Dich und Mich kriegt mein Herz nicht mehr so leicht voneinander.
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Dich und Mich kriegt mein Herz nicht mehr so leicht voneinander.
Untitled, Zdislav Beksinski
Wie wenig ich bin…
Nein, diesmal krallt sich nicht einer das Wort „Depression“ und entschuldigt sich für sein legitimes Sein oder Nicht-Sein. Das Leid hält sich diesmal in den Grenzen, wo ausschließlich wegen dem Perfektionismus, eine wertvolle Erkenntnis weiterzugeben, gelitten wird. Wo der Ausdruck es nicht schafft, den Empfänger tobend zu machen, damit sein Hören ihm die Wahrheit in die Seele brennt, ist der Abweg, den ein schlauer Leser sofort wittert. Der Rest ist höchstens „synthetisch“ melancholisch, weil, wie wir später sehen werden, Weniges und Ideales voneinander abhängen. Freudlos wird es also erst, wenn der Versuch die Erkenntnis des Wenigen, was im Prinzip zum Idealen gehört, versagt, den Zusammenhang erfolgreich zu lehren. Immer wenn solcherlei Versuche gewagt werden, kommt es zu der Verwechslung des Dilemmas, nichts erleuchten zu können und dem Thema, wodurch das Wenige so erscheint, als sei es hoffnungslos der Stand der Dinge. Eine unfähige Nachricht, keine subjektive Unfähigkeit, ist der Anlass zu jener traurigen Negativität. Wie sehr sie auch da ist und in gleichem Ausmaß unsere Entrüstung lindert, ist sie der einzige Anlass frustriert zu werden. „Wie wenig ich bin…“ oder „Wie wenig wir sind…“ will hierbei weder subjektiv, noch kollektiv, die Ideale übersehen, zu denen der Optimismus führt und deren Natur es ist, alles mit Begriffen des Wenigen aufzufassen. Kommen wir auch an unsere Grenzen, individuelle und kollektive Freiheit verstehen zu wollen, weil sie uns ins Ungewohnte, Unbequeme oder Fremde führen, müssen wir uns nicht aufhalten lassen, unserem Willen gerecht zu werden. Befeindet man sich mit der Existenz des Wenigen, bleibt einem nur die Sinnestäuschung, nicht vom Wenigen zu erfahren, sondern der eigenen Diskrepanz gegenüber dem Wenigen. Optimisten erkennen teilweiße als letztes die Allgemeine Unmöglichkeit Negativität zu kommunizieren. Vermutlich leidet der Pessimist an dem Optimismus, der Motivationen entwertet. „Halb voll“ scheut der Optimismus mit der Wucht des Pessimismus das Glas zu füllen. Uns der zweiseitige Erkenntnis zu öffnen ist viel eher das Problem, als mit einem halben Glas nicht zufrieden zu sein. Ist nun die Rede von „Wie wenig ich bin…“, tragen die einzelnen Gedanken, ohne sich ihres Determinismuses unterzuordnen, dazu bei, individuell den Determinismus aufzuzeigen. „Halb leer“ ist unsere Realität, denn sie droht uns mit Isolation. Sie ist solange nicht voll, bis sie ihre Versprechung etwas zu werden, im Sein einhält. Dieses Aufklären findet im Subjekt statt, ungeachtet der Ironie, dass ein Individuum mit Amnesie zur Welt kommt. Für Gruppen ist „halb voll“ dagegen nützlich, da man im Netzwerk Potentiale besser erkennt, als sie für ein Verständnis des Idealen liegen zu lassen. Paradoxerweise verhindert nur der Einzige die Wiederholung. Die Gruppe ist abhängig von der Minderwertigkeit, die ein Einzelner an sich erkennt, denn seine massive Fehlinterpretation von Ideal sorgt ständig dafür, deterministisch altbekannte Fehler zu machen. „Wie wenig wir sind…“ bewahrt uns davor und stellt grundlegende Prinzipien auf, aus deren Einfachheit, Platz für individuelle Komplexität ist. Zuviel sein zu müssen lässt keinen Raum für Neuheit. Wer dem Wenigen ausweicht, fehlt der Ersatz, wenn es darum geht, sich im Kreis drehende Gewohnheiten zu ersetzen, bis das Glas tatsächlich voll