anekdoten, geschichten und abenteuer deutscher einwanderer, forscher, dandys, künstler und vielen anderen erzählt michi strausfeld in die kaiserin von galapagos. der titel klingt weit hergeholt und doch ist er wahr und eine der vielen anekdoten in diesem buch, das nach jahrhunderten aufgeteilt ist - beginnend mit dem 16. es sind teils amüsante, teils spannende, teils auch erschreckende geschichten, die hier erzählt werden. verrückte welt... die kaiserin von galapagos war eine österreichische baronin, die unwillkommen m it ihren zwei geliebten auf eine der inseln galapagos kam, auf die ein deutscher arzt gemeinsam mit seiner ins weit abgelegene "nirgendwo" ausgewandert ist um ruhe zu haben und sich, da es keinen zahnarzt im "nirgendwo" gab sich vor dem auswandern alle zähne hat ziehen lassen (s.144 ff.) - fakten, fakten, fakten, die hier in diesem fall weltgeschichtlich absolut und komplett belanglos sind, aber einfach spaß machen, wie so vieles bei all den erzählten geschichten... es ist ein interessanter und sehr spannender blick, den man mit diesem buch auf die lateinamerikanische und gleichzeitig auf die deutsche und weltgeschichte aufgezeigt bekommt. tatsächlich ein geschichtlicher lesespaß, den uns michi strausfeld mit ihrem buch beschert, wobei sie leider manchmal etwas oberflächlich bleibt und häufig in ihren geschichten und anekdoten abschweift, so dass man sich leicht verlieren kann und teils so viele namen in den raum geworfen werden, dass einem fast schwindelig wird. auch von der geografie wird man von nord nach süd, ost oder west gejagt und man kommt nicht ganz dahinter welche ordnung sich darin verbirgt. nichtsdestotrotz kann man dieses sehr schnell zu lesende buch jedem empfehlen der geschichte mag und lateinamerikainteressiert ist - was meiner meinung nach eigentlich jeder sein sollte...