SONAR 18.03.-03.06.2007, Kunstmuseum Celle
SONAR ist die Präsentation von zeitbasierten künstlerischen Realisationen, die sich als Klangskulpturen und Klanginstallationen darstellen. Der offene Raum der Museumsetage wird dabei zu einer Addition von Klangräumen und darüber hinaus zu einer gesamtakustischen Inszenierung von audiovisuellen Ereignissen.
Es handelt sich um ein Klangkunstprojekt, bei dem die Repräsentanz der individuellen Arbeiten als ein gemeinsames hörbares Interagieren angestrebt wird. Was bei einschlägigen bisherigen Ausstellungen mit Klang als Ausgrenzungsmoment interpretiert wurde, nämlich die Überlagerung und das Überschneiden von Klangkulissen benachbarter Ausstellungsobjekte, soll hier im umgekehrten Sinne thematisiert werden, als ein neues inszenatorisches Ziel: Alle gezeigten Einzelpositionen der Ausstellung haben eine hörbare Bezüglichkeit untereinander und verursachen, einem Ensemble nicht unähnlich, einen sich stetig verändernden Gesamtklang, oder Klangraum beim Durchlaufen der Ausstellung.
Die Besucher nehmen dabei die künstlerischen Einzelpositionen primär im Zusammenhang des Gesamtereignisses wahr, hören etwas, das sich möglicherweise außerhalb des Blickfeldes befindet und folgen den Klängen, um zu erfahren, woher sie kommen und wovon sie verursacht werden.
Ziel des Konzeptes ist es, das vermeintliche Störpotential eines anderen Geräusches, was fast immer bei der Konzentration auf ein Spezielles im Hörvorgang der Gleichzeitigkeit angelegt ist, als einen weiteren musikalisierbaren Aspekt zu sensibilisieren. Das akustische Gesamtereignis ist dann mehr als die einfache Addition der ausgestellten Einzelpositionen.
Prof. Ulrich Eller












