Sadnu?😂😂😂 #mugisa #linyalinya #foreveralone #magsolokamagisamo


#dc comics#dc#batman#bruce wayne#dick grayson#batfam#tim drake#dc fanart#batfamily



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Sadnu?😂😂😂 #mugisa #linyalinya #foreveralone #magsolokamagisamo
One hell of a large mug. #mugisa #coffee #cocol (at Bo's Coffee, SM Fairview)
Gusto ko lang naman ay may ma-kape-ling, pampainit ng nanlalamig kong damdamin. 😔 #MugIsa Avail this #Original #Witty #CanRelate mug now at the Linya-Linya stores! 😀
Sunday, lonely Sunday. #MugIsa 😌☕️ • • • www.linyalinya.ph #Repost @araismacho
Der Mann der niemals aufgab
35 Jahre, geboren in Buliisa am Lake Albert, aufgewachsen in absoluter Armut, akademische Ausbildung mit Abschluss an der Makerere-Universität zu Kampala, angestellt, keine Kinder, single. Das ist Mugisa Patrick - mein Gastgeber in Masindi. Was sich für uns Europäer wie ein Lebenslauf eines ambitiösen Mittelschichtlers liest, ist in Wahrheit der Steckbrief eines Exoten in Uganda. Wie die allermeisten seiner Landsleute ist auch Patrick, wie nur ich ihn nenne, auf dem Land geboren und aufgewachsen. Buliisa, seine Heimat, ist der Ort, an dem der Victoria-Nil in den Lake Albert mündet um ihn nur wenige Kilometer weiter im Norden wieder als Albert-Nil zu verlassen. Von dort aus walzt dieser mächtige Fluss, der für tausende Menschen Trinkwasserquelle, Badestelle und Toilette - Quelle von Leben und Ursache für Krankheit und Tod ist, weiter durch Nebbi und Arua. Das ist die rauhe West-Nile region, im Dreiländereck Uganda, DR Kongo und Südsudan. Heimat Idi Amin "Dada"s, bis 2005 immer wieder von Joseph Konys Lords resistance army heimgesucht, ein Ort wo es statistisch gesehen nur 13,5% der Neugeborenen (Stand 2005) schaffen wird die siebte Klasse abzuschließen (nur 24,1% schaffen es überhaupt in die vierte Klasse), wo Kanibalen und Hexendoktoren auch heute noch ungestört praktizieren. Buliisa liegt am Südrand der West-Nile region. Hier geht es beschaulicher zu. Die Menschen leben vom traditionellen Fischfang, den sie in an die Städter aus Masindi oder Hoima verkaufen. Besonders oft gefangen wird Tilapia oder der bis zu zwei Meter lange und 200 KG schwere Nil/Victoria-Barsch. Ackerbau und Handwerk existieren, werden aber fast ausschließlich für den heimischen Bedarf genutzt. Das liegt zum einen daran, dass man sich in Buliisa über die Jahrhunderte an ein Einheits-Gericht gewöhnt hat - Fisch und Ndwa (Ndwa ist ein zäher, rostbrauner Brei aus aufgekochtem Casava- und Hirse-Mehl). Ein anderer Grund ist die Genügsamkeit der Menschen am Flutsaum des Lake Albert, die mit wenig auskommen und zufrieden sind. Es gibt nur ein einziges anderes Gewerbe in Buliisa, dass es annähernd mit der Fischerei aufnehmen kann - die illegale Schnapsbrennerei. Ich habe mit Absicht Schnaps und nicht Alkohol geschrieben, denn wenn wir an Alkohol denken, dann meinen wir klaren, mit Wasser verdünnten, Ethanol. Was in den Lehmhütten, die oft etwas abseits der Wohnhütten versteckt im Dickicht liegen, gebraut wird, hat mit unseren heimischen Spirituosen nicht wirklich viel gemeinsam. Aus Mais, Wasser, Zucker, Säure und anderen Chemikalien wird in zwei bis drei Tagen auf einem einfachen Feuer eine milchige Flüssigkeit gewonnen, die am liebsten noch warm und aus möglichst großen Plastikflaschen (0,5 L) getrunken wird. Betrunken macht dieses Teufelszeug ohne Frage, aber das neben Ethanol auch Methanol produziert wird, merken die ausschließlich männlichen Kunden erst wenn es zu spät, sprich sie bereits erblindet sind. In einer dieser Destillen beginnt Mugisa Patricks Geschichte. Als vierter Sohn einer Witwe, die ihr täglich Brot im gefährlichen Ruß der Brauhütte verdient, wächst er unter der absoluten Armutsgrenze von 1,25$ (für die ganze Familie) pro Tag auf. Früh, bereits mit fünf Jahren, beginnt er den Männern beim Fischen zu assistieren und