Vom Volo zum Radio-Redakteur
Nach zwei Jahren freier Mitarbeit und anschließend zwei Jahren Volontariat bei der HNA stand mir Anfang diesen Monats ein ganz besonderer Tag bevor: Das erste Mal als Redakteur arbeiten. Eine neue Herausforderung mit einer ganz neuen Aufgabe: Moderator bei RadioHNA.
„Es ist ein schönes Gefühl, wenn aus Leistung Erfolg wird“, konnte ich jahrelang als Abiturient in meiner Schule im niedersächsischen Bad Gandersheim lesen. Was sich schon damals bestätigte, ist jetzt wieder eingetreten. Ein weiteres Etappenziel im Berufsleben habe ich erreicht, eine neue Aufgabe gefunden. Trotzdem gibt es viel zu lernen. Als Teil des Moderatorenteams von RadioHNA muss ich nun im Selbstfahrerstudio beweisen, was in mir steckt, aber Herausforderungen habe ich immer schon gemocht.
Eigentlich bin ich nicht der Typ, der nach hinten blickt, doch jetzt ist eine gute Gelegenheit, mir die vergangenen zwei Jahre Volontariat ins Gedächtnis zu rufen. Auf die Reise nehme ich dich mal mit ;)
Es ist November 2013, als ich das Presse- und Druckzentrum zum ersten Mal als Volo betrete. Die schier unendlichen Gänge in diesem sechsstöckigen Gebäude bilden ein riesiges Labyrinth, das sich mir übrigens bis heute noch nicht komplett erschlossen hat. Auf den Fluren sagt jeder freundlich Hallo, auch wenn man sich nie zuvor gesehen hat. Ein freundlich-korrekter Umgang miteinander, den es sicher nicht in jedem Unternehmen gibt.
Nach der Einführungswoche geht es in die erste Redaktion nach Göttingen, die Kollegen kenne ich schon, in Göttingen bin ich geboren – ein denkbar dankbarer Ort, um in die Ausbildung zu starten. Der zweite Volotag mitten im Dezember ist allerdings eine richtige Herausforderung. Radio-Volotag mit Antonia Woitschefski, Daniel Ebert und Janosch Lenhart. Wir produzieren eine einstündige Weihnachtsshow, überall Scheinwerfer, drei Kameras, Schnittplatz und Headsets auf den Köpfen der Aufnahmecrew. Hui, von null auf hundert geht es mit der Multimedialität in diesem Haus ordentlich schnell, selbst vor der Kamera müssen wir Volos Anmoderationen üben, auch die Kameraführung und der Schnitt obliegt uns. Das Ergebnis gibt es übrigens hier zum Anschauen:
http://new.livestream.com/accounts/1288683/events/2622019/videos/37336280/player?autoPlay=false&height=360&mute=false&width=640
Die folgenden zwei Jahre sind spannend, nicht selten auch sehr stressig und manchmal auch mit Zähneknirschen verbunden. Doch genau die sind es, die mich immer wieder in meiner Berufswahl bestätigen: Das ist mein Ding, das will ich machen. Zuerst an Online denken, Erstmeldung, erstes Bild, Kurzclip, Aktualisierung, Fotostrecke, Video schneiden, Artikel in Print einpassen und raus damit. „Das muss nachts wie aus der Pistole geschossen kommen, wenn ich neben dir am Bett stehe und dich wecke“, sagte ein Lehrer mal in der Schule zu mir. Keine Sorge, dieser Fall ist glücklicherweise nie eingetreten. Funktionieren würde es in diesem Fall aber dennoch.
Die Reise war – meiner Meinung nach – übrigens ungewöhnlich abwechslungsreich. Ich durfte in den Redaktionen Göttingen, Hann. Münden, Northeim, Korbach, Witzenhausen, Stadt Kassel, Online, Nachrichten und dem Radio arbeiten. Und genau so lande ich am Ende hier, wo ich diese Zeilen jetzt schreibe, eben in der Redaktion von RadioHNA.
Es ist schon irgendwie ungewöhnlich, die Volos jetzt in den Feierabend zu schicken, wo ich doch vor einer Woche noch auf der anderen Seite gestanden habe. Neue Verantwortung, nicht mehr das Argument „Ich werde noch ausgebildet“ – aber jetzt eine Sache, auf die ich mich voll und ganz konzentrieren kann.
Wir hören uns montags bis freitags immer von 14 bis 19 Uhr, übrigens auch unterwegs per App. Bis dahin verabschiede ich mich von dieser Stelle und danke fürs Lesen!