„Bin ich zu viel? Bin ich zu wenig?“

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„Bin ich zu viel? Bin ich zu wenig?“
Er sagte: "Ich hab dich lieb. Ach was, nein, nicht 'Ich hab dich lieb', das ist ja viel zu wenig. Ich liebe dich!"
- [05.03.2021]
Mein Leben ist der Hammer, nur die Realität stört ein wenig.
Unbekannt
I have always loved too much, or not enough.
Mach aus wenig VIEL
Wenn es um Nachhaltigkeit geht müssen wir lernen umzudenken, wir müssen lernen das wertvolle selbst in den alltäglichsten Materialien zu sehen und uns bewusstmachen, dass selbst die einfachste Plastikschüssel ein Produkt ist, dessen Herstellung Rohstoffe gekostet hat. Alles was erzeugt wird, benötigt Rohstoffe und hat einen Energieverbrauch, es liegt an uns, sie möglichst lange im Kreislauf zu halten. Jede Plastikverpackung benötigt Öl, Öl – das unseren Kindern morgen vielleicht fehlt. Und um nochmal speziell auf Plastik zu sprechen zu kommen, so ist bei ihm immer nur Downcycling möglich. Das heißt – selbst wenn altes Plastik recycelt wird, muss man immer auch genug Neues darunter mischen um das Alte wieder brauchbar zu machen.
Aber umdenken ist heutzutage gar nicht so einfach, den die Werbung mit der wir täglich zugedröhnt werden suggeriert uns etwas anderes – kauf ein, wirf weg, kauf neu! Die meisten Produkte werden sogar darauf getrimmt möglichst schnell kaputt zu gehen, oder die Mode suggeriert uns - das ist nicht mehr modern.
Nachhaltigkeit funktioniert aber anders, Nachhaltigkeit heißt – Reparieren – Upcycling – Gebraucht kaufen – neu kaufen. Und weil ich vorhin schon von dem „wertvollen in alltäglichen Dingen“ gesprochen habe, möchte ich heute mal auch was ganz Einfaches in den Fokus setzten und zwar … Socken!
Kleine Löcher sollte man natürlich unbedingt stopfen, das ist kein großer Aufwand und nimmt höchstens ein paar Minuten in Anspruch, wer nicht weiß wie es geht findet auf Youtube sicher eine Anleitung.
Wer lange Haare hat und kaputte Socken, braucht sich nie mehr einen Haargummi zu kaufen, weil Socken die besten Haargummis sind, dazu muss man sie nur in Ringe schneiden. Am besten ist natürlich der Gummibund ganz oben, aber auch die Teile ohne Gummi eigenen sich gut für die Haare, auch wenn man sie ein paarmal öfter wickeln muss, weil sich der Stoff ausdehnt, stehen sie den anderen Haargummis in nichts nach.
Außerdem habe ich mit den Motiven von alten Socken und dem Stoff von meinem alten Vorhang schon einmal ein kleines Patchworkkissen genäht. Meine Nähkünste sind, wie bei den meisten, bescheiden, aber es schadet nicht sich das ein bisschen anzueignen, weil es gerade, wenn es um das Upcycling von Stoffen geht echt nützlich sein kann.
Wer weiß, was man mit Socken noch machen kann, ich hebe sie mir sicherheitshalber alle auf, irgendwann habe ich wieder eine Idee. Vielleicht brauche ich mal eine Schnur, dann schneide ich einen in Streifen und habe eine Schnur. Vielleicht habe ich auch mal wieder eine Entzündung beim Handgelenk, dann schneide ich bei einem kaputten Socken den oberen Teil ab und habe ein Schweißband. Wie gesagt, man muss neu denken lernen, umdenken, um die Ecke denken. Es geht darum aus dem was man hat viel zu machen, damit man das was man braucht nicht kaufen muss. Das schont letzten Endes Ressourcen, denn auch so ein einfacher Socken hat einen weiten Weg hinter sich, bis er bei uns im Regal landet – selbst wenn er Bio sein sollte.