ist. „Wenig“ drückt jene Feindseligkeit aus, die wir mit Gemütlichem betäuben. Im feindlichen „wenig“, nicht im trügerischen „viel“, bricht man auf, sich die Fülle gewohnt zu machen. Erst wenn es „ganz voll“ ist endet das Wenige. Bis dahin ist es nicht genug. „Wie wenig ich bin…“ ist keine Depression, keine Blockade, sondern der Gegenpol zum Idealen. Zufriedenheit würde somit bedeuten, die Ideale menschlich zu machen. Wozu sollte man jedoch Ideale erreichen können, wenn das Wenige sie bis in übermenschliche Höhen reißt? „Mein Weniges“ ist die Erwähnung subjektiver und kollektiver Informationen, durch die das Streben zum Ideal geschieht. Ist es auch unangenehm für das Kollektive, da sie dem Individuum die Wiege der Sicherheit verleiht, von keinem Zustand der Perfektion befangen zu sein, trägt erst eine Gegenüberstellung von Idealem und Wenigem (oder individuell Deterministischem) zum echten Erfolg bei. Ziel sollte daher nicht das Ideal sein, sondern das Ziel, weil man das Ideal extra unmenschlich gestaltet, um es für die Motivation nutzbar zu machen. Im Gegensatz dazu sind bei „apollinischen“ Subjekten und Gruppen, bei denen „wie viel ich bin…“ und „wie viel wir sind…“ Gang und Gebe ist, fraglich, inwiefern Ziele erreicht werden. Ist Ziel und Ideal das Gleiche giert man nach dem Erreichen. Wenn Ideale aber generell sagen, es sei zu wenig, sind Erfolge bloße Nebenwirkungen unerschöpflicher Motivation. Und so steht denjenigen, die denken, Ideale seien unerreichbar und das Leben im Einzelnen sei wenig, die Möglichkeit offen, das Wenige als den legitimen Ausgang für das Ideale zu erkennen. Demgegenüber entfremdet uns das Viele und das Erreichbare von jenem Wenigen, das uns die wahrhafte Motivation zum Ideal (bzw. zur Freiheit des Kollektivs) ist.
Sei nicht nachtragend
Warum werden wir so oft von den anderen enttäuscht und verletzt? Weil sie oft unseren Erwartungen oder unserem allgemeinen Menschenbild nicht entsprechen. Wir wollen aber selbst immer angenommen und verstanden sein. Oder? Das passiert dann aber eher seltener als wir es gernhätten, was uns auf keinen Fall entmutigen sollte. Gott hat alle Menschen unterschiedlich gemacht und jeder hat seine eigene…
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Viel mehr wert als ein Schaf!
Viel mehr wert als ein Schaf!
Wie viel mehr ist nun ein Mensch wert als ein Schaf! Matthäus 12,12
Jahrelang habe ich mich wie ein kleines, nutzloses Stäubchen in dieser Welt gefühlt, weil mein Vater und meine Schulkameraden mich früher so behandelt haben. Ich hatte deswegen öfter auch Selbstmordgedanken. Wie glücklich und dankbar bin ich meinem Gott heute dafür, dass Er in mein Leben gekommen ist als ich 16 Jahre alt war. Seit…
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Störfaktoren Wir sind lästig. ..ooO( Muss ich ihr nun meinen Platz anbieten? ) ..ooO( Ich habe den ganzen Tag gearbeitet.
Tag 1700 / Die Triangel
Aus Bedauern Hadern Enttäuschung darüber, was andere arbeiten, wie viel Anerkennung sie für ihre Arbeit, ihre geistige Tätigkeit bekommen
Aus Erinnern Bedenken Gewahr werden Ich habe diese tödliche Krankheit, ich habe Doppeldiagnosen, Tripel, ich bin chronisch psychisch krank, ich "schwimme mit Gipsarm" mein Leben lang
Aus Hoffen optimistisch Denken Visionen, Potenziale erkennen Es werden Dinge möglich sein. Ich kann all das, was ich kann, was in mir steckt, was ich noch lernen werde, für mich verwenden, für Agatha, für die Abstinenz.
Eine PowerPoint-Folie mit einfarbigem Hintergrund und weißer Schrift, sieht einfach gut aus.
Kurze bewegte Bilder, Kamerafahrten.
