Regen und Matsch
Seit Tagen regnete es unaufhörlich. Als Berlinerin hatte ich mir meinen Ferienaufenthalt auf dem Bauernhof anders vorgestellt – frische Luft, Idylle. Stattdessen nur Langeweile: Kuhgebrüll, Traktorgetucker und endlose Regentage.
Der junge Bauer Lukas merkte es. „Dir ist langweilig, oder?“, grinste er beim Frühstück. „Komm um drei aufs untere Feld. Ich zeig dir, dass hier was los ist.“
Pünktlich stapfte ich durch den Matsch zur durchweichten Wiese. Meine Sneaker sanken ein, der Regen durchnässte alles. Lukas erschien – nicht in Arbeitskleidung, sondern in einer nassen olivfarbenen Bomberjacke, die ihn plötzlich wild und attraktiv wirken ließ.
In diesem Moment wusste ich es. Ohne ein Wort kniete ich mich in den Schlamm. Er kam näher, kniete sich ebenfalls hin und küsste mich heftig, hungrig. Der Regen prasselte auf uns nieder.
Es blieb nicht beim Küssen. Seine Hände zogen mich aus, meine seine. Wir rollten uns in den Matsch, lachten atemlos, während der Schlamm an uns klebte und unsere Körper sich wild vereinten – glitschig, intensiv, frei.
Als der Regen nachließ, lagen wir verschmiert und erschöpft da und grinsten. Das Landleben hatte plötzlich seine Reize.














