Weinende Frau Pablo Picasso 1937
Territorium
Eine Psychologie von Asexualität müsste die modernste Herangehensweise zur Heilung von Psychopathologie sein, was sie aber teilweiße nicht ist. Ich sage nicht, die Asexualität sei das einzige worum es in der Psychologie geht und ich sage auch nicht, dass niemand in ihre Dimensionen versteht. Doch schauen wir einmal genauer auf das Leben Betroffener, so entdeckt man einen Zustand, kurz vor dem Aufwachen und kurz nach dem Träumen. Zuerst nannte ich ihn Psychose, bis mir schließlich „ich-dystones Denken“ passender erschien. Physiologische und manchmal auch psychische Gründe sorgen dafür, dem Betroffenen nicht die Ordnung nach dem letzten Traum zu schenken. Über ein projizierendes Empfinden lädt er das Backup an Identifikationen, mit wenigen Blicken von den Zimmerwänden ins Bewusstsein. Kaum eine Sekunde Zeit hat man, um sich im Halbschlaf einem schönen Tag zu öffnen. Schafft man es nicht, diese wunderbare Fähigkeit unserer Träume anzunehmen, so übernimmt man das Tagesbewusstsein des letzten Tages und verdrängt bis auf weiteres alle Inhalte des Unterbewusstseins. Wie mächtig der Übergang zum Wachen ist, ist bislang ungeklärt. Durch den REM-Schlaf und die relative Bewusstwerdung, welche wie eine Simulation, das Bewusstsein auf den Tag vorbereitet, sind diverse Heilungen denkbar. Kurz vor dem Aufstehen befindet man sich in der Regel in einer Hypnose, die ebenso fähig ist, den Menschen auf neue Bahnen zu lenken, wie die klassische Hypnose. Eigenartigerweise zerstören einige Menschen diese Fähigkeit, indem sie den Schlaf abschneiden. Ungeahnt gibt der Einzelne sein individuelles Territorium auf und fügt sich der Masse. Sogenannte „Projektionen“ greifen dabei tief in die Vergangenheit und machen eine Gesellschaft deterministisch. Es reicht ein kleiner Hauch von Zweifel, um eine Projektion wuchern zu lassen. Meist völlig irrationale Anlässe sorgen dafür, dass der Einzelne, sich auf Grund enormen Zweifelns, der Masse fügt. Schon Stimmen von Projektoren in seiner Privatsphäre zu hören, lässt die Psyche in einem fragilen Zustand der Individualität fluktuieren. Mal ist sie produktiv und ein anderes Mal kann sie die Stimmen nicht verdrängen und hört den unaufhörlichen Schall in seinen Ohren, der von seiner Minderwertigkeit zeugt. Hierbei sollte uns völlig klar sein, dass das Individuum den Fortbestand seiner Individualität definiert. Tatsächlich ist es jeder einzelne und nicht die spiegelnde und einnehmende Masse, der in sich über einen anderen, Untauglichkeit in sich projiziert. Dieses Phänomen ist ein endopsychisches und basiert vermutlich auf der Physiologie des Betroffenen. Immer wenn man tatsächlich das Leben ergreifen will, muss man sich dem Spiegel bewusst sein. Jeder Mitmensch, ob im Wachen oder im Traum, bildet die eigene physische und vielleicht auch psychische Gesundheit ab.












