Rainald Goetz mit Niklas Luhmanns 'Das Recht der Gesellschaft'.
Rainald Goetz. Celebration. 90s Nacht Pop. 1999, S.126-127
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Rainald Goetz mit Niklas Luhmanns 'Das Recht der Gesellschaft'.
Rainald Goetz. Celebration. 90s Nacht Pop. 1999, S.126-127
Aus "Jeff Koons", eine szenische Installation von Rainald Goetz, Düsseldorf 2018
Quelle
staat / sex / amen; Ich schneide ein Loch in meinen Kopf, in die Stirn schneide ich das Loch. Mit meinem Blut soll mir mein Hirn auslaufen. (...) Wie geht das Scheißleben?
Nichts produziert so viel geistigen Schlamm wie das Verantwortungsvolle Denken (VD). Dieses Denken hat den Kopf schon abgegeben, bevor es überhaupt die Augen aufgemacht und zum Schauen angefangen hat. Als Blindling rennt dieses Denken durch die Welt und darf nichts sehen. Stattdessen muss das Verantwortungsvolle Denken dauernd an die Verantwortung denken. Deshalb kommt nie eine Wahrheit über die Welt heraus, oder wenigstens mal eine kleine Neuigkeit. Nein, dieses Denken produziert automatisch […] immer wieder das gleiche: Wackertum, Empörung, dümmste engagierte Richtigkeiten und das Allerallerplattgewalzteste.
Rainald Goetz
Über das Ausmaß eigener Gestörtheit lebt der Mensch normalerweise stark im Dunklen.
Rainald Goetz, Johann Holtrop
Izität jeder Art braucht Goetz nicht als Verteidiger, dessen Interesse an digitalen Medien oder am Internet ohnehin eigentlich immer auf deren Funktion als Publikationsplattform und Nachrichtentechnik beschränkt war. 500 offene Browsertabs sind dann auch nicht mehr als 500 Seiten Druckerpapier in der Warteschleife. Bei der Abschaffung der Zeitungsseite geht es für Goetz auch um viel mehr: „einstellen, abschaffen, verkaufen, vernichten“. So charakterisiert er das Handeln der Medienkonzernchefs Mathias Döpfner und Thomas Rabe, die ihn an Figuren aus seinem Holtrop-Roman erinnern. „Sie tun, was das Geld will: im Imaginarium agieren, das Material abschaffen, die Menschen weglassen.“
Kantig (in) die Wirklichkeit brechen
Während sämtliche Springer- und #MeToo-Bezüge in Benjamin von Stuckrad-Barres neuem Roman »Noch wach?« im Eiltempo verarbeitet wurden, wurde die Haptik des Buches links liegen gelassen. Dabei spricht die für sich und Bände.
Das Erscheinen von Benjamin von Stuckrad-Barres neuem Roman »Noch wach?« ist im Wortsinn ein Medienereignis, das inmitten neuer Springer-Enthüllungen für Aufsehen sorgt. Während sämtliche Springer- und #MeToo-Bezüge im Eiltempo verarbeitet wurden, wurde die Haptik des Buches links liegen gelassen. Dabei spricht die für sich und Bände. Continue reading Untitled
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