viel mehr Mitarbeiter als Leuengold hatten. Was in den wenigen Wochen der Hochsaison ganz klar für Leuengold ein Nachteil ist, bedeutet aber im restlichen Jahr einen großen Kostenvorteil, der überdies in Form günstiger Preise für die Kunden einen willkommenen Nebeneffekt hat. Dank vorausschauender Planung gelang es zusätzlich, dass Leuengold seit 10 Jahren keinen einzigen Tag außerhalb von Feiertagen geschlossen hatte und die telefonische Erreichbarkeit während dessen immer gegeben war - auch das ist keine Selbverständlichkeit.
Die Konzentration aufs Wesentliche zeigt sich darin, dass das Leuengold Geschäft oder gar die Messe-Stände eher keinen Schönheitspreis gewonnen hätten, eine vornehme Boutique sollte Leuengold jedoch nie werden. Zum Wohlfühlen reichte es dennoch, die Konzentration auf die Produkte war immer das wichtigste Kriterium.
Damit war letztendlich im ein solides Firmenkonzept gegeben. Faszinieren sollten Produkte, die Kunden in ihren Kostümen und nicht der schöde Betonmantel des Leuengold Untergeschosses. In den nächsten Wochen und Monaten werden an dieser Stelle immer wieder Höhepunkte aus den letzten Jahren in Erinnerung gerufen, zusätzlich gibt es eine Menge an Spezialangeboten.