Ende der 1980er, Anfang der 1990er Jahre
20 mm für eine halbe Stunde
1988 kaufe ich mir mein erstes Auto, einen Fiat 500, Baujahr 1974. Ziemlich verrostet, Technik in fraglichem Zustand, aber irgendwie hatte es der Verkäufer geschafft, eine frische TÜV-Plakette draufkleben zu lassen.
Autofahren kostet Geld, Parken ein Vermögen. Geld ist als Schüler oder Student nun nicht das, was im Überfluss vorhanden ist, darum müssen vor allem die unnötigen Ausgaben (also nicht für Sprit und Kippen) reduziert werden. Das geht z. B. beim Parken an Parkuhren. Die typische Münze, die man dafür benötigte, ist die 50-Pfennig-Münze. Diese hat einen Durchmesser von 20 mm. Da die Parkuhren keine sonderlich ausgefuchste Prüfmechanik für die Echtheit der Münzen und erst recht keine Münzrückgabe haben, sind sie eigentlich Allesfresser. Was darum hervorragend passt: Unterlegscheiben. Die gibt es für wenig Geld in großen Packungen.
Doof nur, dass etliche Parkuhren ein Sichtfenster haben, in dem man die letzte eingeworfene Münze sieht. Da traut man sich wirklich nur, wenn nichts anderes mehr verfügbar ist, auch eine Unterlegscheibe einzuwerfen. Zur Not muss man versuchen, sich damit herauszureden, dass man Restparkzeit nutzt.
(Markus Winninghoff)








