4. Warum stehen Parabene in der Kritik?
Beiersdorf sagt: Parabene werden zum Teil von Verbraucherschützern, Medien und Naturkosmetikherstellern kritisiert. Die Vorwürfe: Parabene würden sich im menschlichen Körper ablagern, das Hormonsystem stören, Krebs verursachen und die Fähigkeit zur Fortpflanzung einschränken. Diese Befürchtungen haben sich jedoch als unbegründet erwiesen. Die Europäische Kommission und ihre wissenschaftlichen Beratungsgremien sowie die unabhängige US-amerikanische Bewertungskommission „Cosmetic Ingredient Review“ (CIR) haben die gesundheitliche Unbedenklichkeit von Parabenen wiederholt bestätigt. (SCCS 2011: Opinion on Parabens, SCCS 1348/10; http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/19101832)
Wir sagen: Parabene besitzen eine hormonelle Wirkung. Auf die Haut aufgetragen, gelangen sie in den menschlichen Körper. Vor allem Föten im Mutterleib, Kleinkinder und Pubertierende sind durch hormonell wirksame Chemikalien gefährdet. Denn diese Stoffe können sensible Entwicklungsphasen stören. Eine Studie im Auftrag der Europäischen Kommission bringt Parabene mit folgenden Gesundheitsproblemen in Verbindung: verfrühte Pubertät bei Mädchen, Erkrankungen der weiblichen Geschlechtsorgane, Brustkrebs, Schilddrüsenkrebs und Störungen der Nervenentwicklung (Kortenkamp, A. et. al 2012: State of the Art Assessment of Endocrine Disruptors. Final Report.)
Das wissenschaftliche Bewertungsgremium SCCS der EU-Kommission hat festgestellt, dass die Sicherheit von zwei auch in Nivea-Produkten verwendeten Parabenen nicht abschließend bewertet werden kann und spricht sich dafür aus, den Grenzwert für diese Stoffe zu verschärfen (SCCS 2013. Opinion on Parabens). In Dänemark sind beide Stoffe bereits in Körperpflegeprodukten für Kinder unter 3 Jahren verboten.