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Perlan
Reykjavík, Iceland in winter.
Island 2021 - Tag 18 Teil 2
Herrschaften!
Am späten Nachmittag treibt es uns doch noch einmal vor die Tür. Es sind mehrere Kreuzfahrtschiffe im Hafen und die “Insassen"werden überall durch die Stadt gekarrt, demnach müssen wir uns wieder antizyklisch verhalten.
Uns zieht es jetzt zum 61 Meter hohen Hügel Öskjuhlíð. Dort befindet sich der höchsten Punkt der Stadt mit einem ganz besonderen Bauwerk, der Perlan (Perle).
Von der Perlan hat man einen schönen Rundblick über Stadt und das Umland. Aber es ist nicht nur ein einfacher Wasserspeicher. Die Perlan ist auch ein Museum unter einer rotierender Glaskuppel. Der Standort wurde auf den Wassertanks errichtet.
Sechs große Heißwassertanks fassen jeweils 4 Millionen Liter Wasser. Vom Vulkan Hengill gelangt 85 ˚C heißes, geothermales Wasser über das Heizkraftwerk Nesjavellir mit einer 27 km lange Pipeline nach Reykjavik zur Perlan und versorgt die Stadt mit Heizenergie.
Die Warmwasserspeicher, die seit Mitte des 20. Jahrhunderts auf dem Gipfel des Öskjuhlíð standen, wurden gleich mit erneuert, als die futuristische halbkugelförmige Glaskuppel aufgesetzt wurde.
Das Projekt wurde maßgeblich von dem beliebten Politiker Davíð Oddsson während seiner Amtszeit als Bürgermeister von Reykjavík kuratiert. Der Architekt Ingimundur Sveinsson entwarf das Gebäude ursprünglich im Jahr 1991.
Nachts werden die Wassertanks von Flutlichtern beleuchtet, die die Konstruktion über der ganzen Stadt erhellen. Oben auf der Kuppel befindet sich ein rotierendes Positionslicht für den Flugverkehr des nahe gelegenen Inlandsflughafen.
Mit dem Mietauto ist es ein Katzensprung. Sollte man allerdings nicht motorisiert sein, bietet es sich an mit den öffentlichen Verkehrsmitteln bzw. ab der Harpa dem kostenlosen Shuttlebus dorthin zu fahren.
Der Fahrpreis ist im Eintrittspreis für das Museum enthalten. Ansonsten ist das Perlan natürlich auch eine der Haltestellen der beliebten Hop-On/Hop-Off-Tour.
Beim Betreten des Gebäudes vermutet man nicht, dass man mitten in der Wasserversorgung Reykjaviks steht. Im Erdgeschoss befinden sich die Aurora-Planetarium Show und das Wonders of Iceland Museum.
Auf unterhaltsame erfährt man viel über das Leben in, auf und am Wasser. Überall gibt es Dinge zu erkunden, Videos zu sehen oder interaktiv Informationen abzufragen.
Nun folgt das spektakuläre Highlight dieses Museums: die Eis-Höhle. Ungefähr alle 15 Minuten werden dort kleine Gruppen eingelassen.
Im Juli 2017 wurde die Glacier Exhibition of Iceland eröffnet. Dem Museum ist es gelungen, einen 100 Meter langen Eistunnel nahezu komplett nachzubauen.
350 Tonnen Schnee wurden dafür von den Gletschern nach Reykjavik gebracht.
Nach der Schleuse empfängt die Besucher klirrende Kälte und ein spannender Weg durch das ewige Eis.
Der Schnee ist an vielen Stellen von echter Vulkanasche durchzogen und beeindruckend ausgeleuchtet.
Kleine, verwinkelte Tunnel leiten die Besucher durch die künstliche Eishöhle, welche konstant bei -10°C gehalten wird.
Das Projekt ermöglicht den Besuchern einen Blick in die Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft der isländischen Gletscher. Weltweit einzigartig!
Direkt neben der Kasse am Eingang befindet sich Islands erstes und einziges Planetarium.
Beim Betreten erwartet die Besucher ein sternenklarer Nachthimmel unter dem man in bequemen Sitzen Áróra, der Göttin der Morgenröte und des Nordlichts, auf ihrer Reise durch Zeit und Raum folgen kann.
