Afropunk 2019/20

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Afropunk 2019/20
Owambo - Pre-colonial.
Communal tourism is still in the fledgling stages. However, an increasing number of indigenous people are starting to take fate into their own hands by getting actively involved in the tourism industry. One such example is the Ongula Traditional Homestead Lodge near Ohangwena. Built within the boundaries of an active homestead, Ongula is the first lodge in Namibia to introduce visitors to the authentic, traditional lifestyle of the Ovambo, the largest cultural group in the country.
Stopping over at Ongula is a definite “must” when travelling the area north of Etosha National Park. The Ongula Homestead Tour is the perfect introduction to the Ovambo Culture with all its traditions, arrangements and ways of life. Learn about the traditional time-honored pottery making, basket weaving, pounding and the different usage of mahangu, trees and shrubs. Get an insight view of an active homestead!
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Der kommunale Tourismus befindet sich noch im Anfangsstadium. Immer mehr Indigene Völker beginnen jedoch, das Schicksal selbst in die Hand zu nehmen, indem sie sich aktiv in der Tourismusbranche engagieren. Ein solches Beispiel ist die Ongula Traditional Homestead Lodge in der Nähe von Ohangwena. Ongula wurde innerhalb der Grenzen eines aktiven Gehöfts erbaut und ist die erste Lodge in Namibia, die den Besuchern den authentischen, traditionellen Lebensstil des Ovambo, der größten kulturellen Gruppe des Landes, näher bringt.
Ein Zwischenstopp in Ongula ist ein absolutes Muss, wenn man durch die Gegend nördlich des Etosha-Nationalparks reist. Die Ongula Homestead Tour ist der perfekte Einstieg in die Ovambo-Kultur mit all ihren Traditionen, Arrangements und Lebensweisen. Gäste erhalten einen Einblick in ein aktives Gehöft und lernen die traditionelle altehrwürdige Töpferei, das Weben von Körben, das Stampfen und die unterschiedliche Verwendung von Mahangu, Bäumen und Sträuchern kennen.
#namibia #ondangwa #owambo #owamboland #morning #ナミビア (at Ondangwa)
Meme Auala erklärt.
5. April - Mit den Fingern schmeckt’s besser
Wir gehen noch kurz einkaufen, bevor wir zum Mittagessen ins berüchtigte Katutura fahren. Zum „Single Quarter“, einer offenen Markthalle, die auch bei geführten Touri-Touren beliebt ist. Als wir ankommen, sind keine Touristen zu sehen. Tant mieux. Die Verkäufer stehen in einer Reihe vor ihren Grills und rufen die Kunden zu sich. Hinter ihnen liegen auf großen Tischen halbe Rinder. Manch einer würde beim Anblick der Fliegenschwärme wohl das kalte Kotzen kriegen. Aber egal. Hauptsache durchgebraten, denk ich.
Wir können Fleischstücken direkt vom Grill probieren, bevor wir uns für einen Anbieter entscheiden. Dieser schneidet zwei große Hände voll zurecht, packt auf Marias Bitte noch etwas Fett dazu und serviert uns alles in einer Zeitung. Maria streut etwas Gewürzmischung darauf, verteilt sie mit den Fingern und drückt mir das Päckchen in die Hand. Wir bahnen uns den Weg durch die Markthalle. Männer und Frauen hacken blitzschnell Tomaten und Zwiebeln in hauchfeine Streifen. Ein leckerer Salat, der mich sehr an zu Hause erinnert. Außerdem ordert Maria Millipapp. Der Maisbrei hier ist so fest, das man ihn auseinanderreißen kann. Er ist das Hauptnahrungsmittel der Einheimischen und heißt bei den Owambo „Oshifima“.
Da sitzen wir auf Plastikstühlen unterm Wellblechdach zwischen zwiebelhackenden Menschen. Und essen unsere gemeinsame Portion Fleisch, Salat und Oshifima mit den Fingern. Trotz der Warnungen meiner (weißen) Kollegen habe ich ein gutes Gefühl bei Umgebung und Nahrung. Es schmeckt verdammt gut und es tut irgendwie gut, hier zu sein. In diesem regen Treiben sind alle gut drauf und friedlich (was vielleicht auch mit dem Alkoholverbot zu tun hat). Maria sagt: „Es ist ganz normal hier. Ganz einfach. Das hier sind richtige Menschen, die ihre Arbeit machen und ihr richtiges Leben leben. Die sind glücklich.“ Ein etwa achtjähriges Junge setzt sich gegenüber von uns, stützt den Kopf auf die Hand und versinkt in der Betrachtung von... mir. Aber das ist auch okay, ich lächle ihn an, er lächelt zurück und guckt weiter. Ich unterhalte mich weiter.
In der Zwischenzeit hat es angefangen, wie aus Eimern zu schütten. Das Geräusch des Regens auf dem Wellblech ist so laut, dass wir näher zusammenrücken, um uns zu verstehen. Wir sind gezwungen, noch ein Weilchen sitzen zu bleiben. Das ist auf besondere Weise sehr gemütlich. Als der Regen nachlässt, führt Maria mich noch durch den weiteren Teil der Halle. Hinter Billiardtischen sind Marktstände (Kartons mit Körben darauf) mit Bohnen, Linsen, Gewürzen, Oshifima, getrocknetem Knoblauch und getrocknetem Spinat. Auch Handyguthaben kann man hier kaufen und Zigaretten. Angeboten werden auch diese Würmer, die, glaube ich, eigentlich Raupen sind - und eine Delikatesse der Owamboküche. Sie werden getrocknet und mit Öl , Gewürzen und Chili zubereitet. Ich bin fest entschlossen, sie beizeiten zu probieren.
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