Untitled, Zdislav Beksinski
Wie wenig ich bin…
Nein, diesmal krallt sich nicht einer das Wort „Depression“ und entschuldigt sich für sein legitimes Sein oder Nicht-Sein. Das Leid hält sich diesmal in den Grenzen, wo ausschließlich wegen dem Perfektionismus, eine wertvolle Erkenntnis weiterzugeben, gelitten wird. Wo der Ausdruck es nicht schafft, den Empfänger tobend zu machen, damit sein Hören ihm die Wahrheit in die Seele brennt, ist der Abweg, den ein schlauer Leser sofort wittert. Der Rest ist höchstens „synthetisch“ melancholisch, weil, wie wir später sehen werden, Weniges und Ideales voneinander abhängen. Freudlos wird es also erst, wenn der Versuch die Erkenntnis des Wenigen, was im Prinzip zum Idealen gehört, versagt, den Zusammenhang erfolgreich zu lehren. Immer wenn solcherlei Versuche gewagt werden, kommt es zu der Verwechslung des Dilemmas, nichts erleuchten zu können und dem Thema, wodurch das Wenige so erscheint, als sei es hoffnungslos der Stand der Dinge. Eine unfähige Nachricht, keine subjektive Unfähigkeit, ist der Anlass zu jener traurigen Negativität. Wie sehr sie auch da ist und in gleichem Ausmaß unsere Entrüstung lindert, ist sie der einzige Anlass frustriert zu werden. „Wie wenig ich bin…“ oder „Wie wenig wir sind…“ will hierbei weder subjektiv, noch kollektiv, die Ideale übersehen, zu denen der Optimismus führt und deren Natur es ist, alles mit Begriffen des Wenigen aufzufassen. Kommen wir auch an unsere Grenzen, individuelle und kollektive Freiheit verstehen zu wollen, weil sie uns ins Ungewohnte, Unbequeme oder Fremde führen, müssen wir uns nicht aufhalten lassen, unserem Willen gerecht zu werden. Befeindet man sich mit der Existenz des Wenigen, bleibt einem nur die Sinnestäuschung, nicht vom Wenigen zu erfahren, sondern der eigenen Diskrepanz gegenüber dem Wenigen. Optimisten erkennen teilweiße als letztes die Allgemeine Unmöglichkeit Negativität zu kommunizieren. Vermutlich leidet der Pessimist an dem Optimismus, der Motivationen entwertet. „Halb voll“ scheut der Optimismus mit der Wucht des Pessimismus das Glas zu füllen. Uns der zweiseitige Erkenntnis zu öffnen ist viel eher das Problem, als mit einem halben Glas nicht zufrieden zu sein. Ist nun die Rede von „Wie wenig ich bin…“, tragen die einzelnen Gedanken, ohne sich ihres Determinismuses unterzuordnen, dazu bei, individuell den Determinismus aufzuzeigen. „Halb leer“ ist unsere Realität, denn sie droht uns mit Isolation. Sie ist solange nicht voll, bis sie ihre Versprechung etwas zu werden, im Sein einhält. Dieses Aufklären findet im Subjekt statt, ungeachtet der Ironie, dass ein Individuum mit Amnesie zur Welt kommt. Für Gruppen ist „halb voll“ dagegen nützlich, da man im Netzwerk Potentiale besser erkennt, als sie für ein Verständnis des Idealen liegen zu lassen. Paradoxerweise verhindert nur der Einzige die Wiederholung. Die Gruppe ist abhängig von der Minderwertigkeit, die ein Einzelner an sich erkennt, denn seine massive Fehlinterpretation von Ideal sorgt ständig dafür, deterministisch altbekannte Fehler zu machen. „Wie wenig wir sind…“ bewahrt uns davor und stellt grundlegende Prinzipien auf, aus deren Einfachheit, Platz für individuelle Komplexität ist. Zuviel sein zu müssen lässt keinen Raum für Neuheit. Wer dem Wenigen ausweicht, fehlt der Ersatz, wenn es darum geht, sich im Kreis drehende Gewohnheiten zu ersetzen, bis das Glas tatsächlich voll ist. „Wenig“ drückt jene Feindseligkeit aus, die wir mit Gemütlichem betäuben. Im feindlichen „wenig“, nicht im trügerischen „viel“, bricht man auf, sich die Fülle gewohnt zu machen. Erst wenn es „ganz voll“ ist endet das Wenige. Bis dahin ist es nicht genug. „Wie wenig ich bin…“ ist keine Depression, keine Blockade, sondern der Gegenpol zum Idealen. Zufriedenheit würde somit bedeuten, die Ideale menschlich zu machen. Wozu sollte man jedoch Ideale erreichen können, wenn das Wenige sie bis in übermenschliche Höhen reißt? „Mein Weniges“ ist die Erwähnung subjektiver und kollektiver Informationen, durch die das Streben zum Ideal geschieht. Ist es auch unangenehm für das Kollektive, da sie dem Individuum die Wiege der Sicherheit verleiht, von keinem Zustand der Perfektion befangen zu sein, trägt erst eine Gegenüberstellung von Idealem und Wenigem (oder individuell Deterministischem) zum echten Erfolg bei. Ziel sollte daher nicht das Ideal sein, sondern das Ziel, weil man das Ideal extra unmenschlich gestaltet, um es für die Motivation nutzbar zu machen. Im Gegensatz dazu sind bei „apollinischen“ Subjekten und Gruppen, bei denen „wie viel ich bin…“ und „wie viel wir sind…“ Gang und Gebe ist, fraglich, inwiefern Ziele erreicht werden. Ist Ziel und Ideal das Gleiche giert man nach dem Erreichen. Wenn Ideale aber generell sagen, es sei zu wenig, sind Erfolge bloße Nebenwirkungen unerschöpflicher Motivation. Und so steht denjenigen, die denken, Ideale seien unerreichbar und das Leben im Einzelnen sei wenig, die Möglichkeit offen, das Wenige als den legitimen Ausgang für das Ideale zu erkennen. Demgegenüber entfremdet uns das Viele und das Erreichbare von jenem Wenigen, das uns die wahrhafte Motivation zum Ideal (bzw. zur Freiheit des Kollektivs) ist.
Hände hinter‘m Rücken, Babe - wenn Dein Griff ein wenig Luft abdreht.
Nocky - Achterbahn (abgeändert)
Ich glaub' nicht mehr an Liebe, glaube weder an das Gute noch das Böse
Ich kann nichts mehr unterscheid'n
Enemy