sein erstes eigenes Geld zu verdienen. Es dauert nicht lange, da macht der junge Mugi, wie er hier nur genannt wird, durch seine Intelligenz auf sich aufmerksam: Er schafft es wie kein Zweiter den anderen Fischern Teile ihres Anteils am Fang abzuluchsen und diese gewinnbringend zu verkaufen. Seine Mutter reagiert, setzt alles auf eine Karte und bringt die Schulgebühren für ihren vierten Sohn auf. Für seine Brüder ist kein Geld übrig. Doch die Schule langweilt ihn, er stört den Unterricht, will spielen, will lieber fischen gehen, mal um mal wird er mit dem Stock geprügelt, doch er schafft es - bis nach Masindi auf die Secondary-School. Damals ist das die Erfüllung seiner künsten Träume, heute kann er darüber nur schmunzeln. Denn seine Reise soll ihn viel weiter führen, als bloß ins verschlafene Masindi. Als Pflegekind wird er sechs Jahre lang durch verschiedenste Familien gereicht, die ihm die secondary school bezahlen können. Dafür reichen die Einnahmen aus der mütterlichen Brennerei schon lange nicht mehr. Er erträgt Trunkenbolde und häusliche Gewalt, findet sich mit anderen Traditionen und ständiger Benachteiligung gegenüber den Kindern der Familien ab - all das "nur" wegen eines Schulabschlusses. Er gibt nicht auf, als sein versoffener Pflegevater ihm keine Schuluniform bezahlen will, sondern schwänzt zwei Wochen die Schule, kommt irgendwie zum Lake Albert, fängt Fisch und kommt mit einer brandneuen Schuluniform zurück. Er hat nicht hingeschmissen, als er eines Tages aus der Schule nach Hause geschickt wird, weil er keine Hefte und Stifte besitzt. Auch als er zuhause weder Verständnis noch das nötige Geld findet und sich deshalb verzweifelt an seinen verhassten, aber wohlhabenden Onkel wendet, der ihm nur entgegnet, dass es das beste für ihn wäre, wenn er die Schule aufgeben würde und endlich eine "richtige" Arbeit finden würde, gibt er nicht auf. Er hat weitergemacht, hat es geschafft - irgendwie. Der Junge Mugi träumt von einer strahlenden Karriere als Arzt oder Jurist. Doch nach einem eher mittelmäßigen Abschluss muss er auf die Lehrerakademie - eine in Uganda sehr schlecht angesehene Karriere bahnt sich an. Doch der kleine, gerissene Junge vom See, der nie aufgegeben hat, ist immer noch ein Teil von ihm: Nach drei Jahren der Versuche, der Bewerbungen, der Lobbyarbeit, des Networkings und des Kämpfens schafft er es schlussendlich auf die Makerere University Kampala. Er bekommt ein staatliches Stipendium, studiert einen Bachelor in Bevölkerungswissenschaften und einen Master in Public Health. Sein Studentenleben ist wie man es sich vorstellt. Für den Jungen aus dem Busch sind Wohngemeinschaften, Diskotheken und der entspannte Umgang mit dem anderen Geschlecht zwar Anfangs neu, doch hier hat er keinerlei Anpassungsschwierigkeiten. Nach seiner Studienzeit beginnt er seine Karriere bei The AIDS Support Organisation (TASO) in Masindi. Trotz seiner akademischen Ausbildung wird er als einfacher Mitarbeiter in der Kartei-Bibliothek eingestellt. Doch auch das kann den eisernen Fischer, wie er sich selbst manchmal scherzhaft nennt, nicht aufhalten. Tatsächlich ist er nach nur zwei Jahren einer der meist respektierten Mitarbeiter von TASO Masindi. Er reist nach Wien und Pittsburgh um Vorträge auf HIV/AIDS-Konferenzen zu halten, gerät dann aber mit dem Management aneinander, dass er auf einer Mitarbeiter-Vollversammlung der Korruption bezichtigt. Er muss gehen. Ob moralisch richtig, oder einfach naiv gehandelt - er ist arbeitslos und kämpft mehrere Monate um einen neuen Job. "Das war keine gute Zeit", sagt er heute. Allerdings findet sich dann doch eine neute Stelle. Patrick ist heute Gender-Advisor der Masindi districts Farmers Association (MaDiFA) und beschäftigt sich mit dem Gender-Mainstreaming der Landwirtschaft in und um Masindi. Das ist Mugisa Patrick: Ein Exot in Uganda, mein Gastgeber und "ugandan brother".