Heute so versöhnt irgendwann mit der Arbeit. Schon wieder das Krankschreiben nicht wollen. Doch müssen, sollen. Donnerstag OP, Dienstag Rechtsberatung. Alles in Ruhe präparieren.
Filme mal ausleihen, ansehen. Toy Story.
Mich auf zwei, drei Futtersorten festlegen.
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ZHU Faded https://www.youtube.com/watch?v=QQKybeTMrgs
Erwache ! Schaue dich in der Wachheit des Geistes an, erhoben über den alten Pfaden, die dir im finsteren Loch in Kälte, Verlust und Einsamkeit eingeprägt wurden. Sehe dich an. Nicht mit den Augen, die einst das Messer erblickten, mit meinen, mit Seinen (!), den neuen, die nichts als Sein (!) Wort je gesehen haben. Erfasse es. Lass es in dich dringen. Handle neu im Licht des erweckten Geistes.
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Tag 1357 / Offengelegter Alkohol im Café Einstein
Im Avocado Bagel ist Alkohol. Im Kaiserschmarrn auch. Im Einstein-Salat ebenso. Im Steirischen Backhendl zudem. Ferner in der Muskatkürbisssuppe.
Und das soll keine Kritik sein. Ich finde das großartig. Ich bin dankbar. Noch nie in meinen dreidreiviertel Jahren als abstinente Alkoholikerin ist mir eine Speisekarte begegnet, in der Alkohol gekennzeichnet wird wie all die gesellschaftsfähigen Allergene. Hervorragend. Beispielhaft. Nur leider bleibt kaum etwas, das mir schmeckt und ohne Alkohol ist.
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Warum so nervös, Agatha? Dass es doch ein gutes Zeichen sei, mit der Nervosität. Ich weiß nicht. Muss ich mich nicht bei jemandem stark und sexy fühlen, muss er mir nicht mit seiner Art, mich anzugucken, mit mir zu reden, mich anzufassen das Gefühl geben, ich bin begehrenswert? Nein. Das soll man sich selbst geben. Wenn ich mich selbst nicht liebe, strahle ich das aus. Eigentlich liebe ich mich. Ich liebe mich mehr als ich mich ungenügend finde. Bei tinder haben in den sechs Monaten seit Anmeldung mir mehr als drei Männer zu verstehen gegeben, dass ihnen mein Körpergewicht zu viel ist. Auf anderen Chat- und Dating-Portalen bekam ich für mehr Busen, mehr Bauch, mehr Hüfte, mehr Arsch mehr Bestätigung.
Wie ein kleines Mädchen. Seinen Arbeitgeber genannt, seine Stellenbezeichnung. Nicht die allerschönste Nase, Fingernägel an der einen Hand länger, Hemd gut, Hose gut, Schuhe gut, Haare grauer als auf tinder. Ich weiß nicht. Was will ich von dem? Ist der respektvoller als der Marketingtyp im Marriott? Wie verzweifelt muss frau sein oder wie interessiert am Austausch? Mich noch nie so schwer getan "Alkoholikerin... bitte kein Alk offen rumstehen lassen" zu sagen.
Analysiert gefühlt, wie auf der Couch. Beziehungsgestört. Warum will ich das nur so unpersönlich? Ob ich schlechte Erfahrungen gemacht hab. Ich schäme mich für mein Leben, meinen Status, den Zustand meiner Seele. "Ist nicht einfach als trockene Alkoholikerin Männer kennen zu lernen" - das hätte ich sagen sollen. Wenn ich mich jemandem gegenüber schäme, ist er dann nicht falsch für mich?
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So wie heute aussehend, bin ich in dieser angeleiteten Therapiegruppe viel selbstbewusster. Kein Bock danach noch auf AA. Zwinge mich. Denke, ich muss erst aufschreiben wie diese andere Gruppe in mir wirkt. Wie es ist, auf Knopfdruck kreativen Output zu produzieren. Mein Text handelte wahrscheinlich von mir. Eine Kind gebliebene Frau. Entwicklung versäumt. Alkoholkonsumbedingt. Und überhaupt. Eine Erwachsene, die die Welt wahrnimmt wie Kinder. Reize. Wow! Groß! Bunt! Ah! Viel! Nein! Arm! Kalt! Pipi! Haben! Aua! Bäh! Oh! Toll!