Die Augen wieder zu öffnen nach einem Suizidversuch ist das schlimmste am ganzen Akt.
@trauma-erleben 🍃
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Die Augen wieder zu öffnen nach einem Suizidversuch ist das schlimmste am ganzen Akt.
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N S V
„Ich wünsche Ihnen noch einen angenehmen Tag, Miss“, mit diesen Worten verabschiedete er die letzte Kundin, welche aus der hölzernen Tür trat und sich für einen kurzen Moment verwirrt umblickte. Mit einem zufriedenen Lächeln nahm er die Karte Nr. 2 zwischen die Finger, als auch schon die Oberfläche dieser zu flirren begann. Aus seinen Fingern direkt in die Karte wanderte ein bläulicher Schleier, der eine geliebte Erinnerung der letzten Kundin bereithielt. Eine geliebte Erinnerung im Tausch gegen einen Wunsch, den er ihr erfüllen wollte. Natürlich vermochte er nicht zu hundert Prozent zu sagen, ob der Wunsch wirklich in Erfüllung gehen würde, aber die Karten versicherten der jungen Frau eine wunderbare, problemlose Schwangerschaft – nachdem sie ihr letztes Kind schon früh verloren hatte. Evander wusste, dass sie die nächsten Tage das Gefühl haben musste, als würde ihr etwas wichtiges, fundamentales fehlen. Dabei war es lediglich eine kleine Erinnerung, die nun er besaß und in die Karte fließen ließ. Die Hohepriesterin, Nr. 2, erwartete immer eine Erinnerung als Preis für die Erfüllung der Wünsche, das war der Deal. Mit einem Seufzen ließ er sich auf dem gepolsterten Stuhl nieder, die Karte noch immer zwischen seinen Fingern, ehe er sie auf den hölzernen Tisch legte. Der Raum war abgedunkelt, um die richtige Atmosphäre zu schaffen und doch war ihm danach die schweren Vorhänge zur Seite zu ziehen, um ein paar Sonnenstrahlen in den Raum zu lassen, in dem es die meisten Kunden fröstelte. Die Karte Nr. 2 lag vor ihm, während er mit gerunzelter Stirn abwägte, ob es eine gute Idee war seine eigenen Gedanken gehen zu lassen, um sich eine alte, verloren gegangene Erinnerung zu holen. Eine geliebte Erinnerung, die er der Hohepriesterin im Tausch gegen einen Wunsch gegeben hatte – wenn auch leider der Wunsch unerfüllt blieb. Seine Finger tauchten in die Karte, griffen nach einem Faden, an welchen er sich klammerte, bis er sich sicher war, dass es seine eigene Erinnerung war und er nicht nach einer fischte, die zu jemand anderem gehörte. Unendlich viele Erinnerungen schwammen in dem Meer von Nichts. Wenn man genau hinschaute konnte man genau sehen wie die Oberfläche der Karte sich bewegte, wie sie vor dem eigenen Auge immer wieder verschwamm, nur um bei seinem nächsten Blinzeln wieder stillzustehen. Bilder von glücklichen Zeiten blitzten vor seinem inneren Auge auf. Bilder aus seiner Kindheit, zusammen mit seinen Eltern, die immerzu stritten, um sich dann doch wieder zu versöhnen. Es war tröstlich immer wieder auf diese Erinnerung zurückgreifen zu können, doch sobald er den Faden wieder los ließ, würde er sich nicht mehr erinnern. Ein Teufelskreis und dennoch würde er noch unendliche Erinnerungen aufgeben, wenn das hieße, dass er bekam was er wollte. Frieden.
Eine richtig schöne morbide Emaillehausnummer 2, weiß auf blauem Hintergrund. Über 100 Jahre an der Hauswand. . . . #housenumber #number #number2 #nummer2 #hausnummer (hier: Collage Gallery Vintage Interior)
Ich fühle mich vernachlässigt. Die ständige Nummer 2.
feelings
Ich bin verliebt, scheiße.