Geolitico: Gelenkt durch die EU erziehen unsere Schulen die Kinder des Kapitalismus einheitlich nach dem Bild des auf den nackten Egoismus reduzierten „homo oeconomicus“. Die EU ist nicht für die inhaltliche und strukturelle Gestaltung des Schulwesens in den EU-Staaten zuständig. Diese liegt ausschließlich in der Kompetenz der Mitgliedstaaten selbst. Das ist im Lissabon-Vertrag von 2007 festgehalten und auch vom Bundesverfassungsgericht in seinem „Lissabon-Urteil“ von 2009 ausdrücklich als eine nicht übertragbare Kernkompetenz nationaler Souveränität hervorgehoben worden. Die EU sieht sich daher laut Webseite „EU-Bildungspolitik“ „lediglich für die Durchführung von Maßnahmen zur Unterstützung, Koordinierung oder Ergänzung der nationalen Maßnahmen der Mitgliedstaaten zuständig.“ Das klingt harmlos und vernünftig. Dahinter verbirgt sich aber der Wille des potentiellen europäischen Einheitsstaates, auch das Bildungs- und Kulturleben der europäischen Völker, die schon jetzt bevorzugt „Regionen“ genannt werden, zu beeinflussen und letztlich auch im Sinne eigener Zielsetzungen zu regeln und zu lenken. Dabei muss man sich vor Augen führen, dass die EU schon von ihrem Ursprung her eine einseitige wirtschaftspolitische Interessengemeinschaft ist. In die Quasi-Verfassung des Lissabon-Vertrages ist der „Grundsatz der offenen Marktwirtschaft mit freiem Wettbewerb“ aufgenommen. Dies bedeutet, wie auch der Staatsrechtler Prof. Schachtschneider feststellt, die rechtlich verpflichtende Festlegung auf die Interessen einer global uneingeschränkten kapitalistischen Wirtschaftsweise, d. [...] http://dlvr.it/PXjxPk