Pfeifferschem Drüsenfieber vorbeugen
Pfeiffersches Drüsenfieber ist eine durch Viren ausgelöste Infektionskrankheit. Der medizinische Fachbegriff ist infektiöse Mononukleose. Die Erkrankung bleibt bei den insgesamt annähernd 80% der Menschen, die angesteckt wurden, häufig unauffällig, da die Ähnlichkeit mit einer einfachen Erkältung in der Regel groß ist. Sie tritt schwerpunktmäßig bei Kindern und Jugendlichen auf und verläuft im Regelfall harmlos.
Der Pädiater Emil Pfeiffer (1846 - 1921) entdeckte das Drüsenfieber und es bekam nach ihm seinen Namen. Das Epstein-Barr-Virus (EBV) gilt als Urheber des Pfeifferschen Drüsenfiebers. Die Infektion erfolgt in der Regel durch Speichel. Man nennt es aus diesem Grund auch Kusskrankheit oder kissing disease. Ungewöhnlich aber dennoch möglich ist die Infektion über sexuellen Kontakt. Das Virus gehört zu der Familie der Herpesviren. Der Befall grenzt sich hauptsächlich auf Schleimhäute im Mund und im Rachen ein und hier vermehrt sich das Virus auch. Es werden Zellen befallen, welche für die Antikörperproduktion zuständig sind, die B-Lymphozyten. Durch das EBV verwandeln sich diese Zellen und erzeugen Stoffe, welche anfangs die Lymphknoten am Hals anwachsen lassen und sich anschließend im ganzen Körper verteilen. Mit Hilfe von einem intaktem Immunsystem kann dem Prozess gut entgegen gewirkt werden. Es treten dann andere Lymphozyten auf den Plan, diese vernichten die erkrankten B-Lymphozyten und bilden Antikörper, die lebenslang eine neue Erkrankung verhindern. Die Krankheitszeichen des Pfeifferschen Drüsenfiebers gleichen denen einer Erkältung. Die Intensität der Beschwerden kommt auf das Alter der erkrankten Person und der Stärke ihres Immunsystems an. Zu Beginn der Erkrankung zeigen sich oft Kopf- und Gliederschmerzen, Müdigkeit und Halsschmerzen.
Nach einigen Tagen ist ein größer werden der Lymphknoten und eine Verdickung des Halses zu beobachten. Eine Begleiterscheinung ist eine Entzündung der Mandeln, die rot werden und einen weißen Belag aufweisen. Vereinzelt kommen Übelkeit und Appetitlosigkeit dazu. Behandlung Nur durch eine Blutuntersuchung lässt sich das Pfeiffersche Drüsenfieber spezifisch nachweisen. Die Patienten sollten in jedem Fall Bettruhe einhalten und sich schonen. Die Gabe von Medikamenten verschafft Linderung von dem Fieber und den Schmerzen. Genug Trinken ist enorm wichtig! Auch nachdem Abflauen der Symptome sollten Patienten eine gewisse Schonzeit einhalten und sportliche Aktivitäten oder Anstrengungen meiden.