Die Áróra, gesprochen von der isländischen Künstlerin Ragnhildur Gísladóttir, hilft das Geheimnis der Nordlichter zu verstehen. Wie bilden sich die Nordlichter im Weltraum? Welche Erklärungen hatten die Menschen in früheren Zeiten für das Phänomen? Gibt es Polarlichter nur auf der Erde oder auch auf anderen Planeten?
Viele führende isländische Künstler waren an der Entstehung der Show beteiligt. Herausgekommen ist ein beeindruckendes Erlebnis, während die Nordlichter wild um unsere Köpfe tanzen. Für alle die bisher auf echte Nordlichter verzichten mussten, eine tolle Alternative.
Die Perlan besitzt auch ein Modell der Klippen von Látrabjarg, die sich in den Westfjorden befinden. Diese Klippen sind als einer der weltweit besten Stellen für Vogelbeobachtungen bekannt.
Die Nachbildung ist zehn Meter hoch und ermöglicht es, lebensechte Präparate der dort nistenden Vögel zu sehen, ohne das ganze Land durchqueren zu müssen.
Dies ist Teil der Ausstellung „Wunder von Island“, die auch eine filmische Darstellung der Unterwasserwelt des Landes und eine Fülle von Darstellungen über Islands Geologie wie Vulkane, tektonische Platten, geothermische Stätten und Erdbeben umfasst.
Darüber hinaus hat die Perlan eine Ausstellung mit dem Titel "Wasser in der isländischen Natur".
Man erfährt wie sehr Wasser dieses Land definiert. Es nutzt modernste Technologie und interaktive Displays, um diese Konzepte zum Leben zu erwecken.
Oben in der aufgesetzten Glaskuppel befinden sich gleich zwei Restaurants, die vor allem bei klarem Wetter schon alleine wegen ihrer Aussicht einen Besuch wert sind.
Allerdings laufen diese aktuell nur im eingeschränkten Betrieb und schließen bereits um 18 Uhr. Der Eisstand hatte jedoch noch geöffnet. Eine Kugel Eis im Hörnchen mit View für günstige 4 Euro.
Im 4. Stock befindet sich außerhalb der Kuppel eine Aussichtsplattform.
Vom Café/Selbstbedienungsrestaurant aus kann man auf die Plattform gehen, auf der man 360-Grad um die Perle herumlaufen kann.
Die Aussichtsplattform hier bietet einen beeindruckenden Panoramablick auf die Stadt und ihre Umgebung.
An sechs Stellen sind Teleskope installiert, aber der Blick auf Reykjavik und Umland ist auch ohne diese Hilfsmittel großartig.
Verschiedene Beschilderungen erläutern die Orte der näheren und weiten Umgebung. An schönen und klaren Tagen kann man bis zu 100 km weit sehen.
Der neueste Schrei ist eine Zip-Line. Von der Aussichtsplattform können sich wagemutige Zeitgenossen für etwas über 20 Euro in die Tiefe stürzen.
Der Besuch des Perlan ist eine informative Angelegenheit für die man mehrere Stunden Zeit einplanen sollte. Immerhin kostet der Eintritt auch “schlanke” 30 Euro pro Person.
Unsere Empfehlung lautet hier: den Besuch in die späten Nachmittagsstunden oder frühe Abendstunden zu legen, dann hat man auch den nötigen Platz und die Ruhe, um das Gebotene zu genießen.
Spezial Tipp: Toilettenbesuch! So was will ich auch zu Hause haben ...
Bei unserer Ankunft gegen 17.30 Uhr standen dort sage und schreibe 7 große Reisebusse auf dem Parkplatz, die gerade dabei waren ihre “Deliquenten” wieder einzufangen.
Geöffnet ist bis 22 Uhr, so hat man auch dann noch ausreichend Zeit alle Angebote zu nutzen. Lediglich auf das gastronomische Angebot muss man dann verzichten, kann sich aber selbst etwas mitbringen und auf die Plattform setzen.
Gute Nacht!
Angie, Micha und der Hasenbär
Last one before a departure in these deserts lands !!! ヽ( ・∀・)ノ
I really wanted to draw this wonderful fusion. I love them so much uvu
Holiday to Iceland!
My Mum and I went on holiday to Iceland for a short break last month. We stayed in Reykjavik.
Light by Peter Rea